Feuerstein und Andrack packen aus: Harald Schmidt, der faule Diktator

DPAWenn Ex-Partner plappern: Im neuen SPIEGEL äußern sich Manuel Andrack und Herbert Feuerstein ziemlich deutlich über Harald Schmidt. Die Zukunft des Entertainers sehen sie unterschiedlich, einig sind sie in einem - Harry kann auch dirty sein, "wie ein afrikanischer Diktator".

http://www.spiegel.de/kultur/tv/0,1518,830467,00.html
  1. #110

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Erwarten Sie nach ca. 25 Jahren die wortwörtliche Widergabe? Das kann ich nicht, aber andere Foristen haben das bereits in etwa auch so gesehen: Selbstdarsteller, eigenverliebt, kein guter Kabarettist. Er war damals Mitglied bzw. nicht mehr im "Kommödchen" und soweit ich mich erinnere, Anlaß war eine Sendung zu einem runden Jubiläum von Lore Lorentz bzw. dem "Kommödchen", das sie mit ihrem Mann Kay(der eigentlich der Chef war) führte.
    Lesen Sie #19!
    Das ist natürlich wirklich eine "vernichtende" Kritik. Soweit ich weiß, hat Harald Schmidt nie bestritten ein Selbstdarsteller zu sein und eigenverliebt ist wohl mehr oder weniger jeder Mensch. Ob er sich jemals als guter Kabarettist gesehen hat , weiß ich nicht, ich glaube, das war ihm stets ziemlich egal.

    Schmidt hat dazu in einem Gespräch mit Günter Gaus einmal gesagt:
    "Das war mein Problem beim "Komödchen". Ich wollte eigentlich nur der Lustigste sein und der, bei dem die Leute am meisten klatschen. Das "Komödchen" hatte dank Lore Lorentz eine Botschaft. Sie haben immer gesagt, sie wollen das andere, das bessere Deutschland."

    Nun ja, auch die Nationalsozialisten und Ulbrichts Einheitssozialisten wollen das "andere, das bessere Deutschland", Sie erinnern sich sicher was daraus jeweils geworden ist.
  2. #111

    Zitat von P.Delalande Beitrag anzeigen
    Das ist natürlich wirklich eine "vernichtende" Kritik. Soweit ich weiß, hat Harald Schmidt nie bestritten ein Selbstdarsteller zu sein und eigenverliebt ist wohl mehr oder weniger jeder Mensch. Ob er sich jemals als guter Kabarettist gesehen hat , weiß ich nicht, ich glaube, das war ihm stets ziemlich egal.

    Schmidt hat dazu in einem Gespräch mit Günter Gaus einmal gesagt:
    "Das war mein Problem beim "Komödchen". Ich wollte eigentlich nur der Lustigste sein und der, bei dem die Leute am meisten klatschen. Das "Komödchen" hatte dank Lore Lorentz eine Botschaft. Sie haben immer gesagt, sie wollen das andere, das bessere Deutschland."

    Nun ja, auch die Nationalsozialisten und Ulbrichts Einheitssozialisten wollen das "andere, das bessere Deutschland", Sie erinnern sich sicher was daraus jeweils geworden ist.
    Nun ja, 1. haben Sie das o.g. Zitat sicherlich irgendwo bei Google gesucht und gefunden;
    2. finde ich Ihren letzten Satz einfach absurd und
    3. jeder (oder sehr viele)beschweren sich, daß die Menschen in D von staatswegen am besten gleichgeschaltet werden sollten. Und genau das beobachte ich hier. Eine andere Ansicht wird attackiert, manchmal sehr verletzend, oder der Andere sollte doch bitteschön klein beigeben.
    Hätte die Menschheit nicht die Vorreiter für den Fortschritt, auch den politischen, hervorgebracht, würden wir immer noch in Höhlen hausen und die Männer müßten mit Keulen auf die Jagd gehen, während die Frauen das Feuer und die Kinder hüteten.
  3. #112

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    Nun ja, 1. haben Sie das o.g. Zitat sicherlich irgendwo bei Google gesucht und gefunden;
    Ich gebe zu, dass ich mir den jeweiligen Wortlaut solcher Aussagen nicht im Detail merke, es ist nur entscheidend, dass man weiß wo es zu finden ist.

