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FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten

Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825216,00.html
  1. #1

    Klein Hänschen

    Gerade die persönliche Haftung eines Kaufmannes ist das Siegel dafür, dass man mit seinem gesamten Vermögen für das Wohl des Unternehmens einsteht. Eine tiefere Bindung von Unternehmer zu Unternehmen und damit auch zu Lohn und Brot der Angestellten gibt es nicht.

    Der Autor unterstellt Herrn Schlecker, dass er absichtlich eine Insolvenz herbei geführt hat. Dieses ist eigentlich eine Ungeheulichkeit und auf dem gleichen Niveau wie den Arbeitslosen in D zu unterstellen sie seien "faul".
  2. #2

    Wasser reden, Wein trinken

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Das ist halt das Prinzip der Ultra-Neo-Liberalen, wie der FDP.
    Alles Privatisieren, alles Deregulieren, aber wenn es mal die
    Klientel, wie die Banken und Hedgefonds trifft, dann schnell,
    schnell unter den Rock von Mutti Staat.

    An Feigheit wohl nicht zu überbieten!
    Leider haben diese 11.000 Menschen keine Lobby, keiner der
    sagt, dass diese 11.000 Menschen, meist Frauen, systemrelevant sind
  3. #3

    wie immer....

    ein "Spitzen"-Artikel von Augstein jun. Besonders der letzte Absatz hat mir gut gefallen. Singapur sollte wirklich ein Vorbild für uns sein. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: keine Steuerprogression und nur 17 % Einkommensteuer (flat-tax). Einkommensteuererklärung auf einer DIN-A4 Seite mit fünf Zahlen.

    Ob Augstein jun. das auch weiß?
  4. #4

    .

    Zitat von Fackel Beitrag anzeigen
    Gerade die persönliche Haftung eines Kaufmannes ist das Siegel dafür, dass man mit seinem gesamten Vermögen für das Wohl des Unternehmens einsteht. Eine tiefere Bindung von Unternehmer zu Unternehmen und damit auch zu Lohn und Brot der Angestellten gibt es nicht.
    Der Autor unterstellt Herrn Schlecker, dass er absichtlich eine Insolvenz herbei geführt hat. Dieses ist eigentlich eine Ungeheulichkeit und auf dem gleichen Niveau wie den Arbeitslosen in D zu unterstellen sie seien "faul".
    Anton Schlecker hat in den vergangenen Jahren sicherlich einige gravierende Fehler gemacht und dies endet nun in der Insolvenz. Ob dahinter Absicht steckt möchte ich nicht beurteilen aber im Gegensatz zu seinen Angestellten hat er einen ruhigen Lebensabend vor sich.
    Dennoch halte ich staatliche Hilfen für private Unternehmen für absolut unnötig. Wenn man allerdings als Staat ein Finanzwesen rettet, welches ohne Staatsgelder in sich zusammengebrochen wäre (hätte ich gerne gesehen), dann muss es auch bei einer Insolvenz von Drogerie-Ketten und Autoherstellern einspringen. Ich sehe einfach keine klare Linie bei Merkel und Co. und Vertrauen in andere Parteien habe ich ebenfalls nicht.

    Eines kann ich aber mit Sicherheit sagen: wären es keine 11.000 Schlecker-Frauen sondern Banker gewesen, man hätte direkt nach der ersten Meldung die Druckerpresse angeworfen.
  5. #5

    Selbstschutz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Also doch. Der Staat ist also doch der bessere Unternehmer.
    Na was hätte der Staat den getan?
    Der Staat hätte Schlecker einfach vor Jahren schon verboten noch mehr Geld in Sein defizitäres Unternehmen zu stecken.
    Oder hätte der Staat einfach das Verdimobbing verboten.Schließlich hat Schlecker immer Tarif bezahlt. Das ging in dem damaligen Gepöbel nur zu gerne unter!
    Der Staat hätte auch den Wettbewerbern verbieten können den Kunden was zu verkaufen.
    Letztlich wird der Staat ,mithin die Roten,gar nichts tun.Jede Pleitefirma bringt denen doch neue Wähler; spült bereitwillige neue Schafe zur Zwangsbeglückung an die Urnen.
    Schade nur,das unsere Generation noch nie zu schmecken bekommen hat,wie solche Staatsgläubigkeit ausgeht. Aber was noch nicht ist wird noch werden.
  6. #6

    Der Gegensatz

    Zitat von Fackel Beitrag anzeigen
    Gerade die persönliche Haftung eines Kaufmannes ist das Siegel dafür, dass man mit seinem gesamten Vermögen für das Wohl des Unternehmens einsteht. Eine tiefere Bindung von Unternehmer zu Unternehmen und damit auch zu Lohn und Brot der Angestellten gibt es nicht.

