Forum: Blogs
Festgenommener Tavernenbesitzer: Wütende Griechen attackieren Steuerfahnder
dapdAuf einer griechischen Insel nahe Athen sind Steuerfahnder von einer wütenden Menschenmenge attackiert worden. Als sie den Besitzer eines Restaurants festnahmen, schleuderten die Demonstranten Steine und Feuerwerkskörper. Die Bereitschaftspolizei musste anrücken.
http://www.spiegel.de/politik/auslan...850807,00.html
- #1 18.08.2012 16:22 von
Hmmm...
Da wird offensichtlich betrogen, jeder weiß dass und wenn dann etwas dagegen unternommen wird, kocht die Volksseele?! Das wirft ein schlechtes Licht auf Griechenland, da das Land offensichtlich in weiten Teilen nicht reformwillig ist.
- #2 18.08.2012 16:28 von
Das war ja klar.
Steuergerechtigkeit heisst zwar, dass auch die kleinen Ladenbesitzer ihre Steuern ordnungsgemäß abzuführen haben.
Aber Steuergerechtigkeit heisst ebenso, dass auch alle in gleichem Maße kontrolliert, und bei festgestellten Verstößen juristisch verfolgt werden.
Wo bleiben die Meldungen über Hausdurchsuchungen in großen Firmen und bei den ganzen Millionären und Eliten des Landes. Wer von denen ist bisher festgenommen worden?
Man fällt wieder nur über die kleine Fische her, um der Eu vorzumachen: "sehr her. Wir tun was gegen Steuerbetrug!"
Ein allzu durchschaubares und widerliches Schauspiel. - #3 18.08.2012 16:33 von
Also wenn auf einer Insel
die da 2700 Einwohner zählt (wodurch man davon ausgehen kann, das jeder jeden kennt), sogenannte Steuerfahnder attackiert werden, halte ich das für absolut legitim, weil esm ganz klar zeigt, dass es eine absolute ungerechte Behandlung im Verteilen von Steuern geht und das eben Menschen die da noch auf Inseln eben begrenzt sind und jeden kennen, das sehr wohl mitbekommen. Ja genau richtig wenn Menschen sich wehren.
Bravo!!!
MFG - #4 18.08.2012 16:36 von
Das sagt viel über das Rechtsempfinden der Griechen
Das sagt viel über das Rechtsempfinden der Griechen. Jedenfalls was das Steuerrecht betrifft. Aber natürlich überrascht die Meldung nicht nachdem was man in den letzten Monaten so gelesen hat.
- #5 18.08.2012 16:36 von
Unglaublich
Die Politiker betrügen die Bürger, die Bürger betrügen den Staat und keiner will damit als erstes aufhören. Das sich dabei alle selbst betrügen, weil die Politiker auch Bürger sind und die Bürger den Staat bilden, merkt wohl keiner. Aber alle sind sich einig, wenn es darum geht, wer den finanziellen Ausweg finanzieren soll. Der reiche Norden.
- #6 18.08.2012 16:42 von
Da kann man....
schonmal durchdrehen wenn der Staat seine Steuern einfordert - zumal dann, wenn man sowas bis dato nicht kannte!! Ich hoffe der Problemfall Griechenland hat sich bald erledigt. Lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!!
- #7 18.08.2012 16:46 von
Kann man auch irgendwie verstehen. Das Land ist am Ende, seine Bürger sind am Ende, Arbeitslosigkeit und Hoffnungslosigkeit, wohin man schaut. Und im Gegensatz zu dem, was die BLÖD-Zeitung fast täglich propagiert, müssen die meisten Menschen in Greichenland mit weniger als 1.000€ im Monat auskommen, Rentner mit etwa 400 bis 500€.
Und dass diese Leute in Griechenland sauer sind, dass der Staat und die Steuerfahnder und die Sparer bei ihnen erbarmungslos zugreifen, während die reichsten 2% in Ruhe gelassen werden, obwohl allein deren ins Ausland verschobene Vermögen ausreichen würde, um Griechenland komplett zu entschulden, kann man nachvollziehen. Und der Zugriff auf diese verschobenen Vermögen wird von der EU, allein voran von Deutschland (kein Witz!) aktiv verhindert, weil ein Einzug dieser Vermögen im europäischen Ausland einen Präzedenzfall schaffen würde, den die finanzielle 2%-Oberschicht hierzulande fürchtet wie der Teufel das Weihwasser.
Das heißt nicht, dass nicht auch im Kleinen in Griechenland der Einzug der Steuern in Ordnung gebracht werden muss, aber wir sind uns sicherlich einig, dass die allgemeine griechische Bevölkerung das alles wesentlich leichter einsehen würde, wenn bei den großen Betrügern angefangen werden würde. Aber das ist ja noch nicht mal hier in Deutschland so, geschweige denn in Griechenland. - #8 18.08.2012 16:47 von
So ist das
wenn eine Gesellschaft sich mit dem kleinen und großen Umschlag arrangiert hat. Da nimmt sich keiner was. Ist ja nicht nur ein Land, da gibt es dutzende auf dem Planeten. Was die Regierung wohl versäumt hat, ist ordentlich Propaganda zu machen, das Steuerhinterziehung letztendlich alle trifft. Was helfen würde, wäre eine Politik/Behörde mit Vorbild-Charakter, an denen man sich orientieren kann. Von nichts kommt nichts. Denn von wo stinkt der Fisch her? Das muß von oben nach unten gehen. Allerdings ist ja die BRD auch schon davon meilenweit entfernt, siehe Geburtstagsparty im Kanzelamt für einen dahergelaufenen Spekulanten.Oder Schäubles Schwarzgeldkassen der CDU. Schon vergessen in der schnelllebigen Zeit??
- #9 18.08.2012 16:49 von
Die Geschichte wiederholt sich nicht, oder doch?????
Dieser Beitrag erinnert mich an einen Zeitungsartikel des französischen Schriftstellers Edmonde About, der bereits 1858 veröffentlicht wurde. Er geiselt die Zustände in Griechenland und deren Unfähigkeit Steuern einzutreiben. Hier ein Link zur FAZ die ihn im Februar in einer Übersetzung brachte. Mehr ist dazu nicht zu sagen.
http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/griechenland-das-land-lebt-seit-seiner-geburt-im-totalen-bankrott-11645836.html
Die aktuellen Top-Themen
Antworten / Zitieren


