Wer sich mal richtig den Appetit verderben will, sollte sich das neue Buch von "Foodwatch"-Chef Thilo Bode über den agro-industriellen Komplex einverleiben. Seine kritischen Thesen überwürzt er zwar - aber wer gutes Essen mag, schätzt es nach dieser Lektüre um so mehr.
Ach Herr Fichtner, wenn das Leben doch so einfach währe. Essen ist doch Kultur, oder ? Kultur wird doch von der Gesellschaft geprägt, oder ? Also auch das Essen hängt mit der Kultur zusammen und die Kultur wird durch die Gesellschaft geprägt und die Lebensmittelindustrie produziert was das Volk will und die Presse ist so wie das Volk sie will und das Fernsehen.....
Nur die wirklichen klugen Köpfe fehlen, die eine Aufklärung betreiben, die das Volk annimmt.
Aber alles wird gut. Nein nicht gut, nur ein wenig besser. Alarmismus hilft da wenig. Morgen geht die Welt unter und übermorgen auch
Meine Bekannten haltn mich für verrückt weil ich mir z.B. ein Olivenöl für 16€/Ltr. leiste, und nicht das billige Pflanzenöl für weniger als einen €*vom Discounter.
Dafür darf dass synthetische Motoröl für deren Auto durchaus 10€/ltr. kosten - ihr Auto ist ja auch mehr wert als ihr Körper.
Naja, deren Genuss geht ja auch nicht durch den Magen sondern durch den Gasfuss.
Solange die Werte so verteilt sind wird sich an der Billigküche nichts ändern.
J.K.
Dieser Artikel sagt eigentlich nicht sonderlich viel aus, ist dafür aber "sehr spannend" geschrieben. Vielleicht sollte man ihn nicht als richtungsweisend für künftige "Spiegel"-Arbeit verwenden.
Mir ist schon vor Jahren ziemlich mies im Magen geworden als ich das Buch von Anthony Bourdain "Geständnisse eines Küchenchefs" gelesen habe.
Nun noch Herr Bode, bin mir nicht sicher, ob ich mir das antuen werde, denn ich liebe gutes Essen und koche leidenschaftlich gern....aber es ist lobenswert Mißstände anzuprangern!
Grüße