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FDP-Wählerschelte: "Die Masse ist meinungslos"

Warum sind die Liberalen in der Wählergunst so abgestürzt? Frankfurts FDP-Chef Pfeil glaubt, die Erklärung gefunden zu haben:*Die Bevölkerung*sei einfach zu schlecht gebildet. Er verzweifle daran, dass sich die Wähler nicht schlauer machten.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...788532,00.html
  1. #110

    Ironie der Geschichte

    Oh entdeckt die FDP tatsächlich Bildung als Thema? War es nicht immer toll, sich dummes Konsumvieh zu halten, damit die Wirtschaft in Schwung bleibt und die wenigen mit Bildung ihren Reihbach machen? Und alle die, die dem Elend entfliehen wollten, sollten doch fein einen tollen Bildungskredit aufnehmen um die Banken noch fetter werden zu lassen, nicht wahr?

    Wäre es nicht so traurig, würde ich mich diebisch über die Ironie der Geschichte amüsieren.
  2. #111

    gerade den grünen haben wir es zu verdanken...

    Zitat von TangoGolf Beitrag anzeigen
    Da hat er leider Recht! Sieht man etwa daran, wie erfolgreich die Grünen mit ihrem Dagegen-Populismus geworden sind. Veto-Politik, zumal populistisch unterfüttert, ist immer leicht legitimierbar.

    Populismus als politisches Tagesgeschäft, das Buhlen um Aufmerksamkeit fern jeder Realpolitik ist leider ein Markenzeichen unserer Demokratie geworden. Gerade gebildete Personen fühlen sich davon doch nur abgestoßen, weniger gebildete lassen sich so leichter beeinflussen.

    Daraus aber die schlechten Wahlergebnisse der FDP ablesen zu wollen, ist allerdings fast lächerlich!
    ..das die wirtschaft brummt, dank eeg. welches baujahr sind sie denn? bei plumpen dagegen-populismus- denke ich immer zuerst an die fdp.
    "weniger gebildete lassen sich leichter beeinflussen" ist ja genau der gleiche mist. woher haben sie diese these?

    es geht nicht um bildung oder nicht, sondern darum, ob jemand interesse an politik hat oder nicht.
    was nützt die beste bildung, wenn man dann doch lieber millionär werden will, anstatt sich mit politik zu beschäftigen...
  3. #112

    Fdp

    Also gab es nach der letzten Wahl 15% gebildete Buerger.Und jetzt nur noch ca.2%.Also effektif noch 13%.Sind die Anderen ploetzlich verbloedet?O je FDP quo vadis?
  4. #113

    Bravo!

    Zitat von gnympf Beitrag anzeigen
    Eher verzweifeln die Wähler an der Dummheit der Kandidaten und an der gleichförmigen Abfolge von Wahlversprechen und deren Bruch, an dem langweiligen und immer gleichen Schauspiel von Selbstvermarktung und hemmungsloser Bereicherung an der Spitze.

    Egal welche Farbe die Exkremente auf dem Stimmzettel haben, sie stinken alle gleich.

    Newcomer auf dem Stimmzettel mögen da noch anders sein, aber in einer Generation hat sich auch das erledigt.

    Und nun, Herr Pfeil, schalten Sie endlich Ihr Hirnkastl ein oder liegt da auch bloß ein Zettel mit Ihrem Namen drin?
    ...besser hätte man diese "Aussagen" nicht kommentieren können! DANKE!
  5. #114

    Ja, genau so gewinnt man Waehlerstimmen

    Gut so Herr Pfeil. Ihre herablassenden Beschimpfungen werden der FDP sicherlich neue Wahler in Schaaren bescheren. Man kann sich nur wuenschen, dass noch mehr FDP'ler derartig entgleisen, dann wird diese Partei bei den naechsten Wahlen auf keinem Stimmzettel mehr zu finden sein.
  6. #115

    Ade FDP

    Zitat von Dennis K. Beitrag anzeigen
    ...als Politiker zwar unbeliebt. Aber wo er recht hat, hat er recht. Die Bevölkerung in einem Land, in dem die BILD-Zeitung als das meistgelesene Tagesmedium grassiert, kann nicht überdurchschnittlich schlau sein.
    Aber das Bildungsdefizit der Bevölkerung hat doch der FDP zu 18 % Stimmenanteil bei der BTW verholfen.

    Die Leute sind in Bezug auf diese Splitterpartei schlauer geweorden.

    Und Leute wie Pfeil sind die Totengräber der FDP.
  7. #116

    anno Schnee...

    Zitat von Dennis K. Beitrag anzeigen
    ...als Politiker zwar unbeliebt. Aber wo er recht hat, hat er recht. Die Bevölkerung in einem Land, in dem die BILD-Zeitung als das meistgelesene Tagesmedium grassiert, kann nicht überdurchschnittlich schlau sein.
    Die Bevölkerung ist in einer Demokratie der Souverän, oberster Chef und Brötchengeber für die Truppe im Bundestag ( die ihm in den letzten 15 Jahren so geschadet hat wie noch keiner seit dem Bärtigen, aber die Zerstörung der hochproduktiven, optimistischen deutschen Mittelschichtsgesellschaft ist ein anders Thema).