    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    2. finde ich Ihren letzten Satz einfach absurd und
    Nun ja, Sie können das absurd finden, die damit verbundenen historischen Tatsachen werden Sie wohl nicht leugnen können.


    Zitat von homecat Beitrag anzeigen
    3. jeder (oder sehr viele)beschweren sich, daß die Menschen in D von staatswegen am besten gleichgeschaltet werden sollten. Und genau das beobachte ich hier. Eine andere Ansicht wird attackiert, manchmal sehr verletzend, oder der Andere sollte doch bitteschön klein beigeben.
    Seltsam, dass gerade Sie das hier anführen. Ist Ihnen gar nicht aufgefallen, dass es genau das ist was Sie selbst tun, wenn Sie Schmidt vorwerfen nicht der Kabarettist zu sein, den Sie sich wünschen? Ist es nicht die Sache von Schmidt selbst, zu entscheiden wer oder was er sein will?
  4. #113

    Zitat von P.Delalande Beitrag anzeigen
    Ich gebe zu, dass ich mir den jeweiligen Wortlaut solcher Aussagen nicht im Detail merke, es ist nur entscheidend, dass man weiß wo es zu finden ist.

    Nun ja, Sie können das absurd finden, die damit verbundenen historischen Tatsachen werden Sie wohl nicht leugnen können.

    Seltsam, dass gerade Sie das hier anführen. Ist Ihnen gar nicht aufgefallen, dass es genau das ist was Sie selbst tun, wenn Sie Schmidt vorwerfen nicht der Kabarettist zu sein, den Sie sich wünschen? Ist es nicht die Sache von Schmidt selbst, zu entscheiden wer oder was er sein will?
    Sicherlich ist meine Wahrnehmung bzgl. H.S. beeinflußt worden von den Aussagen von Lore Lorentz, aber ich habe ihn mir trotzdem nicht nur einmal angeschaut. Er war aber nicht nach meinem Geschmack und nur das habe ich hier im Forum dargelegt.
  5. #114

    Zitat von tüttel Beitrag anzeigen
    Solch aufgeblasene Überheblichkeit und Arroganz macht sich überhaupt nicht gut, wenn man Zuschauer vermeintlich niveau- und kulturvoll unterhalten will.
    Arroganz rächt sich immer. Vielleicht nicht heute oder morgen, aber dann eventuell übermorgen. Und dieses Übermorgen ist für Schmidt jetzt gekommen. Seine Tournee musste abgesagt werden und SAT.1 hat ihn hochkant rausgeworfen. (Und Feuerstein und Andrack machen ihn im SPIEGEL runter.)

    Dieser Niedergang muss bitter sein für einen, der so erfolgsverwöhnt ist und dem jahrelang gesagt wurde, er sei der Größte. Mit solchen Rückschlägen kommt jemand, der ein derart aufgeblasenes Ego hat wie Schmidt, mit Sicherheit überhaupt nicht klar - auch wenn er das nie zugeben würde.

    Vor allem wird ihm absolut klar sein, dass er nie wieder den Olymp erreichen wird, denn für die deutschen Sender ist er verbrannt. Mittlerweile ist jedem Sendeverantwortlichen klar, dass man mit Schmidt bloß viel Geld verliert. Das war so lange ok, wie man mit ihm das Senderprestige aufpolieren konnte. Aber dem ist schon seit langem nicht mehr so. Deswegen wollte ihn die ARD nicht mehr, und jetzt will ihn auch SAT.1 nicht mehr. Gut möglich, dass sich da jetzt auch im Hintergrund Leute an ihm rächen, die noch eine Rechnung mit ihm offen haben.
  6. #115

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn Ex-Partner plappern: Im neuen SPIEGEL äußern sich Manuel Andrack und Herbert Feuerstein ziemlich deutlich über Harald Schmidt. Die Zukunft des Entertainers sehen sie unterschiedlich, einig sind sie in einem - Harry kann auch dirty sein, "wie ein afrikanischer Diktator".

