Geplatzt/ The DoubleWenn ein Super-Star Nacktszenen ausschließt, Mega-Egos aufeinander krachen oder der Geldgeber kalte Füße kriegt, hilft oft auch kein Oscar-Ruhm mehr. Selbst vielfache Preisträger mussten schon Filme beerdigen: Marlon Brando, Roman Polanski, Peter Jackson. Eine Galerie des Scheiterns.
http://www.spiegel.de/kultur/kino/ki...-a-852694.html
Es geht auch anders, wie dieses kleine Kino im Westerwald vormacht:
Wied-Scala Neitersen
Der Forist hat aber rrecht. Neben den eigentlichen Produktionskosten hat der Verleih Kosten, die auch alle getragen werden wollen, nicht zu vergessen das Marketing, was bei einigen Filmen selber dreistelliges Millionenniveau annimmt.
Pi mal Daumen rechnet man so: Umsatz größer gleich Produktionskosten x 2 " Film hat sich finanziell gelohnt.
Ich hatte von Raubkopieren gar nicht geredet.
Und natürlich verursachen die finanzielle Schäden. Sie können die Ergebnisse bei der von Ihnen abfällig genannten "Content-Industrie" ja sehen: die ganze Kohle wird in Sachen gesteckt, die im Kino in möglichst kurzer Zeit abgefrühstückt sein wird (wer kan sich noch daran erinnern, dass Filmklassiker immer wieder im Kino liefen? - passiert heute kaum noch), bzw. technologisch so gemacht werden, dass ein Raubkopierer nichts davon hat, daher auch das große Interesse der Filmindustrie an 3D und HDR usw.
Das kommt nicht unbedingt der Qualität der Filme zugute.
Sie wissen schon, dass z.B. die Produktion von "Skyfall" aufgrund finanzieller Probleme der Filmfirma ausgesetzt worden ist? Und das trotz der Gewissheit, dass der Film weit mehr als seine Kosten eispielen würde?
Ich sagte es bereits, allzuviele Flops kann sich eine Filmfirma nicht leisten, wenn die Blockbuster 200 Millionen und mehr kosten und selbst "mittlere" Filme heutzutage 60, 70 Millionen verschlingen.
Ich war in einem Testscreening für einen Film (ich verrate nicht welchen), wobei der Verleiher herausfinden wollte, ob er auf dem deutschen Markt in die Kinos gebracht werden soll oder gleich auf DVD erscheint. Das ist jetzt eine ganze Weile her, und der Film ist im Kino bisher nicht aufgetaucht.
Das mag schon sein. Aber nur weil die Frittenbude von nebenan zusperren muss, weil in der nähe ein McDonalds aufgemacht hat, befindet sich die Fast-Food-Branche noch lange nicht in der Krise.
Das Problem ist schlicht das Wettrüsten unter den Kinos. Das kann sich kein kleines Kino leisten, nur die großen Kino-Ketten. Die Eintrittspreise an sich taugen ebenfalls nicht zum reich werden. Viel läuft inzwischen über die Verköstigung im Kino und "Premiumvortellungen" mit teureren Tickets (3D bspw)
Im Land der letzten Dinge (In the Country of the Last Things, Sci-Fi-Drama, Argentinien 2008) von Alejandro Chomski mit Eva Green
genaues weiss man nicht,jedenfalls gibt es den film nicht wirklich
Der Vergleich hinkt nicht nur gewaltig, der sitzt vom Hals abwärts gelähmt im Rollstuhl. Es hat eben kein McDonalds in der Nähe aufgemacht. DAS ist ja das Problem. Um bei Ihrem Vergleich zu bleiben, würde die Frittenbude nebenan schließen, weil in über 50 km Entfernung ein McDonalds aufgemacht hat.
Nebenbei bemerkt hat meine Wenigkeit nirgends behauptet, daß sich irgendeine Branche in der Krise befindet.
Es läuft nicht nur viel über die Verköstigung: es ist praktisch die einzige Einnahmequelle der Kinos, da mittlerweile bis zu 70% des Ticketpreises an den Verleih gehen.
Die Sache nur auf ein "Wettrüsten unter den Kinos" zu reduzieren greift auf jeden Fall viel zu kurz, da kommen noch mehr Faktoren zusammen, von denen EIN weiterer auch die Reduktion auf garantierte Einspielergebnisse durch sog. "four-quadrant movies" ist.