Filmfestspiele von Cannes: Das Testosteron-Armageddon

PLAN B ENTERTAINMENT/ Festival CannesKann die männliche Spezies einpacken? Bei den Filmfestspielen von Cannes dominierten die Männer diesmal nur hinter der Kamera. Doch ihre Helden gaben ein jämmerliches Bild ab - zu eitel, zu langweilig, zu impotent. Nur ein Altmeister konnte als Bannerträger des ramponierten Geschlechts überzeugen.

http://www.spiegel.de/kultur/kino/0,1518,835422,00.html
  1. #1

    Männer in Film und Werbung? Die Looser!

    Schön, dass Männerfeindlichkeit endlich auch im Spiegel wahrgenommen wird. Nicht nur im Film, auch in der Werbung und der Literatur sind die Männer die Looser. Da bekommen drei dümmliche Jungs von einem cleveren Mädchen das Eis weggenommen, da ist ein Mann zu einfältig, alkoholfreies Bier zu erkennen usw. usf. In Spielfilmen, selbst in öden Actionfilmen, die Spannung durch Autoverfolgunsjagden ersetzen wollen sind die wahren Helden die Frauen. Und in der Mode? Da machen Jungs das Geschäft, die wohl wie jene aussehen, die Herr Lagerfeld gerne im Bett hätte. Wer heute Filme und Werbung unter emanzipatorischen Aspekten sehen möchte, der möge einfach die Perspektive umdrehen und die Frauen als Mann sehen und die Männer als Frauen. Er/sie wird erkennen, wie furchtbar sexistisch und unkritisch die Medien geworden sind.
  2. #2

    Fällt schon länger auf

    man braucht nur die normalen öden Krimis allabendlich durchzustehen. Meist sind es die Frauen, die taff, cool und besonnen Entscheidungen treffen, und auch ordentlich Action liefern. Die Männer stolpern daneben her, dürfen neben nervositäts Gestammmel und Unfähigkeit im Leben, ab und zu mal Besoffen krakrelen oder sich pausenlos eines besseren Beleeren lassen. Alice Schwartzer wirds freuen. Ob das ganze noch gesund ist steht allerdings auf einen anderen Blatt
  3. #3

    im Westen nichts Neues

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Er wirkt sehr einfältig, aber er weiß, was Frauen wünschen, und das ist, wie wir alle wissen, eine ganze Menge. Man könnte auch sagen: die Weltformel.
    Die Verächtlichmachung alles Männlichen, sofern es nicht irgendwie den Interessen einer "überlegenen Frau" dient, ist nun wahrlich nichts Neues. Die Medien beteiligen sich schon seit Jahren daran.

    Schön, dass SPON und sein Reporter, Herr Beier, das auch schon erkennen ...

    Der oben zitierte Satz jedoch ist wohl einer der Dümmsten des Jahres und in seiner Aussage genau das Gegenteil vom Rest des Artikels.

    Das ist offenbar ein Political-Correctness-Gedanke, der in so einen Artikel rein muss, damit er gebracht werden darf.

    Gleichberechtigung und Fairness schließen die pauschale Verächtlichmachung eines Geschlechts aus - das gilt selbstverständlich für beide Geschlechter.

    Entsprechend dürften diese Filme in der Versenkung verschwinden, denn ich glaube, dass die dahinter stehende Ideologie ihren Zenit überschritten hat.
  4. #4

    von der Kanzlerin zur Schwarzeneggerin?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann die männliche Spezies einpacken? Bei den Filmfestspielen von Cannes dominierten die Männer diesmal nur hinter der Kamera. Doch ihre Helden gaben ein jämmerliches Bild ab - zu eitel, zu langweilig, zu impotent. Nur ein Altmeister konnte als Bannerträger des ramponierten Geschlechts überzeugen.

