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Fichtners Tellergericht: Mehr Küche statt Comedy!

Die Ära der TV-Köche neigt sich ihrem Ende zu. Was? Die hat doch gerade erst angefangen! Schon, aber das pointenlose Geplapper der Lafers und Wieners ist nur zu ertragen, wenn die kulinarische Leistung stimmt. Und die, weiß Ullrich Fichtner, lässt viel zu wünschen übrig.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...512313,00.html
  1. #20

    .

    Zitat von cortigiano Beitrag anzeigen
    Da es ja nunmal leider nicht so sehr um Inhalte sondern um Quoten geht, kommt das Schlimmste wahrscheinlich erst noch. Am peinlichsten ist Frau Wiener. Besonders auf ARTE, dort bedient sie auf's Trefflichste das Klischee des dummen deutschen Kochlöffels. ...
    Es kommt wahrscheinlich immer darauf an, aus welchem Blickwinkel man die Sendung sieht. Grade bei Sarah Wiener sieht man doch viel von der regionalen französischen Küche, von der man als Fernsehzuschauer meist sonst nichts mitbekommt. Vielleicht ist es nicht die beste Idee, das sie dann immer selber versucht, die Rezepte nachzukochen sondern sollte es den örtlichen Experten überlassen, aber ansonsten finde ich die Sendung sehr anregend.
  2. #21

    Fichters Tellergerichte

    Recht so!
    Ich dachte schon in einer kulturellen Minderheit zu sein.
    Alles fing mit dem unsäglichen Biolek an.
    Keine Ahnung habend aber rumlabernd.
    Nun denn, ich fühle mich wohl in einer gleichfühlenden Gemeinschaft!
    Nach nur einem wenigige Tage dauernden Kurzaufenthalt in Italien weiss ich, dass wir immer noch 'Lichtjahre'von jener ganz normalen, einfachen Küche entfernt sind.
    Nur soviel zunächst...
    Grüsse an alle Gleichwissenden!
  3. #22

    Lll

    Zitat von arkon_de Beitrag anzeigen

    LLL halte ich übrigens für eine recht gelungene Mischung zwischen Unterhaltung und Kochen.
    Lichter finde ich persönlich meist unterhaltsam und Lafer merkt und sieht man seine Passion für Kochen und gutes Essen in jeder Sendung aufs neue an.
    Gäste sind immer ein Problem, es gibt gute und schlechte, einige tun dem Essen gut andere der Unterhaltung, einige tun garnicht gut, aber das weiss man vorher nicht:-)
    Ok, jeder fühlt sich eben von anderen Dingen unterhalten... *zwinker*
    Ich kenne Lichter schon von seinen früheren Kurzauftritten im WDR-Fernsehen und finde, das gerade er sich in dieser ZDF-Sendund weit unter Niveau verkaufen "muß"...evtl. als dramaturgischer Widerpart zu Lafer....
  4. #23

    Gallopierende Gefallsucht

    Schon seit langem scheint es mir so zu sein, dass nicht mehr das Kochen an sich, sondern die unsäglich dargestellte Egozentrik einiger Köche hier die Hauptrolle spielt. Gags haben Vorrang vor gutem Essen.
    Wenn ich dann so etwas lese wie:"Tokany von der Kalbsleber mit Pallfy-Knödeln", dann frage ich mich was das soll. Muss das irgendein Mensch verstehen? "Tokany" , welch tolles Wor, oder "Pallfy-Knödel". Was ist das, was soll das. Zu meiner Ausbildungszeit als Koch (1964 - 1967) haben wir Begriffe verwendet wie "Cremesuppe Jenni Lind" oder "Kalbssteak Hollstein" da wussten auch nur wir was das war. Dann kam "dem Herren sei dank" eine Zeit in der wir erklärt haben was auf den Tellern war. Manchmal etwas umschweifig, aber immerhin erklärt. Nun solch ein Gemisch von Begriffen die kein Ar... mehr kennt.
    Was soll das, dient das der Kochkunst, dient das dem Essen?
    MENSCH ÜBERLEGT MAL MIT WAS iHR UMGEHT! Kein Beruf kommt so nahe an die Menschen ran wie der des Kochs. Alles was wir da zurechtzaubern wird ein Teil dessen der es isst, es wird sein Fleisch, seine Haut, sein Schweiß und seine Tränen. Darum sollte man auch wirklich mit aller Vorsicht mit denen umgehen, die sich in unsere Obhut begeben. Etwas weniger Selbstgefälligkeit wäre da schon toll.
  5. #24

