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FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten

Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825216,00.html
  1. #140

    Mobbt doch nicht den kleinen Dicken

    Zitat von ArnoNuem Beitrag anzeigen
    Der liebe Gott ist kein Menschenfreund - nein das ist er nicht. Schade! Wenn er es wäre, würde er ganz viel Hirn vom Himmel regnen lassen. Damit dieser verdammte "Shitstorm" der Vergangenheit angehört. Hier herrscht so viel Unwissen, soviel Unkenntniss. Und so viel Hass gegenüber einem klugen Autor.
    Ich möchte Herrn Augstein nicht unter Naurschutz stellen. Er soll kritisiert werden! Aber bitte mit Respekt! Häme, Unterstellungen und Beleidigungen haben in einer politischen Debatte nichts verloren.
    Schwer getroffen von dem Ansturm des präzisen Sachverstandes, fangen die Anhänger Augsteins nun mit der nächsten Agitationsrunde an, diesen zu einer diskriminierten Minderheit zu erklären und hoffen darauf mit humanistischen Argumenten in einer von Rationalität geprägten Diskussion punkten zu können. Um zwar mit einem blauen Auge jedoch als selbst erklärter moralischer und damit überlegener Sieger aus dem Schlagabtausch hinaus gehen zu können.

    Wenn das mal kein gelungener Coup ist.
    Ein notwendiger Schrei nach mehr Gerechtigkeit! Sie haben meine Stimme ;)
  2. #141

    die Ungerechtigkeit

    besteht einmal darin, dass ein solcher Schwachsinn überhaupt gedruckt wird und der Autor dafür auch noch Geld erhält. Ja die Effizienz ist verteilungsblind. Gehen wir von n möglichen Verteilungen aus, die abhängig von den äußeren Rahmenbedingungen (unabhängige Ereignisse) effizient sein können und gibt es darunter eine eine "gerechte", beträgt die Wahrscheinlichkeit dass sich beide treffen 0. Aber das versteht ein Linker natürlich nicht. In der DDR hat man einfach 100 Dachdecker beschäftigt, um jährlich zwei Dächer zu decken. Gleichzeitig fehlten 80 Maurer, die die mehr Häuser hätten bauen können. Die soziale Marktwirtschaft verteilt Ressourcen um. Sie versorgt die zeitweise arbeitslosen Dachdecker und bezahlt einigen die Umschulung zum Maurer. Langfristig ist diese Lösung effizient - im Gegensatz zum Sozialismus.

    Und nochwas: Die Linke betont doch immer den Gleichheitsgedanken. Man stelle sich folgende Situation vor. In einem Jahr stehen 2 Menschen beim Arbeitsamt - eine ehemalige Verkäuferin A bei Schlecker und die Angestellte B der insolventen Bäckerei nebenan - beide alleinerziehend. Frau A hat ein Jahr ihr Gehalt weiter bekommen bewirbt sich nun als qualifizierte Fachverkäuferin und bekommt unmittelbar eine Stelle, weil sie bei der Transfergesellschaft diese Qualifikation erworben hat. Frau B ist ohne Abschluss und nicht vermittelbar d.h. arbeitslos, bekommt Arbeitslosengeld und muss erst eine Umschulungsmaßnahme durchlaufen, um ein Jahr später vielleicht eine bessere Chance zu haben. Der Grund: Für die kleine Bäckerei ist leider keine Transfergesellschaft gegründet worden.
    Mein Vorschlag: Gleichbehandlung heißt, dass der Staat die gleichen Maßstäbe anlegt. Gerne bin ich für ein Gesetz, dass allen diesen Menschen eine bessere Unterstützung zukommen lässt, wenn es denn bezahlbar ist. Aber es darf nicht 11.000 Arbeitslose 1. Klasse und xxx.000 Arbeitslose 2. Klasse geben. Das ist Ungerechtigkeit!!!

    Und zur ordnungspolitischen Kritik: Holzmann hatte einen Aufsichtsrat, Arcandor, und viele weitere ebenso. Hat es ihnen genützt? Nein. Es gibt keine Garantie...
  3. #142

    Sorry Herr Augstein, das.......

