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Fichtners Tellergericht: Reis mit Sch...

Geschwächt von Glutamat, halb vergiftet von übelstem Soja-Gebräu schaffte es SPIEGEL-ONLINE-Besseresser Ulrich Fichtner gerade noch, eine Warnung auszusprechen: Meiden Sie den schnöden China-Mampf. Und fahren Sie zum Genießen nach China!

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...497958,00.html
  1. #30

    Ich habe ein Jahr in China gelebt und inzwischen esse ich alles.

    Ich weiß gar nicht, warum sich die Leute aufregen, dass chin. Essen eingedeutscht wird.
    Wieviele Deutsche würden denn bitte ins Restaurant gehen, wenn sie dort eingelegte Qualle, Hühnerfüße, Entenköpfe etc serviert bekommen würden.

    Die hier so beliebte Peking Ente ist dort meist nur knusprige Haut mit einer dicken Fettschicht und das Fleisch bekommt man gar nicht zu sehen...
    Auch sonst wird alles Fleisch mit Knochen serviert, so erlebte ich in meiner ersten Woche dort die Überraschung mir eine Hühnersuppe zu bestellen und oben auf schwamm der Kopf samt Hahnenkamm und Augen, daneben schwammen beide Füße...

    Ich bin, was Essen angeht, wirklich experimentierfreudig, habe von Schlange, Hund, Katze und Qualle alles mal probiert, aber in Deutschland??

    Wollen wir doch mal auf dem Teppich bleiben, der Großteil der Menschen will doch gar kein Originales Essen probieren, besonders beim Essen lassen sich die Menschen nicht so gerne überraschen.

    Außerdem gebe ich e-ding völlig recht, in China hatte ich des öfteren Probleme wegen des hohen Glutamatgebrauchs...

    trotz alledem vermisse ich die original chinesische Küche...
  2. #31

    Zitat von pengembara Beitrag anzeigen
    Die hier so beliebte Peking Ente ist dort meist nur knusprige Haut mit einer dicken Fettschicht und das Fleisch bekommt man gar nicht zu sehen...
    Auch sonst wird alles Fleisch mit Knochen serviert, so erlebte ich in meiner ersten Woche dort die Überraschung mir eine Hühnersuppe zu bestellen und oben auf schwamm der Kopf samt Hahnenkamm und Augen, daneben schwammen beide Füße...
    Wirklich? Dann warst Du in den falschen Restaurants! Ich finde Pekingente fantastisch!!

    Und Hühnerfüße sind eine Delikatesse, genau wie Seegurken ;-)
  3. #32

    Da kann ich mich nur bei meinem Vorredner anschließen, das war wohl ein Griff ins ... Leere mit dem Restaurant. Pekingente und Fett???? Da darf kein Gramm drann sein. Und natürlich wird in einem ordentlichen Restaurant ALLES serviert, was zur Ente dazugehört, neben der köstlichen Haut und dem Fleisch, auch der Kopf und die Füßchen. Wer´s nicht essen will muß es nicht.

    Damit sind auch die Gräulmärschen zu wiederlegen, das man dort genötigt irgendwelches Ungeziefer zu essen. Des zeigt weniger etwas über die Küche im allgemeinen, als mehr über den Stellenwert, den der so genötigte für seinen einladenten "Partner" besitzt. China ist eben eines der Länder mit einer indirekten Sprache.

    Und zu den sogennanten Chinarestaurants in Deutschland: Der größte Teil der Betreiber kommt nicht aus China, und von dem Rest???? Fragen sie mal den "Koch" was er vorher gemacht hat! ;-))) Die wenigsten sind Köche in unserem Sinne, also richtig ausgebildet. Kein Wunder, was da für Ergebnisse zusammengebrutzelt werden. Glücklicherweise gibt es ja von jeder Regel eine Ausnahme.

    Übrigens der Grund dafür, das von einem Tier alles küchentechnisch verwertet wird liegt in der grenzenlosen Armut, die bis vor wenigen Jahren in dem Land herrschte (und in Teilen noch herrscht) --- da war es undenkbar auch nur irgendetwas wegzuwerfen!!
  4. #33

    Toller Artikel vom Herrn Fichtner, der amüsant, aber ruhig ein etwas weniger aggressiv ausfallen könnte...
    aber dann wär es doch nicht mehr so lustig zu lesen :-)

    Und zum Thema "eingedeutschtes Essen":

    Meine Eltern sind auch Betreiber eines "China" Restaurants und mein Vater ist selber in der Küche tätig. Er hat das Kochen bei einem chin. Koch gelernt, der in seinem Lokal Amerikanisierte Kantonesische Küche servierte.

