Fiat baut um: Chrysler heißt jetzt Lancia

Bei Chrysler beginnt*die italienische Ära:*Die europäischen Vertriebspartner der US-Marke müssen demnächst ihre Logos austauschen, die Marke aus Auburn Hills findet hierzulande nicht mehr statt. Einige*Autos der Amerikaner wird es nach wie vor geben - aber als Lancia-Modelle.

http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...724716,00.html
  1. #1

    Oh je, Oh je!

    Armes Lancia! Was hast Du nur schlimmes verbrochen, dass Du demnächst die Karren von Chrysler unter Deinem Markennamen verkaufen musst?

    Das war es dann ja wohl endgültig mit Dir. Schade!
  2. #2

    mmhh...

    ...ich wage es mal, zu behaupten, viele der bisherigen Chrysler-Kunden haben sich ein solches Fahrzeug gekauft, um damit auch ihrer USA-Affinität Ausdruck zu verleihen. Diese Möglichkeit wird ihnen jetzt mit einem Badge-Engineering, wie es besser nicht von General Motors hätte kommen können, genommen. Im Gegenzug glaube ich nicht, daß sich italophile Autofahrer einen Amischlitten mit Lancia-Emblem in die Garage stellen wollen. Wenn das mal gut geht...
  3. #3

    .

    Schon schade, daß Fiat Lancia so hat verkommen lassen. Wenn ich da so an den Delta Integrale oder den Thema 8.32 denke...
  4. #4

    Traurig

    Ich war mal Lancista, das ist lange her. Seit den Zeiten der seligen Integrales oder Beta Sportwagen hat Lancia doch fast nur noch Langweiler oder Schrulligkeiten gebaut. Es ist traurig diese einstmals grandiose Marke "den Bach runter gehen" zu sehen. Ein langer Abstieg geht in die nächste, vielleicht letzte Runde.
    Immer noch baut Lancia Autos mit edlem Interieur, das ist aber fast das einzige, was geblieben ist. (innen war der äußerlich zu exzentrische Thesis den deutschen Luxusmarken mindestens ebenbürtig, wenn nicht überlegen, aber das weiss ja keiner) Und das ist etwas, was die Amis so garnicht können. Selbst US-Luxusautos sind innen billige Plastikflundern ohne Stil und Geschmack. Da kann Lancia den Amis wirklich etwas beibringen.

    Aber jetzt das: Badge-engineering! Es ginge ja noch an, wenn italienischer Schick in die USA importiert und auch dort gebaut würde, aber leicht retuschierte Ami-Massenware mit Lancia-Emblem? Gute Nacht. Den 200 will hier keiner sehen, soviel steht fest. Kaum ein Lancista will einen Chrysler mit Lancia-Logo, und kaum ein Chrysler-Fan ein Auto mit italienischem Markennamen, auch wenn es eigentlich ein US-Produkt ist.
    Ein aufgehübschter neuer Chrysler 300 zu BMW 5er-Preisen (so etwas befürchte ich) wäre der Untergang.
    Italienisches Design mit typischem Lancia-Edel-Interieur auf robusten, von Italienern geschärften US-Fahrwerken mit langlebigen, sparsamen Motoren zu attraktiven Preisen aufgrund wesentlich größeren Stückzahlen, die deutsche Marken DEUTLICH (sprich 20%) unterbieten, nur das ginge vielleicht. Nur mit technisch und optisch WIRKLICH konkurrenzfähigen Produkten zu deutlich günstigeren Preisen kann Lancia sich wieder aufrappeln.
  5. #5

    Schlimm

    Ich bin sicher: Diese Mogelei werden weder die Chrysler-Kunden, noch die Lanci-Kunden mitmachen.

    Wieder ein Nagel mehr im Sarg dieser beiden einstmals so stolzen Marken.

    Vorallem um Lancia tut es mir wirklich leid.
  6. #6

    Das lange Gedächtnis der Konsumenten bleibt!

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Chrysler beginnt*die italienische Ära:*Die europäischen Vertriebspartner der US-Marke müssen demnächst ihre Logos austauschen, die Marke aus Auburn Hills findet hierzulande nicht mehr statt. Einige*Autos der Amerikaner wird es nach wie vor geben - aber als Lancia-Modelle.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...724716,00.html
    Auch FIAT wird sich an Chrysler die Zähne ausbeißen wie einige Hersteller vorher, denke ich. Und als Konsument kann ich dazu etwas beitragen. In den 70ern versuchte ich es mit einem Simca-Chrysler Horizon, was ein Desaster wurde. Später, in den USA der 90er Jahre gab ich noch einmal einem Chrysler Le Baron eine Chance, was zum gleichen desaströsen Ergebnis führte. Das war es für immer.