    Cannes 2012 Bilanz: Michael Haneke zeigt in "Amour" einen starken Mann - SPIEGEL ONLINE
    Die Reduktion des Männlichen auf Testosteron ist der augenfälligste Beleg für den Sexismus des Verfassers. Er schadet sich selbst damit, ohne es zu merken. Die Virtualität des Films scheint er ebenso schon als Realität anzuerkennen - wie könnte er sonst auf die Idee kommen, die Botschaften des Films hätten seien Ausdruck einer Welt, in der es nur Doofmänner gibt. Ich persönlich sehe ein etwa ausgeglichenes Verhältnis von Doofmännern zu Dooffrauen, wobei die Dooffrauen sich in der Regel toller fühlen.

    Zum Schluß: Wir brauchen keine Frauenversteher, blödes Gewäsch von der "Weltformel". Wir müssen unsere männliche Sicht der Welt, unsere männlichen Bedürfnisse endlich neu definieren und so das mit Schlagseite gefährlich schlingernde Schiff des Geschlechtermiteinanders wieder stabilisieren und in besseres Fahrwasser bringen.

    Wenn ich mich frage, welche Frau den Mann versteht, sehe ich absolute Leere.

    Dazu ein passender aktueller Buchtitel: "Das entehrte Geschlecht"
  5. #5

    Männer sind heutzutage immer die Volldeppen

    Endlich ist es auch bei den Filmern angekommen: Männer, das ist das heutige Loser-Geschlecht. Wird heute irgendwo etwas bekrittelt, kritisiert, herunter und lächerlich gemacht, dann ist es garantiert ein Mann. Will der Mann mit 50 heute Sex? Das Auslachen der Welt ist ihm sicher. Will eine Frau mit 50 heute Sex? Ihr wird von allen zu ihrem Mut und ihrem Selbstbewusstsein gratuliert. Am tollsten treiben es die vielen, vielen, vielen, vielen Journalistinnen-Blogs. Dort kann man sich fragen, warum sich frau überhaupt nur noch mit diesen lästigen, impotenten, verdrucksten, immer gewaltbereiten Trompeten abgibt. Wenn ich den Wunsch frei hätte, als was ich heute zur Welt kommen möchte, wenn ich gefördert, schöngeredet, von Kritik gänzlich befreit, unterstützt, ermutigt werden will: sicherlich als Frau.
  6. #6

    Bleibt spannend....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Kann die männliche Spezies einpacken? Bei den Filmfestspielen von Cannes dominierten die Männer diesmal nur hinter der Kamera. Doch ihre Helden gaben ein jämmerliches Bild ab - zu eitel, zu langweilig, zu impotent. Nur ein Altmeister konnte als Bannerträger des ramponierten Geschlechts überzeugen.

    Cannes 2012 Bilanz: Michael Haneke zeigt in "Amour" einen starken Mann - SPIEGEL ONLINE
    ... weil sich immer mehr Testosteron entweder entscheidet Mitglied bei Höllenengeln & Konsorten zu werden oder Islamist zu werden, aufrgund des aufsteigenden Hasses gegen die Genderpolitik und den Feminismus! Wirkung & Gegenwirkung...

    Aber die Medieninhalte dieser Meme-Verbreitung steigern die Motivation nur. Auf die Resultate freu ick mir!

    So freue ich mich auf spannendere 'Auseinandersetzungen' mit dem Thema als die letzten Jahre!
  7. #7

    Zitat von semaphil Beitrag anzeigen
    Zum Schluß: Wir brauchen keine Frauenversteher, blödes Gewäsch von der "Weltformel". Wir müssen unsere männliche Sicht der Welt, unsere männlichen Bedürfnisse endlich neu definieren (...)
    Meinen sie als Kollektiv oder jeder für sich allein?
  8. #8

    Arme Männer!

    Ach Gottchen, die armen Kerle - wie sie immer wieder runtergeputzt, missachtet und vor allem missverstanden werden. Da kommen einem ja glatt die Tränen! Willkommen in der Welt der Frauen der letzten 5000 Jahre, liebe Männer.