Die Erkenntnisse sind so alt wie die Hausmittelchen meiner Oma. Und dazu die immer wieder "überraschende" Erkenntnis: mangelnde Bewegung.
CorbisJeder dritte Erwachsene hat eine Fettleber, doch längst nicht alle Betroffenen wissen das - sie haben zunächst kaum Beschwerden. Langfristig können aber Diabetes und Leberkrebs entstehen. Ärzte fordern jetzt, die Fettleber als Vorzeichen für Krebs einzuordnen.
http://www.spiegel.de/gesundheit/ern...-a-864183.html
Die Erkenntnisse sind so alt wie die Hausmittelchen meiner Oma. Und dazu die immer wieder "überraschende" Erkenntnis: mangelnde Bewegung.
Wurde in früheren Zeiten die Syphilis auch als maladie française bekannt ( der im Pariser Exil lebende Heinrich Heine starb an dieser Lustseuche ) so ist heute die Fettleber infolge tagtäglichen Weingenusse zur heutigen Franzosenkrankheit geworden.
Da jedoch das Weintrinken inzwischen in ganz Europa zu lieben Lust wurde, ist leider auch die Fettleber Kulturgut im christlichen Abendland geworden.
Die als Sensation aufgemachte Story über Zusammenhänge zwischen Fettleber und Leberzellkrebs auch ohne bestehende Leberzirrhose bezieht sich auf "die ersten Ergebnisse der FLIP-Studie (Fatty Liver: Inhibition of Progression)". Der angegebene Link führt zu einer Presseerklärung vom 28.6.2012 der "United European Gastroenterology" http://www.ueg.eu/. Dieser Verband ("professional non-profit organisation combining all the leading European societies concerned with digestive disease") und seine Mitgliedsgesellschaften werden massiv von pharmazeutischen Firmen gesponsort. Nur ein Beispiel: http://www.endoclubnord.de/german/sponsoren.html.
Die dahinter stehenden Interessen zielen auf die Ausweitung unbelegter Diagnostik und Behandlung, vor denen ich als Arzt Patienten nur warnen kann.
Bei der nach Angaben von SPON studierten Physikerin muss man entweder grenzenlose Naivität oder schwere Interessenkonflikte annehmen. Beides ist inakzeptabel!
Na, da hat wohl wer gestern Quarks & Caspers geschaut...
Es ist schon ein Kreuz mit diesem Leben. Jeden Tag neue Katastrophen. Erst werden ganze Völkerscharen unbemerkt ermordet, weil die Zunft der Pathologen nicht jede einzelne Leiche (kostenpflichtig) untersucht und jetzt siecht die deutsche Community dahin, weil McDonald und Coca Cola ihre Lebern krebsig zerfressen.
Komisch nur, dass ich bei der großen Mehrzahl der Patienten, die seit 30 Jahren ziemlich zahlreich sonografiere eindeutige Strukturverdichtungen und damit "Fettlebern" feststelle, in der ganzen Zeit aber noch KEINE einzige Krebserkrankung ohne vorhergehende Virushepatitis und/oder Alkoholzirrhose.
Die arme Zunft der Gastroenterologen scheinen vom gleichen arbeitslosigkeitserzeugenden Vermehrungsdruck geplagt zu sein, wie die Aufschneider der Pathologenzunft. Da muss dringend Geschäft generiert werden. Aber vorher vielleicht die Todesursachenstatistik anschauen. Die ordnet die Gefahr dort ein wo sie hingehört: Halloween!
"Doch während früher Alkohol die Hauptursache für die sogenannte Steatose war, gehören heute fette und süße Nahrung, mit Fruchtzucker gesüßte Softdrinks und Bewegungsmangel zu den wichtigsten Auslösern." Also bei Wikipedia steht nichts darüber, dass Fett Fettleber auslöst. Ich glaube das ist der gleiche Mythos wie "wer viel Cholesterin isst, hat schlechtere Cholesterinwerte"... Und wenn ich mehr Hirn esse wiegt mein Hirn danach mehr, oder was? ;)
Es scheint eher der Zucker und Eiweißmangel zu sein, der dafür verantwortlich ist. Und seltsamerweise wird auch immer propagiert wenig Eiweiß zu essen oder? Aber gleichzeitig sagen "viel Obst essen!" Das sind unsere Ernährungsexperten!
Na wenn es nicht bei Wikipedia steht, dann kann es nicht stimmen...das ist mal ne Logik !
Oder "Die Geister, die ich rief". Alles hat zwei Seiten - auch die Medizin. Immer mehr Ärzte, Therapeuten, Hersteller produzieren eben nicht nur das Sinnvolle, sondern eben "alles Mögliche". Und alle wollen leben - und dazu brauchen sie (wir) nun mal Kundschaft...
Und dazu kommt noch das unbeliebte Phänomen der Sterblichkeit. Da Gesundheit eben endlich ist, wird man auch immer irgendwelche "ungesunden" Tendenzen finden, die man dann pathologisieren und behandeln kann. Kurz, ein Fass ohne Boden.