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    ......ist doch Tinnef!

    An welchem Punkt wäre für die Beschäftigten etwas besser gelaufen, soweit Schlecker nach den Richtlinien z.B. einer GmbH geführt worden wäre und dann gem. gesetzlichem Procedere die Insolvenz eingeleitet worden wäre?

    OK, Schlecker konnte derart mehr im Trüben fischen, was ihm persönlich sehr zu liegen scheint. Und ohne dies jetzt zynisch verstanden zu wissen - dies mag für die Beschäftigen sogar ein Zeitvorteil gewesen sein dort länger beschäftigt gewesen zu sein. Es ist jedenfalls nicht davon auszugehen, daß durch eine frühzeitigere Insolvenz eine für die betroffenen Mitarbeiter günstigere Ausgangslage vorgelegen hätte.

    Ansonsten - bei einem persönlichen Vollhafter kann im Regelfall davon ausgegangen werden, daß er besonders bemüht sein wird, sein Geschäft keinen übermäßigen Risiken auszusetzen. Anders z.B. der GmbH-Geschäftsführer, entweder angestellt oder mit einer lediglich fünfstelligen Summe im Boot bei mitunter waghalsigen Manövern und eindrucksvollen Millionen-Pleiten. Habe zwei solcher kaum haftenden Hasadeure während Assistenztätigkeiten kennergelernt - selbstherrlich und unbelehrbar, von Verantwortungsgefühl weit entfernt!

    Der eigentliche Skandal ist neben den Führungsdefiziten Anton Schleckers, der Standpunkt und die Blockadehaltung der FDP, die von Profilneurose, Klieentel-Eigennutz und vor allem kaufmännischer Kurzsicht geprägt ist, da zu allem Überfluß auch noch die weiterhin bestehenden Schlecker-jobs einem erhöhten Risiko ausgesetzt werden.
  4. #143

    Ungerechtigkeit

    Ungerechtigkeit wäre früher gewesen, beim Lamentieren über Schlecker immer nur von den Frauen zu reden und die Männer auszublenden.
  5. #144

    !

    Zitat von SozLib Beitrag anzeigen
    Nun ja - denkbar und aus Schleckers Sicht sinnvoll wäre folgende Variante:
    ...
    Ich halte das für einen ganz abgekochten Plan.... Er wird aufgehen. Jede Wette.
    Das ist jetzt wenigstens mal ein zwar phantasievolles, aber nicht unrealistisches Szenario im Gegensatz zu den Trauerreden die für diesen gewieften Unternehmer hier im Forum gebracht werden.

    Und sie zeigt die Dimensionen des Vorgangs: die ganze Menschenverachtung für die Leidtragenden.
  6. #145

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    An Feigheit wohl nicht zu überbieten!
    Leider haben diese 11.000 Menschen keine Lobby, keiner der
    sagt, dass diese 11.000 Menschen, meist Frauen, systemrelevant sind
    Doch, die haben eine Lobby: die FDP. Das ist kein Witz. Was hätten denn die Schleckerfrauen von der Transfergesellschaft?

    Nix. Die verzichten auf einen Abfindung, sollen zu einer "Transfergesellschaft" pendeln (nur 11 Transfergesellschaften bei 11000 Schleckerfrauen). Das Netz der Arbeitsagenturen ist enger vermascht. Wer in einer Transfergesellschaft war, ist auch schwer vermittelbar. Da denkt sich der der potentielle neue Arbeitgeber: Oh Gott, so eine. Eine Transfergesellschaft im Lebenslauf ist ein Stigma.

    Und die FDP hat doch vollkommen recht: Die meisten Schleckerfrauen finden schnell eine neue Tätigkeit.
  7. #146

    Dummfug

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    S.P.O.N. - Im Zweifel links: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Über die Pleite von SChlecker wird von linken Journalisten mittlerweile immer mehr Dummfug verbreitet. Herr Augstein ignoriert komplett, dass Anton Schlecker als Einzelkaufmann sein ganzes Vermögen verloren hat. Wäre die Gesellschaft als GmbH organisiert gewesen, wäre sie auch nicht viel transparenter gewesen. Und Pleite gegangen sind AGs und GmbHs in der Geschichte genauso oft wie Einzelkaufleute. Was Augstein hier unterstellt ist insoweit falsch und widersinnig.

