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FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten
Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825216,00.html
- #270 03.04.2012 13:16 von
- #271 03.04.2012 13:17 von
Danke für den Beitrag.
Lesen Sie mal Augstein Seniors Beitrag über die Spielräume in der Verteilung bei den ersten Sündenfällen der Staatsverschuldung.
Die sind aus allen Richtungen beleuchtet, unabhängig von einer leichten Grundtendenz des Magazins.
Allerdings musste Augstein Senior nicht auf Klickmengen achten und Rolex hat auch noch im Spiegel Werbung gemacht.
Man merkt dem Sohn halt an, dass er nie etwas bewerkstelligen musste. So bekommt man dann kein abgerundetes Wirklichkeitsbild. - #272 03.04.2012 13:19 von
Dies ist der bemerkenswerteste Satz....
... den ich in den vielfältigen Kommentaren hier gelesen habe und der mir (obwohl ich eigentlich nur lesen wollte) einen eigenen Kommentar abrang.
Ich lese ihren Satz so:
Es ist nicht alleine damit gedient, dass es Menschen besser geht. Dies muß auch im Rahmen einer, wie auch immer definierten, moralischen Ordnung geschehen, damit es akzeptabel ist.
Eine solche Sicht auf die Dinge macht mich nun wirklich sprachlos.
Ist sie zutiefst menschlich, weil sie augenscheinlich Moral und Gerechtigkeit als höchstes Gut sieht?
Oder ist sie zutiefst unmeschlich, weil sie reale Besserung durch das Ideal einer reinen Idee abqualifiziert?
Schwer auszudrücken, welch vielfältigen, großteils erschreckende Gedanken, mich beim Lesen dieses Satzes befielen. Vor allem deswegen, weil Moral und Gerechtigkeit sehr relative Begriffe sind. - #273 03.04.2012 13:33 von
Und ich wünsche mir Banken, die so eine antizyklische Investitionsstrategie auch mittragen, ich habe bisher erst eine im Rahmen eines Konsortiums kennengelernt.
Ansonsten gilt es einfach, dass Sie selbst mit dem grössten Eigenkapital einen Konjunktureinbruch nur ganz ganz kurz abfedern können, dann stehen sie am zuständigen Amtsgericht.
Es hört sich immer gut an, wenn es heisst, der .... Unternehmer hat ja 5 Millionen Eigenkapital.
Von denen ist ein Grossteil in Gebäuden, Anlagen und Waren gebunden und vielleicht 20% frei liquides Eigenkapital, die meisten eher sogar in Expansionsphasen kein oder wenig liquides Eigenkapital (ohne fremde Betriebsmittelkredite).
In so einem kleinem oder mittlerem Unternehmen haben Sie Löhne und Fixkosten von etwa 300.000,-/Monat (aus obigem Beispiel).
Da reicht ihr Eigenkapitalpuffer bei einem Einbruch wie Ende 2008 3 Monate - sofern alle Kunden weiter zahlen und die Bank keine Panik bekommt.
Taschenrechner helfen gegen ideologische Blindheit. - #274 03.04.2012 13:39 von
Begründung?
83,9 % aller Betriebe in Deutschland sind Einzelunternehmen. Knapp 1/3 aller Beschäftigten sind in EU angestellt.
Also nochmal:
WARUM ist ein EU aber einer gewissen GRöße ungeeignet oder gar falsch.
Wo liegt der Grenzwert und warum liegt er dort. WIe kommen Sie auf das schmale Brett? - #275 03.04.2012 13:41 von
Und er hat Tarif bezahlt, er hat ordentlich bezahlt, seine Mitarbeiter waren überwiegend mit ihrem Arbeitsplatz sehr zufrieden.
Und er hat sich nicht aus der Fläche zurückgezogen und sich auf die Filetpickerei in den besten Lagen beschränkt wie seine Konkurrenten.
Alles aus heutiger Sicht Fehler.
Er hätte eine Holding machen sollen, auf dem Höhepunkt einen Börsengang - nach ihm die Sintflut. So wie bei Q Cells. - #276 03.04.2012 13:43 von
So ist das eben wenn man mit dem goldenen Löffel im Mund geboren wird. Da bekommt das Wörtchen Eigenverantwortung gleich eine neue Dimension.Da braucht es gar nicht mehr so viel davon.
Und was die Schulden betrifft: Die sind systemimmanent und gewollt. Die Vermögen wachsen exponentiell und schneller als die Wirtschaft:
2010: weltweites Geldvermögen = ca. 85 Billionen Euro (= ca. 115 Billionen US $).
Unterstellt man, dass diese 115 Billionen US $ Geldvermögen eine Rendite (Dividenden, Zinsen, ...) von (nur) 4% erhalten haben, dann sind das 4,6 Billionen US $.
