Forum


 

Filtertechnik für Wikipedia: Wikimedia-Stiftung provoziert Autoren-Aufstand

Wer hat das Sagen? Die Betreiber-Stiftung und Autoren der Wikipedia streiten*erbittert um ein personalisierbares Filtersystem für kontroverse Fotos. Die Betreiber wollen Inhalte filtern, die Community wehrt sich*gegen jede Einmischung in ihr Schaffen.

http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...791316,00.html
  1. #1

    Filter und Zensur bei Wikipedia: Abstrus und paranoid.

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Betreiber wollen Inhalte filtern...
    Ting Chen, Vorsitzender der US-Stiftung: Die Mission von Wikipedia sei es, möglichst alle Menschen zu erreichen. Doch statt informiert zu werden, würden die Leser oft vor den Kopf gestoßen: "Wir glauben, die Meinungen und Vorlieben der Wikipedia-Leser sind so legitim wie unsere - sie absichtlich zu provozieren ist deshalb nicht OK".

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/0...791316,00.html
    Zweimal das Statement vom amerikanischen Vorsitzenden durchgelesen, offenbart sich mir darin eine abstrus-pervertierte Argumentationsweise. Durch repressive Maßnahmen will man Pression auf die Wikipedia-Leser vermeiden... Da grüßt der verquere, wenn ich an das im Artikel zitierte Vulva-Foto denke, auch sexualfeindliche Paranoiker.
  2. #2

    beleidigt?

    was habt ihr gegen einen sachlichen filter? ich brauch mir nur die unsachlichen pfuscher und relevanz-fanatiker vor augen führen, die jeden artikel verhunzen. da sind einfach einige die sich zu wichtig nehmen, eingeschnappt.
  3. #3

    ...

    Warum macht man die Bilder nicht einfach ausklappbar?
    Dazu die Einstellung im Account, das alle Bilder sofort angezeigt werden können oder alle immer eingeklappt sind. Keine Zensur, da das Bild ja im Artikel vorhanden bleibt ohne gefiltert zu werden. Audio- und Videobeiträge laufen ja auch nicht automatisch ab, nur weil ich die Seite im Browser öffne.

    Ich würde so etwas auch begrüssen, denn dann kann ich mich entscheiden, ob ich zB wie bei dem Beitrag zu Adipositas einen ziemlich hässlichen Männerbauch sehen will, oder ein Gehirn im Beitrag zum Gehirn und so weiter ...
  4. #4

    ...

    Wir Deutsche haben absolut keinen Grund, uns hierüber zu mokieren. Der dt. Jugendschutzwahn ist so ziemlich einmalig in der "freien" westlichen Welt.
    Dies führt bei uns zu Stiblüten wie eine Sendezeitbegrenzung im Internet. Einfach mal in die ARD-Mediathek gehen, gewisse Sendung sind dort erst ab 22 Uhr abrufbar. Leider kein Scherz sondern traurige Wahrheit.
  5. #5

    "Sachliche" Filter?

    Zitat von WernerS Beitrag anzeigen
    was habt ihr gegen einen sachlichen filter?
    Was sind denn "sachliche" Filter? Muss jedes Bild gefiltert werden, dass irgendwer anstössig findet? Oder muss eine Abstimmung durchgeführt werden und die Mehrheit entscheidet? Was ist z.B. mit den Mohammed-Karikaturen, filtern oder nicht?
  6. #6

    Die alte Leier ...

    Die akkurate Darstellung der Wirklichkeit - und dazu gehören nun einmal Sex und Gewalt - steht im Widerspruch zu dem Idealbild, das eine Gruppe von der Welt zeichnen möchte. Bösmenschen nennen das politische Korrektheit, Gutmenschen nennen das obszön, jugendgefährdend, beleidigend ...

    Ich möchte auch bestimmte Dinge nicht sehen, die leider Realität sind - z.B. Legginsträgerinnen mit 150kg Lebendgewicht (da kommen einem gewisse Zweifel am generellen Burkaverbot), Rechtsextremisten oder andere Proleten. Doch für die Realität gibt es keinen Filter - und ich kann dem nicht immer ausweichen. Also gilt das Grundgebot der Toleranz: Leben und leben lassen.

    Wenn es der Iran schafft, halbnackte Fußballfans auszublenden, dann sollte es auch einzelnen Internetnutzern möglich sein, ihre Browser entsprechend zu programmieren. Ich habe mir sagen lassen, dass man z.B. generell die Darstellung von Bildern unterbinden kann.

    Prophylaktisch Bilder zu kategorisieren wirft allerdings Fragen auf:
    a) wer nimmt die Kategorisierung vor;
    b) nach welchen Kritierien wird die Kategorisierung vorgenommen;
    c) wer entscheidet im Zweifelsfall;
    d) welchen enzyklopädischen Wert haben Darstellung, die ggf. vom Bildfilter betroffen sein könnten?

    Am Rande bemerkt: Als es noch keine Internetpornos gab, mussten viele kleine Jungs im Lexikon nachschlagen, um die Darstellung einer nackten Frau zu sehen. Heute ist das Netz voll von frei verfügbaren pornographischen Darstellungen, die keine Fragen unbeantwortet lassen. Aber etwas nackte Haut in einem Onlinelexikon, das ist natürlich der Untergang des Abendlandes.
  7. #7

    Nein

    nein ich will keine filter in wikipedia sehen!! wenn die das tatsächlich einführen wollen, bin ich bereit mich mit den relevanz-fundis auseinandersetzen und mich voll für wikipedia einzusetzen. das hat null und nichts mit beleidigt zu tun sondern mit gesundem menschenverstand. freiwillig filter einzuführen heisst den gleichen traurigen weg wie google zu beschreiten. das geht gar nicht.
  8. #8

    Fehler

    Zitat von bmwfahrer Beitrag anzeigen
    Zweimal das Statement vom amerikanischen Vorsitzenden durchgelesen, offenbart sich mir darin eine abstrus-pervertierte Argumentationsweise. Durch repressive Maßnahmen will man Pression auf die Wikipedia-Leser vermeiden... Da grüßt der verquere, wenn ich an das im Artikel zitierte Vulva-Foto denke, auch sexualfeindliche Paranoiker.
    Hallo. Fehler. Ting Chen ist kein (US-)Amerikaner. Er ist Deutsch-Chinese. Und auch wenn ich mit ihm in dieser Sache so überhaupt nicht überein stimme ist es ein sehr netter, symathischer Mann, der als Chef des Leitungsgremiums einer der Top-Ten-Internetseiten wie auch die Autoren seine ganze Kraft unentgeltlich in das Projekt steckt.
  9. #9

    Back to the Roots

    Mit einem guten Buch aus Papier wäre das wohl so schnell nicht möglich. Man kann es zwar verbrennen, verbieten und ächten aber einiger der verteilten Exemplare überleben immer. :-)








TOP



TOP