    Der Autor unterstellt Herrn Schlecker, dass er absichtlich eine Insolvenz herbei geführt hat. Dieses ist eigentlich eine Ungeheulichkeit und auf dem gleichen Niveau wie den Arbeitslosen in D zu unterstellen sie seien "faul".
    Der Gegensatz ist aber, wenn ich immer größer und größer werde und feststelle das mein Konzept nicht funktioniert und noch schnell viel auf Ehefrau und Kinder übertrage dann nach 10 Jahren Pleite mache und mit 70.000.-€/Monat leben muss, bin ich natürlich ein armes Schw...n. Nicht wahr
  7. #7

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Es ist wirklich erschütternd, wie Herr Augstein hier frei von jeder Sachkenntnis seine Staatsgläubigkeit vortragen darf. Anderenorts bejubeln wir die letzten aufrechten Unternehmer, die persönlich haftend ihr Unternehmen führen. Wir bedauern das Verschwinden der Unternehmerpersönlichkeiten vom alten Schlag und wollen keine anonymen Kapitalgesellschaften und Fonds (vulgo: Heuschrecken), die sich in unserem Traditions- und Konsenswirtschaftsraum einnisten. Jetzt hat mal einer schlecht gewirtschaftet, ist wieder das System Schuld, und die Organisationsform der Kapitalgesellschaft ist das staatlich verordnete Mittel zum Glück. Unterfüttert wird dies mit ein paar wirren Zitatfetzen, die mit dem Thema nichts zu tun haben, und schon ist die nächste schmalgeistige Folge von Augsteins Lebenswerk "Verstaatlicht die Welt!" fertig. Mannomann, sich hiermit auseinanderzusetzen ist wie Unkraut jäten: Hat man sich umgedreht, kommt der nächste Unfug ans Tageslicht. Also, um es kurz zu machen: Schlecker ist zurecht pleite, weil seine Läden nichts taugten und die Leute lieber bei dm gekauft haben. Das hat mit der Organisationsform mal rein gar nichts zu tun. Und die "11.000 Schlecker-Frauen", um mal das Unwort des Frühjahrs aufzugreifen, sollten froh sein, diesen Arbeitgeber los zu sein. Da findet sich in aller Regel etwas besseres. Aber wenn jemand eine Transfergesellschaft für Herrn Augstein gründen möchte - ich wäre dabei, zur Not mach ich das auch als Einzelkaufmann.
  8. #8

    Der Herr Augstein mal wieder...

    Es wurde ja schon viel über Zitierregeln im Rahmen von Plagiaten gesprochen.
    Sie zitieren hier absichtlich falsch:
    Herr Rösler hat nicht gesagt, dass sich die Schlecker-Beschäftigen gefälligst selber um eine Anschlussverwendung kümmern sollen. Sondern etwas ganz anderes.

    Das Zitat ist so:
    „Jetzt gilt es für die Beschäftigten - mehr als 10.000 vornehmlich Frauen, einzelne Mütter und ältere Frauen - schnellstmöglich eine Anschlussverwendung selber zu finden.”
    Es soll also schnellstmöglich eine Beschäftigung FÜR die 10.000 MA selber gefunden funden werden, statt sie in einer sinnlosen Transfergesellschaft zu parken.
    Durch das aktive Weglassen das Wortes "für" zitieren sie Herrn Rösler falsch und verzerren den Inhalt zur Unkenntlichkeit.
    Deutlicher gesprochen: Herr Augstein, sie lügen!

    Das finde ich so frech, dass ich jetzt einfach mal Ihren Rücktritt fordere.
  9. #9

    Wenn

    sich Herr Augstein ein System wie in Singapur wünscht (so verstehe ich das Ende seines Artikels), nur zu.

    Er wäre der Erste, der sich über dieses System aufregen würde.

    Mir ist ein inhabergeführtes Unternehmen lieber, als eine AG mit einem Manager an der Spitze, der nur auf seine jährlichen Boni schaut.
    Der Manager haftet für nichts und mit nichts, wenn er die AG in die Pleite reitet.
    Im Gegenteil: Wahrscheinlich bezahlt ihm die AG auch noch eine "Manager- Versicherung", die (im Zweifelsfall) für seine Fehlentscheidungen aufkommt.

    Oder, wenn Herr Augstein so für juristische Personen ist als Unternehmensform, wie wäre es mit einer GmbH & Co KG ?
    Dann hätte der Insolvenzverwalter eine Konkursmasse in der Höhe der Geschäftseinlage der GmbH.
    Prost!








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