Diese 4,6 Billionen US $ wurden dem globalen BIP 2010 "entnommen":
Globales BIP 2010 = ca 61 Billionen US $
Globales BIP-Wachstum 2010 = +4,2% (regional mal mehr, mal weniger: China, Brasilien mehr; Europa, USA weniger,....) = +2,5 Billionen US $ globales Plus.
Allein das globale BIP-Wachstum von 2,5 Billionen US $ hat für die Ausschüttung der 4,6 Billionen US $ nicht ausgereicht, auch die restlichen 2,1 Billionen US $ Ausschüttungen wurden dem laufenden BIP entnommen, oder aus zukünftigem BIP bzw. aus Verschuldung/Staatsverschuldung beglichen.
Kein Zweifel: die 4,6 Billionen US $ Ausschüttung wurden ausbezahlt! Andernfalls hätten wir 2010 "Lehmann-hoch-3" erlebt.
Das bedeutet: Für die Renditezahlungen an die Geldvermögen findet zunehmend eine Umverteilung des BIP statt.
Die im BIP abgebildeten Anteile "Einkommen aus Arbeit" und "Staatseinnahmen" müssen schrumpfen, und zwar relativ/prozentual zugunsten der "Einkünfte aus Kapital- und Geldvermögen". Und/oder die Verschuldung muss steigen.
Diese Umverteilung findet im wesentlichen statt über Lohnsenkungen, Verdrängung von Konkurrenten, Arbeitslosigkeit, und Preisanhebungen. Produzenten etwa geben die von Banken verlangten Kreditzinsen an ihre Preise weiter. Verblendete neoliberale Wirtschafts-"fachleute" geben vor, Preissteigerungen beruhten i.d.R. weiterhin auf Angebot und Nachfrage.
Obige globale Betrachtung lässt sich separat genauso für die 2 größten Wirtschaftsblöcke der Welt - Nordamerika und Europa - anstellen. Das Ergebnis ist immer gleich: Der Teil der Bevölkerung (Arbeitnehmer, Unternehmen, Handel,...), der das BIP real erwirtschaftet, erhält zunehmend weniger vom Kuchen. Dagegen steigen die leistungslosen Einkommen.
Die Misere liegt in einem ganz einfachen 3-teiligen Sachverhalt begründet, in (a) der schier unermesslichen Größe der angewachsenen Geldvermögen, (b) deren unwidersprochenem anhaltenden Renditeverlangen, (c) die Realwirtschaft ist dem Geldvermögen gegenüber zu klein bzw. sie kann nicht so schnell wachsen wie es die Geldvermögen vormachen.
Nirgendwo getraut man sich, das gängige Renditeverlangen infrage zu stellen. Zinszahlungen auf Einlagen werden (fast) ohne Ausnahme bedient. Dort gibt es keine Ausfälle, es sei denn eine Bank ginge Pleite (Lehmann!). "Das System" (= Politik, Wirtschaft, Finanzwelt) unternimmt derzeit alles (wirklich ALLES!), um die Renditezahlungen aufrecht zu erhalten (u.a. Bankenrettung, die man uns gerne mit der GR-Krise begründet). - #277 03.04.2012 13:45 von
Vehikel
Ach, auch dieser Mann kann es nicht lassen auf diesen Populismus-
Vehikel aufzuspringen, wie vor ihm schon andere Populisten à la
Gabriel, Nahles u. co. Tausende andere Menschen werden durch
Bankrott arbeitslos, aber die werden nicht in Fokus kommen.-
Q-Cell, Opel, etc. - aber nein die Krodkodilstränen sind schon
zweckorientiert, wenn's sich lohnt ! - #278 03.04.2012 13:45 von
- #279 03.04.2012 13:47 von
LOL
Liebe Mitunternehmer, nehmt euch dies zu Herzen.
VErkauft, nein besser, verschenkt eure Unternehmen schnell an eure Mitarbeiter die Herrn Griedemann. Dann ist der für die Existenzgefährung seiner Anhänger verantwortlich, denn wir, die Abreit schaffen, Mut haben, etwa saufbauen und dafür jegliche persönliche Sicherheit opfern, wir sidn eben ein Sicheheitsrisiko. Flugverbot für alle Unterenhmer, und Hausarrest bis zum Reichtum aller Mitarbeiter. Wenn die dann alle reich und gut siutiert sind, bekommen wir vom Betriebsrat vielleicht den Firmenwagen. Vor allem....bloß weil er Unternehmer ist.
Lieber Griedemann, haben Sie eigtl genug Eier, Ihr Tun soebst zu verantowrten, oder gehen Sie zur ARGE, wenn die Sie Joblos werden?
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