    Lichter

    Zitat von EduardDeCoppeneur Beitrag anzeigen
    Ok, jeder fühlt sich eben von anderen Dingen unterhalten... *zwinker*
    Ich kenne Lichter schon von seinen früheren Kurzauftritten im WDR-Fernsehen und finde, das gerade er sich in dieser ZDF-Sendund weit unter Niveau verkaufen "muß"...evtl. als dramaturgischer Widerpart zu Lafer....
    Vom Kochpart bei Lichter rede ich nicht, er hat in andere Sendungen gezeigt das er deutlich mehr kann als er da zeigt.
    Wobei ich mir nicht sicher bin ob am Anfang nicht doch eher die Ablenkung schuld war als der Plot.
    Ich mag aber einfach seine Art, manche von den Dingen die er so loslässt hört er wohl auch erst wenn sie schon drausen sind:-)
  6. #25

    Immer wenn der Kulturredaktion die Ideen ausgehen...

    ... wird im Zufallsverfahren eine populäre Fernsehsendung verrissen.
    Ich habe mir eben die beschriebene Episode von "Kochen bei Kerner" angeschaut (zdf.de) und die vermeintlich grauenhafte Sendung war keinesfalls schlecht. Wenn das Motto der Sendung nunmal einen Gulasch nach traditionellem Rezept empfiehlt, dann bedeutet das eben dass das Gemüse nach 20 min köcheln in dunklem Sud keine leuchtenden Farben mehr hat! Genauso verständlich ist die benennung der Gerichte mit ihren althergebrachten Namen, wer sich das nicht merken will muss ja nicht.

    Ich gebe zu die Qualität der Köche ist unterschiedlich und ich könnte auf den einen oder anderen verzichten. Aber keiner fällt so aus dem Rahmen dass es eine schlechte Sendung ist.

    Und auch wenn sich das Sendekonzept hin zu mehr Unterhaltung gewandelt hat, steht das kochen immernoch im Mittelpunkt und man kann etwas lernen. Es ist keine Schritt für Schritt Anleitung zum synchronkochen aber es werden alle wichtigen Informationen gegeben um es selber zu kochen wenn man einigermassen kochen kann.
  7. #26

    Abwarten !

    Zitat von rogergerry Beitrag anzeigen
    Nach nur einem wenigige Tage dauernden Kurzaufenthalt in Italien weiss ich, dass wir immer noch 'Lichtjahre'von jener ganz normalen, einfachen Küche entfernt sind.
    Nur soviel zunächst...
    Grüsse an alle Gleichwissenden!
    Wenn unseren allwissenden Kochartisten die Ideen und die Zuschauer ausgegangen sind, werden sich eines Tages neue Bescheidwisser und Trendsetter finden, die die normalen, einfachen, aber ess- und kochbaren Gerichte als "Neue Bescheidenheit", "easy cooking" oder "historical eating" präsentieren.

    Vielleicht kann sich eines Tages das Heer der Fernsehzuschauer auch keine Trüffeln, Jacobsmuscheln, Langusten, Kaviar, Himalayasalze, Safran (bitte nur den echten!) - vielleicht sogar keine violetten Kartoffeln mehr leisten ?
  8. #27

    Schon erstaunlich..

    ...was hier an aufgestautem Hass abgesondert wird.

    Ein Hallo ins Forum!