    Auf unsere Speisekarte besteht also zum großen Teil aus American Chinese Cuisine, nur dass die nicht so dämliche Namen haben wie "Kung Pao Chicken".

    Und früher hatten wir auch noch simple chin. Hausmannsküche auf der Speisekarte, die wir aber mit der zeit gestrichen haben, weil die sich nicht verkaufen ließen. War den meisten wohl zu fad, weil wir wenig Gewürze benutzen.
    Aber interessanterweise lässt sich ein Gericht aus unserer einfachen Küche blendend verkaufen, nämlich "Rindfleisch gebraten mit Zwiebeln".
    Wir haben dann mal unsere Gäste gefragt, wieso es denen so schmeckt. Und die Antwort war immer die gleiche: " Es schmeckt wie Rumpsteak mit Schmorzwiebeln!" O.O
    Und das Beste ist eigentlich, dass die Zutaten vom unserem Gericht sehr identisch sind: nämlich Argentinische Steakhüfte und Pfälzer Kochzwiebeln.^^

    Und achja meine Eltern sind Vietnam-Chinesen, vielleicht einer der Gründe weswegen einige Deutsche denken, dass hinter den China-lokalen Vietnamesen stehen.
  5. #34

    Zitat von Graubi Beitrag anzeigen
    Da kann ich mich nur bei meinem Vorredner anschließen, das war wohl ein Griff ins ... Leere mit dem Restaurant. Pekingente und Fett???? Da darf kein Gramm drann sein. Und natürlich wird in einem ordentlichen Restaurant ALLES serviert, was zur Ente dazugehört, neben der köstlichen Haut und dem Fleisch, auch der Kopf und die Füßchen. Wer´s nicht essen will muß es nicht.
    Jaha, beim Kopf habe ich auch schonmal nach essbaren geschaut. Da blieb nur noch die Zunge.... schmeckte widerlich;-)

    Zitat von mr.tsui Beitrag anzeigen
    Und achja meine Eltern sind Vietnam-Chinesen, vielleicht einer der Gründe weswegen einige Deutsche denken, dass hinter den China-lokalen Vietnamesen stehen.
    Damit könnte glatt ich angesprochen sein. Ok, meine Stichprobe von 5-6 Restaurants ist sehr klein, dennoch gaben die sich größtenteils als Vietnamesen aus, es war nur ein einziger Kantonese dabei.
  6. #35

    =)

    wie bei mr.tsui führen auch meine eltern ein china restaurant.
    bei uns gibt es 2speisekarten. eine mit den "standart" china restaurant gerichten, eine mit original chin. speisen nach shanghai art(da wir shanghainesen sind).
    wobei ich sagen muss dass die "standart" china restaurant gerichte nicht unbedingt so eindeutscht sind wie viele behaupten.ich würde sagen es wurden einfach gerichte rausgepickt die deutsche ebenfalls essen oder gerne essen.

    seit einiger zeit sind wir auf die idee gekommen auch unseren deutschen gästen unsere chin. speisen anzubieten die auf der original chin. speisekarte stehen.jedoch bestand kein bedarf.leider können wir diese nur unseren chin. gästen anbieten, die es sehr schätzen und lieben=)
    die meisten deutschen gäste blieben bei ihren kross gebackene ente mit süß sauer soße.es gab mal einen kunden der wollte bei uns sogar spaghetti bestellen...
    tja..wie dem auch sei leider ist das so dass der grosteil der deutschen gar nicht an dem originalen chin. essen interessiert sind.

    was ich noch zu dem thema sagen möchte ist dass viele china restaurants/imbiss wie china box,china pfanne,china food etc von vietnamesen geführt sind, die echt keine ahnung davon haben wie chin. essen zubereitet wird oder eben einen anderen stil haben gerichte zuzubereiten...
  7. #36

    Ich saß neulich bei meinem Lieblingschinesen in Hamburg, bei dem es übrigens auch Tofugerichte gibt, und es kamen drei Amerikaner rein: Einer von ihnen fragte, ob er Pommes haben könne.
    In den Kommentaren zeigt sich ja sehr schön, wie daneben Fichtner mit seinem Artikel liegt. Der erweckt nämlich den Anschein, dass es an den Restaurant-Betreibern liegt, dass es hier keine authentische China-Küche gibt. In Wahrheit ist es aber der Gast, der das Angebot bestimmt (wie gerade Mr.Tsui und JinDuJun belegen).
    Und zu guter letzt, ist es auch ein alter Hut, dass dt. Chinaküche nicht gleich chin. Chinaküche ist.








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