    Die sich unter allem internationalen Standard befindliche Herstellungs-Philosophie hier in den USA, vom Management herunter bis zum Schrauber am Band, ist aufgrund der übermächtigen UAW (Union der Auto-Arbeiter) wohl kaum zu brechen. Das hatte selbst Dieter Zetsche von Mercedes-Benz schmerzhaft erkennen müssen. Allerdings passen FIAT und Chrysler hier am ehesten zusammen.

    Ob das ganze eine blühende Zukunft hat, bezweifle ich aber. Da hilft auch der Name Lancia nicht viel. Die Konsumenten sind nicht soooo dumm und haben, wie in meinem Fall, ein gaaaanz langes Gedächtnis.
  7. #7

    Lancia, Fiat, Chrysler...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei Chrysler beginnt*die italienische Ära:*Die europäischen Vertriebspartner der US-Marke müssen demnächst ihre Logos austauschen, die Marke aus Auburn Hills findet hierzulande nicht mehr statt. Einige*Autos der Amerikaner wird es nach wie vor geben - aber als Lancia-Modelle.

    http://www.spiegel.de/auto/aktuell/0...724716,00.html
    Beobachte schon eine ganze Weile die Vorgänge um diese Neue Fiat-Gruppe, die letztes Jahr im Sommer im Zuge der "Insolvenz" nach US-Recht von Chrysler entstanden ist.
    Da alle Aufmerksamkeit auf die Opelkrise gerichtet war, ging Chrysler's schrittweise Übernahme durch Fiat medial komplett unter.
    Für Chrysler ist es die letzte Chance auf dem weltweiten Automarkt zu überleben und angesichts der US-Zahlen, die bereits die zuletzt eher betagten Modelle erreichen, scheint der Wandel in die richtige Richtung zu gehen.
    Chrysler fehlte die technische Kompetenz im Kleinwagen und Kleinmotorenbereich, um in diesem in der Zukunft immer wichtigeren Sektor konkurrenzfähig zu sein, während Fiat kaum Kompetenz bei Premiummodellen, SUV's und 4*4-Technologie aufzuweisen hat. Nicht zu Vergessen; die Marke Jeep ist wirklich ein Schmuckstück.
    Auch Fiat wollte/letztendlich mußte unbedingt größer werden um die Kosten für Neuentwicklung von Motoren, Plattformen, Modulen, anderen Teilen usw. auf viele Modelle auf beiden Seiten des großen Teichs zu verteilen; Vorbild ist in erster Linie der VW-Konzern.
    Wichtig wird sein wie die neuen Modelle der Gruppe einschlagen; der neue Chrysler 200 wird in den USA ein erster Prüfstein sein.
    Kompliment an die US-Regierung, die angesichts der eher schlechten Industriepolitik der vergangenen Jahre, diesmal es richtig machte, GM und Chrysler rettete, den Verkauf Opels an Magna und Co. verhinderte und so dafür sorgte, daß Automobilindustrie in den USA weiter eine Zukunft hat...
    Endlich mal eine zukunftsweisende Politik... :)

    Bin gespannt wie sich das ganze entwickelt und wie die Kunden auf die Modelle von Fiat, Alfa, Lancia usw. in Europa und von Chrysler, Dodge, Jeep, Ram usw. in den USA reagieren werden...

    Viele Grüße aus Südtirol...
  8. #8

    Manager-Irrtum

    Lancia steht für italienische Eleganz und Ingenieurskunst.

    Chrysler steht in Europa für gar nichts ausser vielleicht einen echten Mangel an Eleganz und Ingenieurskunst (der 300C war ja ein Mercedes).

    Wenn der Lancia Grand Voyager so bleibt wie gezeigt, wird Lancia untergehen.
  9. #9

    ....

    Zitat von assiwichtel Beitrag anzeigen
    Schon schade, daß Fiat Lancia so hat verkommen lassen. Wenn ich da so an den Delta Integrale oder den Thema 8.32 denke...
    Fiat gibt seinen Marken ziemlich viel Freiraum.
    Alfa hat es verstanden wie man Autos baut die der Kunde will aber bei Lancia wurde es von Modell zu Modell immer grausamer.
    Mein Kappa fuhr sich zwar prima und sehr zuverlässig, war aber auch schon grottenhäßlich.
    Hätte der Opel Deal geklappt wäre Lancia schon längst Geschichte.

    Mit den beiden hier haufgeführten Modellen hat man allerdings bei Lancia auch keine müde Mark verdient.
    Auch wenn es geile Karren sind waren es doch nur zwei zusätzliche Sargnägel.