    Wer das mit dem Souverän und den Beauftragten nicht versteht, ist noch nicht im Zeitalter der Demokratie angekommen.
  8. #117

    -

    Zitat von Dennis K. Beitrag anzeigen
    ...als Politiker zwar unbeliebt. Aber wo er recht hat, hat er recht. Die Bevölkerung in einem Land, in dem die BILD-Zeitung als das meistgelesene Tagesmedium grassiert, kann nicht überdurchschnittlich schlau sein.
    Meh... wieder so ein SPON typisches, pseudo-intellektuelles Gewäsch.

    Übrigens: Im Schnitt machen die Bild Leser in meiner Umgebung einen clevereren Eindruck als die TAZ-verehrende spät-68er BAT-Bohème.....
    Gerade die Leute die sich lautstark anmaßen pauschal über die Bild-Leserschaft zu urteilen sind oft schon auf den ersten Blick - nun ja - nicht gerade qualifiziert über die Intelligenz anderer zu urteilen....
  9. #118

    ***

    Er hat sich vielleicht etwas snobbish ausgedrückt, aber mal ehrlich: die meisten hier im Forum denken doch genau so. Das sieht man immer wieder an solchen Äußerungen, in denen sich Foristen als die einzigen Durchblicker gerieren und diejenigen, die anderer Meinung sind, als Teil einer tumben Masse abqualifizieren.

    Er hat auch insofern Recht, als dass FDP-Bashing im Moment Common Sense ist, in der Gruppe prügelt es sich bekanntlich am Schönsten, das kostet nicht mehr als Gratis-Mut darauf zu hauen. Ich bin aber sicher, dass die meisten überhaupt nicht wissen, was die FDP vertritt und bisher durchgesetzt hat, weil auch wenig darüber berichtet wird. In meiner Branche (nein, weder Hotel noch Finanzen noch Golfclub) wurden zum Beispiel Verbesserungen im Krankenversicherungsbereich bei finanziellen Krisen und die Kreditaufnahme für Selbständige wurde verbessert oder überhaupt erst möglich gemacht, denn diese konnten es bei normalen Banken ja bisher knicken. Wenn mal eine wichtige Maschine kaputt ging, mussten sich solche Leute bisher das Geld privat leihen.

    Das sind so kleine, aber in der Masse wichtige Verbesserungen, die lange überfällig waren und nun endlich umgesetzt wurden. Man liest allerdings wirklich nichts darüber, da muss man sich schon explizit dafür interessieren.

    Ich bin übrigens KEINE FDP-Wählerin, mich stört allerdings massiv, dass man außer diesem Bashing eigentlich nichts mehr erfährt. Mich wundert im Übrigen auch, dass da so viele Leute sinnlos mitmachen. Was bitte ist denn diese lächerliche Hotel-Steuer gegen die Euro-Bonds, die die Grünen unbedingt haben wollen und die ein absoluter Freifahrtschein für Pleiteländer sind und für die Deutschland ein Geldesel ohne Ende darstellen würde? Mit diesen von den Grünen gewünschten Euro-Bonds wird Deutschland im Handumdrehen selbst ein Pleitestaat, aber - klar - die Hotel-Steuer ist eine ganz schlimme Sache.

    Also an dem Punkt muss man ihm Recht geben: Diese FDP-Bashing hat inzwischen nichts mehr mit Fakten zu tun. Und zum Thema Lobbyismus: wer wie Rot-Grün mehr als 30 Mrd. an Subventionen in die Solar-Branche schiebt, wovon hauptsätchlich Solarworld profitiert hat, deren Chef - welche Überraschung - bei den Grünen ist, der sollte mal den Ball ganz flach halten.
  10. #119

    Neue Mode - FDP-Bashing

    Zitat von pkeszler Beitrag anzeigen
    Da kann der Herr Pfeil als Insolvenzverwalter der FDP jetzt
    hervorragende Tipps für eine geordnete Insolvenz geben.
    Dieser Unsinn stand schon unter dem tendenziösen Artikel. Der Spiegel sollte sich überlegen, ob er informieren will oder wie die BILD als "Meinungsmacher" auftreten will.

    Dass sich die Leute nicht mit politischen Inhalten beschäftigen, zeigt mir jedenfalls ganz deutlich das platte FDP-Bashing, das jetzt ganz "in" zu sein scheint.

    Mir ist jedenfalls eine niedrigere Mehrwertsteuer für Hotels immer noch deutlich lieber als unendlich große Euro-Rettungsschirme, die der SPD und den Grünen nicht groß genug sein können. Auch was ich zum Thema "Überwachung (im Netz)" von der FDP bis jetzt gehört habe, war deutlich überzeugender als das von SPD und Grünen. Vor allem haben die sich auch in der Realpolitik entsprechend verhalten, was man von den linken Populisten nicht behaupten kann.


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