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Fifa-Exekutive: Rio wird WM-Endspielort, Blatter warnt vor dem Beispiel Sion
Stimmungsvoller Rahmen für das Endspiel der WM 2014: Der Fußball-Weltverband Fifa hat festgelegt, dass der*Titelträger im berühmten Maracana-Stadion von Rio de Janeiro ermittelt wird. Die Fifa warnte zudem alle Clubs davor, in sportlichen Streitfragen staatliche Gerichte anzurufen.
http://www.spiegel.de/sport/fussball...793075,00.html
- #1 20.10.2011 18:47 von dadanchali
- #2 20.10.2011 19:08 von
53:27
Da die EU nur 27 Mitglieder hat, die UEFA aber 53, von denen einige in Asien beheimatet sind und andere gar keine Staaten sind (Schottland, Wales & Co), bin ich skeptisch, was die EU dazu sagen sollte.
Das Problem ist ja ein grundsätzliches, wie auch Claudia Pechstein erfahren durfte: Was macht man, wenn sich ein Verband nicht an die eigenen Regeln hält? - #3 20.10.2011 20:25 von
Blatter kann nicht RECHT haben
Es kann nicht sein das Recht "privatisiert" und organisationsnah interpetiert wird. Unabhängig ist definitiv was anderes. Die in anspruchnahme eines ordentlichen unabhängigen gerichtes, ob national, europäisch oder international muss immer möglich sein.
was kommt sonst als nächstes... ein gerichtshof für autofahrer der von den kfz versicherungen vorgeschrieben wird? einer für tierhalter vom verband der kleintierzüchter "gesponsort"? - #4 20.10.2011 20:41 von
Kann mit das ein Jurist erklären? Ich verstehe das nämlich wirklich nicht. Heißt das z.B. dass Sportverbände nicht an das jeweilige in den Ländern geltende Recht gebunden sind? Oder wie...? Oder steht da in den Verträgen "Der Rechtsweg ist ausgeschlossen", und dann ist es tatsächlich nicht möglich zu klagen?
- #5 21.10.2011 04:15 von
Schiedsgerichte
Es handelt sich dabei um eine Schiedsgerichtsklausel. Schiedsgerichtsurteile sind jedoch für die Parteien nicht schlechterdings verbindlich, also insbesondere nicht vollstreckbar. Sie werden nur dann vollstreckbar, wenn ein staatliches Gericht sie für vollstreckbar erklärt. Schiedsgerichte haben Vor- und Nachteile.
Ich persönlich finde es problematisch, dass die Rechtssetzung in manchen Feldern intransparent ist, intransparent, weil eine öffentliche Verhandlung nicht stattfindet und auch die ggf klugen Überlegungen zur Problemlösung immer wieder neu erfunden werden müssen (man erfindet das Rad neu, baut aber keine Autos) - #6 21.10.2011 10:27 von
Fifa
Die FIFA ist die Weltorganisation des Fußballs und versucht die Regeln weltweit für alle gleich zu halten.
Leider sind die rechtlichen Vorgaben der einzelnen Länder völlig unterschiedlich. Was in dem einen Land erlaubt ist, ist in einem anderen verboten.
Wird nationales Recht über die Regeln des Weltfußballs gestellt, können die Nationen denen es nicht möglich ist die FIFA Statuten zu erfüllen, nicht länger Teil der FIFA sein.
Momentan unterliegt der Nordkoreanische Verband den gleichen Regeln wie der Amerikanische, die Chinesische den gleichen wie der in Katar. Gibt man den Nationen das Recht in die FIFA einzugreifen, werden das einige Länder mit Sicherheit zu ihrem Vorteil nutzen.
Abgesehen davon will ich nicht das sich jeder frustrirte Fußballer oder unfähige Vereinsboss seine Wünsche mit teuren Anwälten über dubiose Paragraphen einklagen kann.
der Herr Kind ist da so ein Beispiel.
Wie gesagt, die Mitgliedschaft in der FIFA ist freiwillig, man muss nur bereit sein die Regeln einzuhalten.
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