Festrede in den Niederlanden: Gauck gedenkt Befreiung von Nazi-Herrschaft

DPAAls erster Deutscher hat Joachim Gauck beim niederländischen Gedenktag zum Ende der Nazi-Besatzung gesprochen. Der Bundespräsident betonte, man müsse "gemeinsam die Befreiung vom nationalsozialistischen Joch" feiern. Im Vorfeld hatte es Kritik an seiner Einladung gegeben.

http://www.spiegel.de/politik/auslan...831509,00.html
  1. #1

    »Vor dem Besuch gab es auch Kritik an der Einladung für Gauck zum "Befreiungstag". Dabei geht es unter anderem um die Forderung nach Auslieferung des früheren Waffen-SS-Mannes und mutmaßlichen Kriegsverbrechers Klaas Carel Faber. Er wurde in den Niederlanden zunächst zum Tode und dann zu lebenslanger Haft verurteilt. Die deutsche Justiz verweigert aber die Auslieferung des inzwischen 90-Jährigen.«

    Und deswegen ist es verlogen, wenn Herr Gauck behauptet, »wir Deutsche« hätten uns »der Last und der Schuld der Geschichte gestellt«. Das hat vielleicht die DDR gemacht - weshalb Herr Gaucks Vater ja auch ein paar Jährchen brummen durfte -, aber nicht die BRD, die ja regelmäßig Kriegsverbrecher nicht auslieferte.
  2. #2

    Der eigentliche Skandal

    betreffend des Falls Klaas Carel Faber ist, dass die Behörden nicht nur die Auslieferung verweigern sondern auch die Vollstreckung des Urteils in Deutschland. Dies reiht sich jedoch nahtlos ein in den Umgang der deutschen Justiz mit Mazi-Verbrechen.
  3. #3

    Zitat von nicolo1782 Beitrag anzeigen
    betreffend des Falls Klaas Carel Faber ist, dass die Behörden nicht nur die Auslieferung verweigern sondern auch die Vollstreckung des Urteils in Deutschland. Dies reiht sich jedoch nahtlos ein in den Umgang der deutschen Justiz mit Mazi-Verbrechen.
    Quatsch, die deutsche Justiz geht knallhart mit Nazi-Verbrechern um.
    Zumindest wenn es sich um Kriegsgefangene aus der Ukraine handelt die sich als Hilfskräfte verdingen anstatt selber als KZ-Insasse zu enden.
  4. #4

    Nazis in der DDR

    Die waren da viel sicherer als in der Bundesrepublik, denn Kriegsverbrecherprozesse gab es in der DDR kaum. Man war ja per Definition antifaschistisch und daher durften dort nur wenige Nazis gefunden werden, sonst hätte das saubere Image gelitten.

    Was den Farber angeht, der ist deutscher Bürger und das GG verbietet deren Auslieferung. Deshalb und da die Niederlande der deutschen Staatsanwaltschaft ihre Beweise nicht übergeben, ist er nach wie vor frei.
  5. #5

    Zitat von Heinz-und-Kunz Beitrag anzeigen
    Die waren da viel sicherer als in der Bundesrepublik, denn Kriegsverbrecherprozesse gab es in der DDR kaum.
    Die meisten Nazis sind geflohen, und die anderen wurden getötet.
    Das Gesocks konnte nur im Westen sicher leben, sofern der Mossad sie nicht getötet hat.
  6. #6

    Zitat von Stäffelesrutscher Beitrag anzeigen
    Und deswegen ist es verlogen, wenn Herr Gauck behauptet, »wir Deutsche« hätten uns »der Last und der Schuld der Geschichte gestellt«. Das hat vielleicht die DDR gemacht - weshalb Herr Gaucks Vater ja auch ein paar Jährchen brummen durfte -, aber nicht die BRD, die ja regelmäßig Kriegsverbrecher nicht auslieferte.
    Die DDR? Wo hat die denn das bitte gemacht. Die Aufarbeitung der Nazivergangenheit in der DDR erschöpfte sich darauf zu behaupten, man hätte damit gar nichts zu tun gehabt. Wenn es der DDR genutzt hat, hat sie Nazis bei sich problemlos integriert, bis hinein in die Regierung.
  7. #7

    Zitat von Mach999 Beitrag anzeigen
    Die DDR? Wo hat die denn das bitte gemacht. Die Aufarbeitung der Nazivergangenheit in der DDR erschöpfte sich darauf zu behaupten, man hätte damit gar nichts zu tun gehabt. Wenn es der DDR genutzt hat, hat sie Nazis bei sich problemlos integriert, bis hinein in die Regierung.
    In dieser Liste sind die Parteieintritts-Daten der West und Ost Ex-NSDAP-Mitglieder ineterssant:


    Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren

    Und was die Niederlande angeht, die sollten den Ball ganz flach halten, da sie pro-Kopf die meisten Kollaborateure bzw. SS-Männer hatten. Damit sollte sich das Volk auseinandersetzen.
  8. #8

    ?

    Zitat von Panslawist Beitrag anzeigen
    Die meisten Nazis sind geflohen, und die anderen wurden getötet.
    Das Gesocks konnte nur im Westen sicher leben, sofern der Mossad sie nicht getötet hat.
    Ja klar, da sind mal eben noch so 20 bis 30 Millionen geflohen. Und die anderen 50 Millionen hat der Mossad getötet....man, man, man.....
  9. #9

    .

    Zitat von nicolo1782 Beitrag anzeigen
    betreffend des Falls Klaas Carel Faber ist, dass die Behörden nicht nur die Auslieferung verweigern sondern auch die Vollstreckung des Urteils in Deutschland. Dies reiht sich jedoch nahtlos ein in den Umgang der deutschen Justiz mit Mazi-Verbrechen.
    Daran kann man doch sehr schön sehen, dass wir mit Gauck einen Präsidenten bekommen haben, der für Oberflächlichkeit im Umgang mit gewissen Problematiken (Absage an die Ukraine etc.) steht und der den lieben langen Tag große Reden halten kann. Wunderbar. Gauck hätte doch durchaus die Zeit, sich intensiver mit Problemen zu beschäftigen. Zudem bekommt er nun bei zukünftigen Staatsbesuchen in anderen Regimen immer die Sache mit der Ukraine um die Ohren geworfen. Er kann ja noch nicht einmal in die USA reisen, wenn er sich den Fall von Bradley Manning ansehen würde.