    Mir sind die Angriffe auf die beiden Sendungen im ZDF (namentlich "Kerner" und "Lafer! Lichter! Lecker!") offen gesagt ein Rätsel. Obwohl ich sehr oft geneigt bin, Hr. Fichtner mit seinen Beiträgen zuzustimmen - aber hier hat er ganz tief ins Klo gegriffen.
    Das kann passieren; jeder hat einen schlechten Tag - so ist es ja grundsätzlich auch mit Fernsehsendungen (ob da nun gekocht wird oder gemordet ist ja völlig zweitrangig). Aber mit welcher Vehemenz hier manch einer auf die Köche/Akteure der Sendungen eindreschen - das ist schon erstaunlich. Handelt es sich eigentlich ausschließlich um Masochisten oder sonst irgendwie Vorgeschädigte? Ich persönlich Privatfernsehen zum kotzen; wie auch die ständige Werbung dort - meine Konsequenz: Ich schaue mir das nicht an. Es ist in meinen Augen gelinde gesagt etwas krank, sich eine Sendung anzusehen, nur um sich aufregen zu können.
    Ohne auf den Einzelnen eingehen zu wollen, aber:
    Ich war in beiden Sendungen bereits zu Gast, ich verpasse selten eine der besagten Sendungen - auch wenn mir z. B. das Motto "Fisch aller Art" signalisiert, daß ich garantiert nichts nachkochen werde, da ich Fisch nicht mag. Wenn jemand zu dumm ist, ein Rezept nachzukochen, dann kann auch ein Johann Lafer nicht mehr helfen. In meiner Küche steht ein Rezeptordner in ordentlichem Umfang; darin befinden sich sehr viele Rezepte aus den o. g. Sendungen. Allerdings habe ich noch nie (!) ein Rezept dem Buchstaben getreu mit der Stoppuhr in der Hand nachgekocht
    Das zeigt aber deutlich, wie weit es mit der eigenen Kreativität in der Küche her ist.
    Es ist wie bei vielen Sachen im Leben - wer es nicht kann, soll die Finger davon lassen.
    Mit welcher Arroganz hier bisweilen ein Lebenswerk oder eine Lebenseinstellung mit Füßen getreten wird - das hat schon eine ganz neue Dimension. Nicht, daß ich S. Wiener für eine Köchen halten würde - davon bin ich weit entfernt, geschweige denn halte ich ihr Auftreten für passend. Aber wenn man sich schon daran hochzieht, wierum jemand (Andreas Carl Studer) seine Mütze aufsetzt - das zeigt doch deutlich den Neid der Besitzlosen. Es zwingt euch niemand, diese Sendungen anzuschauen oder gar etwas nachzukochen. Im Gegensatz zu manchen "Kritikern" hier aber haben es die Kochonkels in der Glotze zu was gebracht - und werden und wurden von Gault Millau oder Michelin ausgezeichnet, für das, was sie machen und können.
    Johann Lafer ist das, was man einen Gott nennen könnte - in mehrfacher Hinsicht. Unübertroffen ist seine Kunst, Essen anzurichten (schon mal was von "Das Auge ist mit" gehört?). Natürlich ist das keine zwingende Voraussetzung für guten Geschmack; ich betreibe ja diesen Aufwand daheim auch nicht.
    Ich habe Spaß und Freude an diesen Sendungen und mit den Protagonisten - ich lerne jederzeit gerne dazu. Ich koche nach; ich probiere, ich experimentiere - und ich werde fuchsteufelswild, wenn es nicht klappt. Meistens tut es das aber - gerade eben weil ich abweiche oder mich meinem oder dem Geschmack meiner Gäste anpasse.
    Aus welchen Gründen auch immer - ich habe mittlerweile Wartelisten fürs von mir zubereitete Essen; im Urlaub koche ich regelmäßig für mehr als 10 P mit den Mitteln einer normalen Einbauküche; entweder lügt mir also mein kompletter Freundes- und Bekanntenkreis ins Gesicht oder die Sachen sind wirklich nicht so schlecht.

    Mir schmeckts zumindest!

    Klaus








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