    Hätte Schlecker das als GmbH organisiert, hätte er sich ein Geschäftsführergehalt zahlen und Gewinne vereinnahmen können. DAs alles bliebe ihm erhalten. Jetzt als Einzelkaufmann ist für ihn alles weg. Und das soll jetzt also besonders schlimm sein?

    Die Marktwirtschaft lebt davon, dass sich die Wirtschaft erneuert - und dazu gehört die Insolvenz von Firmen, deren Produkte nicht nachgefragt werden. Das sollte auch ein Herr Augstein kapieren.
  8. #147

    sie haben was vergessen

    Zitat von olicrom Beitrag anzeigen
    .... ob sie selber an ihre Märchen glauben - dann sind sie einfach nur naiv und dumm - oder eben nicht, und dann sind sie dazu auch noch extrem gefährlich um nicht zu sagen kriminell und mithin eigentlich selbst der beste Beweis für die Realitätsferne ihres Weltbildes, das ja besagt, dass die Freie Marktwirtschaft es schon richten wird. Aber der Mensch ist nun mal gierig, dissozial und Egoist, das wissen gerade die FDPler am besten und fabulieren uns doch das Gegenteil vor. Denn Nichts, aber auch gar Nichts funktioniert irgendwo in der FDP-gemachten Welt so, wie es die FDP-Naiven es uns vorgaukeln wollen: Finanzkrise, Pharmaabzocke, Benzinabzocke, Stromabzocke, Gasabzocke, Preisabsprachen, Lobby-Pest, Löhne unterm Existenzminimum etc. etc. Allüberall schiert das Modell.
    Die FDP gemachte Welt ist die Hölle. Ja.
    Aber in diesem Jahr werden wir den Teufel besiegen.
    Für immer.
    .....die FDP gemachte Welt ist weiterhin auch für Krebs, Aids, das Schlachten in Syrien usw verantwortlich......seit über 100 Jahren wird die Welt von FDP gemacht und es läuft nicht gut.....
  9. #148

    Schöne neue Welt

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.
    S.P.O.N. - Im Zweifel links: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Na, klar. Am besten mittels eines neu zu gründenden Ministeriums mit Quotenfrauen und Quotenmigranten. Staatliche ExpertInnen verstehen sich immer noch am besten auf´s Wirtschaften.

    Willkommen in Wolkenkuckucksheim.
  10. #149

    v

    Zitat von burgundy2 Beitrag anzeigen
    Das ist jetzt wenigstens mal ein zwar phantasievolles, aber nicht unrealistisches Szenario im Gegensatz zu den Trauerreden die für diesen gewieften Unternehmer hier im Forum gebracht werden.

    Und sie zeigt die Dimensionen des Vorgangs: die ganze Menschenverachtung für die Leidtragenden.
    Grrrrhhh...

    Wo tragen die denn bitte ein Leid? Haben die ein Bein verloren? Ein Auge? Verwandte? Wenn jetzt jemand deswegen Depressionen bekommt - dafür gibts Ärzte. Sie können wie jeder andere, der seine Arbeit verliert auf das Arbeitsamt gehen und sich bemühen einen neuen Job zu suchen. Diese Menschen haben die Läden praktisch alleine geschmissen. Klasse! Solche Leute braucht die Gesellschaft! Es sollte für diese Damen und Herren aktuell wirklich kein Problem sein einen Job zu finden.

    Bitte - niemand wurde gezwungen für Schlecker zu arbeiten! Sowas geschieht freiwillig!

    Es gibt nunmal keine Garantien. Niemand hindert einen Schlecker daran, einen Konzern mit 20.000 Menschen aufzubauen. Da freut sich jeder. Es hat ihn jedoch auch niemand daran zu hindern dieses Engagement zu beenden wann immer und wie auch immer er das will.


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