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Fela-Kuti-Biografie: 27 Frauen haben, kiffen - Politik machen

Haffmans & TolkemittAfrikanischer Agit-Prop: Aus Jazz, Funk und Folklore des Yoruba-Volkes schuf der Nigerianer Fela Kuti seinen mitreißenden und klugen "Afrobeat". Nun ist eine Biografie des Musikers auf Deutsch erschienen. Und eine Doppel-CD mit bislang unveröffentlichter Musik folgt im Mai.

http://www.spiegel.de/kultur/musik/0...829960,00.html
  1. #1

    Fela Kuti - grandiose Musik

    sehr mutig vom Spiegel, von diesem in Deutschland fast unbekannten Musiker, der woanders ein herausragender Weltstar war/ist, einen Bericht zu bringen. Die Musik von Fela ist schlicht eine Droge, nur besser als der übliche Sch***. Einfach eine Fela-CD reinschieben, zurück lehnen und alsbald ist man im Trance, im Rhythmus, in schönen erotischen, versöhnenden und beruhigenden Gefühlen. Oder neu-deutsch: geil. Und man kann nun über die 27 Frauen viel diskutieren, aber der Mann hat sich wie nur wenige politisch positioniert, so strikt, dass er für Jahre in den Knast wanderte, was in Nigeria die Hölle ist, und trotzdem konnten die Herrscher ihn nicht mundtot machen. Aber der Mann war wohl auch einfach so: er musste singen, er musste spielen, er musste reden - und alles immer mit politischen Inhalten. Und die nicht politischen Inhalte: wie gesagt, einfach zurück lehnen, Bierchen, ein Glas Wein oder eben O-Saft, und eintauchen in diese Rhythmen - nein, nicht wie Drogen - einfach viel besser.
  2. #2

    Hoppla,

    Zitat von Lisa_can_do Beitrag anzeigen
    sehr mutig vom Spiegel, von diesem in Deutschland fast unbekannten Musiker, der woanders ein herausragender Weltstar war/ist, einen Bericht zu bringen.
    wieso unbekannt? In meinem Bekanntenkreis kennen/kannte ihn jeder. Beim Rest stimme ich Ihnen zu.
  3. #3

    Definition von "erst jetzt"?

    Nach langem Zögern habe ich mich nun für diesen Artikel doch noch angemeldet... denn:

    Sein krudes Weltbild formulierte Fela Kuti in mehreren Interviews mit dem Brasilianer Carlos Moore. Sie bildeten die Grundlage für eine autorisierte Biografie, die schon 1982 in Paris und London erschien, aber erst jetzt ins deutsche übersetzt wurde.
    "Erst jetzt"? Ist das Buch denn nicht 2011 schon erschienen? Es ist löblich, daß über diesen Mann berichtet wird, aber nun ja... wir haben halt auch schon 2012. ;)
  4. #4

    Es scheint weitgehend unbekant zu sein, dass Fela auch Bilder aus der Yoruba-Mythologie malte.
    Ich bin selbst Besitzer zweier seiner Gemälde.
  5. #5

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Afrikanischer Agit-Prop: Aus Jazz, Funk und Folklore des Yoruba-Volkes schuf der Nigerianer Fela Kuti seinen mitreißenden und klugen "Afrobeat". Nun ist eine Biografie des Musikers auf Deutsch erschienen. Und eine Doppel-CD mit bislang unveröffentlichter Musik folgt im Mai.

    Fela-Kuti-Biografie: 27 Frauen haben, kiffen - Politik machen - SPIEGEL ONLINE
    Was um Himmelswillen ist ein "klugen Afrobeat"? Bekommt er bald den Nobelpreis?
  6. #6

    Na ja, Fela Anikulapo-Kuti mit den Tuareg Aufstand in Verbindung zu bringen ist doch ein wenig sehr gewagt vom Spiegel. Der Autor hätte lieber mal auf den Streik in Nigeria im Januar 2012 hingewiesen, wo Fela's Musik rauf und runter gespielt wurde bei allen Kundgebungen, da die Themen die Fela in seinen Liedern in den 70er und 80er Jahren verarbeitet hat, immer noch oder sogar noch stärker Nigeria beherrschen...
  7. #7

    Geile Erinnerungen

    Philharmonie Berlin 1978 - wegen Fela, den ich zuvor schon auf dem New Jazz Festival in Moers erlebte und hin und weg war, trampte ich von Frankfurt/main hierher. Als Fela mit seiner 18- oder 20-köüfigen Gruppe auf die Bühne kam, wurde er mit einem ohrenbetäubendem Pfeifkonzert und Buh-Rufen empfangen. Scheiß-konservativen Publikum schimpfte ich und das setzt sich bis heute fort. Nichts ist langweiliger als das Berliner Jazzfest. Von Jazz - und von Fussball!!! - hat Berlin bis heute keine Ahnung und ich habe keine Ahnung, an was das liegt. Für die Jugend gibt es wohl geile Clubs und eine lebhafte Szene und auch der Klassikbetrieb kann sich sehen und hören lassen. Berlin bietet geile Klassik. Aber warum ist der Jazz so schlecht und warum machen die Heros in der Regel einen Bogen um die Hauptstadt und treten lieber in Ingoldstadt oder Burghausen auf?
    Fela - vier oder fünf unvergleichbar gute Konzerte durfte ich erleben. Ja, der Mann war wiederspruchlich im Leben, aber ehrlich in seiner Musik. So alle zwei Jahre kommt sein Sohn Femi nach Berlin und das sind auch atemberaubend gute Konzerte. Wunderbar die Momente, wenn er sein Publikum auffordert, sich nicht ständig zuzudröhnen oder die Flucht in die Religon geiselt. "Übernehmt Verantwortung für Euch! Macht Euren Politikern Angst" so seine stetiger Appell. Ich gehe dammer mit ganz viel Power nach Hause. Doch warum nur verirren sich nur 300 bs 400 Leute in diese Konzerte. Das nährt so meine Zweifel an der Schwarminteligenz.
  8. #8

    Nobelpreis?

    Zitat von Schleswig Beitrag anzeigen
    Was um Himmelswillen ist ein "klugen Afrobeat"? Bekommt er bald den Nobelpreis?
    Es ist zwar daneben, was Sie schreiben, aber lustigerweise nur knapp: Den Nobelpreis hat Fela Kutis Cousin Wole Soyinka bekommen. Immerhin sind Sie damit - so lange es keinen Nobelpreis für musikalische Leistungen gibt - so nah dran wie möglich.


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