Zitat von
Dumpfmuff3000
Die Frage ist zumindest im Falle von Waffenlieferungen, auch an "sichere Drittstaaten", erstens sehr wohl, war es verboten, wir haben nämlich ein Kriegwaffenkontrollgesetz, auch wenn sich die letzten paar Bundesregierungen generell häufiger mal benehmen, als gäbe es keine Gesetze.
DIe Frage ist weiterhin, sollte es nicht eindeutig und generell verboten sein, Waffen- und Spitzeltechnik an Diktaturen zu beliefern oder an Länder, bei denen nicht zweifelsfrei ausgeschlossen werden kann, ob sie die Waffen an Diktaturen weitergeben.
Drittens stellt sich die Frage nach der politischen Glaubwürdigkeit unserer Volksvertreter auf der internationalen Bühne. Wer sich hinstellt und Menschenrechten das Wort redet aber andersrum mit jedem miesen Dikator Geschäfte macht, ist wenig glaubwürdig.
Viertens stellt sich die Frage, ob wir gerne von Menschen regiert werden wollen, die mit Diktatoren kuscheln und dealen. Die Frage sollten sich generell mal diejenigen hier stellen, die jede Gelegenheit nutzen, (legitimerweise) den Stasistaat DDR zu verdammen aber komischerweise nichts gegen den Export von Überwachungstechnik haben.
Verpönt war es übrigens sehr wohl schon damals und das ist ja auch der Grund, weshalb Ausfuhrgenehmigungen, Sondergenehmigungen und generell der gesamte Export von Waffen und Spitzeltechnik derart hinter verschlossenen Türen läuft, ich erinnere an die Heimlichkeiten beim Export von Kriegsgerät für Gaddafi etc. Diese HEimlichkeit hat auch damit zu tun, daß die Beteiligten aus Wirtscahft und Politik sehr wohl wissen, daß nbei weitem nicht alles, was da läuft, legal ist.
Meiner Ansicht nach ist der Verkauf von Waffen und Spitzeltechnik an nicht-demokratische Regime per se rechtswidrig, weil er verfassungswidrig ist und die Verfassung ist nicht verhandelbar und besitzt universellen Charakter, auch was die Folgen einer HAndlung über die deutschen LAndesgrenzen hinaus betrifft. Das heißt, wenn ein deutscher Konzern Waffen für Kriegsverbrechen/ Emnschenrechtsverletzungen in anderen Regionen der Welt liefert, ist das nach meiner Rechtsauslegung in Deutschalnd bereits strafbar. Daß es nicht zu entprechenden Prozessen kommt, liegt einfach an der nmangelnden UNabhängigkeit unseres Justizsystems. Staatsanwaltschaften sind weisungsgebunden und wer es wagt, gegen Siemens oder H&K zu ermitteln, der kann sich seine Karriere sonstwohin schieben,.
Der Verkauf von Spitzeltechnik und Waffen müßte in ein gemeinsames Gesetz überführt werden. Wenn Konzerne oder die Politik Waffendeals mit Diktaturen einfädeln, ist das meiner Ansicht nach nach geltendem deutschen Recht ganz klar Beihilfe zum Mord. Ich kann weder moralisch noch juristisch einen Unterschied sehen, ob ich einem stadtbekannten Kriminellen eine Waffe verkaufe oder einem international berüchtigten Diktator oder einer Bürgerkriegspartei. Und das gleiche gilt für Spitzeltechnik.
Sollten Ihrer Meinung nach die öffentlich-Rechtlichen nicht mehr über derartige Vorgänge berichten?