    Feuerstein und Andrack*packen aus: Harald Schmidt, der faule Diktator - SPIEGEL ONLINE
    Was ist eigentlich mit Natalie u. dieser unsäglichen Bauerfeind?
    Sind die mittlerweile auch mit Schmidti verfeindet?

    Natalie war zwar nie wirklich witzig, aber irgendwie schon komisch...

    Die Bauerfeind war dagegen noch ein tieferer Griff ins Klo als Oli Pocher. Zum Glück hat sie irgendwann dann doch Auftrittsverbot gekriegt. Allerdings wundere ich mich schon, dass jemand wie Harald Schmidt nicht merkte, dass diese Frau keine Pointen liefern kann - oder war es ihm egal?
  7. #116

    Zitat von fleppmo Beitrag anzeigen
    Die Bauerfeind war dagegen noch ein tieferer Griff ins Klo als Oli Pocher. Zum Glück hat sie irgendwann dann doch Auftrittsverbot gekriegt. Allerdings wundere ich mich schon, dass jemand wie Harald Schmidt nicht merkte, dass diese Frau keine Pointen liefern kann - oder war es ihm egal?
    Schmidt wollte seine Show halt verjüngen und mit einer hübschen Komikerin auch optisch attraktiver machen. Bauerfeind war auf jeden Fall jung, sicher auch hübsch - bloß eine Komikerin war sie nicht. Sie ist fundamental unkomisch und bloß eifrig um komische Wirkung bemüht.
  8. #117

    Mein Profil

    Zitat von gekko88 Beitrag anzeigen
    In Zeiten wo kantenlose und angepasste ehemalige Talkshowmoderatoren wie Pilawa, Zietlow, Int-Veen usw. durch die Fernsehlandschaft hüpfen und zu besten Sendezeiten ihre schlechten Texte von Tafeln ablesen dürfen, finde ich es schade, dass jemand wie Schmidt nun gehen muss (von Markus Lanz will ich gar nicht erst anfangen).
    Man muss ihn nicht mögen aber er ist nicht im Ansatz so seelenlos wie das, was wir in Zukunft im Fernsehen erwarten dürfen.
    Ja, wirklich schade.
    Er war eigentlich nie langweilig, super Timing.
    Seine Mimik - unerreicht.
    H. S. beherrscht sein Fach.
  9. #118

    Mein Profil

    Zitat von SteveFfm Beitrag anzeigen
    Die Krux ist doch, dass das Kabarett, das traditionell links steht, seinen natürlichen Feind verloren hat. Kohl als Sinnbild für den Konservatismus ist abgetreten, die 68er haben die Regierung übernommen. Jetzt drängelt sich alles in der Mitte, der Zeitgeist ist linksliberal. Viele Kabarettisten haben sich somit von Regierungskritikern zu willigen Hofberichterstattern gewandelt.
    Sehr schön analysiert, bringt die Sache auf den Punkt.
    Aber noch etwas übersehen die Fans vom traditionellen Politkabarett á la Hildebrandt: Diese Form ist einfach überholt. Verglichen mit der bildenden Kunst ist "Scheibenwischer" ein röhrender Hirsch vor Alpenkulisse, Harald Schmidt hingegen Postmoderne.
  10. #119

    Ich fand seine show (mit Ausnahme der Pocher-Episode) eigentlich immer recht unterhaltsam. Richtig "falsch" war nur die Sendezeit. 23.15 Uhr ist für normale Menschen eindeutig zu spät!