Sehen Sie sich bitte in diesem Zusammenhang folgenden TED Talk an:
Richard Wilkinson: How economic inequality harms societies | Video on TED.com
Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825216,00.html
Sehen Sie sich bitte in diesem Zusammenhang folgenden TED Talk an:
Richard Wilkinson: How economic inequality harms societies | Video on TED.com
Das Problem ist doch eher das Herr Schlecker sich für unfehlbar hielt. Um sich nicht reinreden lassen zu müssen hat er diese Betriebsform gewählt. Kein Problem wenn man unfehlbar ist. Bei aller Achtung die man haben muss wenn jemand ein Unternehmen dieser Größe aufbaut, aber wenn man alles allein machen will ist das schon Zeichen einer gewaltigen Hybris.
Die Kunden haben BASISDEMOKRATISCH darüber abgestimmt, das die Schlecker-Konkurrenten mehr Umsatz machen und damit mehr Arbeitsplätze schaffen sollen.
Die Kunden haben sich BASISDEMOKRATISCH gegen Schlecker entschieden, daher ist das Unternehmen pleite.
Warum soll nun also etwas am Leben erhalten werden, was die BASISDEMKRATIE des Marktes NICHT WILL?
Augsteins ansichten sind zutiefst undemokratisch. Er möchte die Steuern erhöhen, um Unternehmen zu erhalten, welche der Bürger nicht mehr will. Das widerspricht dem basisdemokratischen Gedanken.
Statt sollte sich Augstein gedanken machen, ob die Schlecker-Mitarbeiter woanders gebraucht werden könnten.
Wir haben in diesem Land einen Pflegenotstand, die Bevölkerung überaltert. Wir brauchen nicht mehr Drogerien - sondern mehr Pflegekräfte, soziale Einrichtungen!
Da ist kein Geld für Schlecker - wir müssen mehr Arbeitsplätze im sozialen Berufen schaffen!
Mit Strukturkonservatismus hingegen wird den Menschen in diesem Land nicht geholfen:
Wir müssen die notwendigen Veränderungen dieser Gesellschaft begleiten - und nicht mit Geldmitteln notwendige gesellschaftliche Veränderungen behindern!
Die Schlecker-Rettung ist in Wahrheit Sozialabbau!Denn das Geld für die Rettung muss ja irgendwo zusammengestrichen werden, d.h. woanders verlieren dann die Menschen ihre Jobs!!!
Richtig!
Herr Augstein, ich lese Ihre Beiträge normalerweise mit großer Zustimmung! Diesmal bleibt mir jedoch die Spucke weg.
1,) Kann ein e.K. eben nicht machen was er will, sondern unterliegt dem Handelsgesetzbuch.
2.) Macht er genau das, was von Leuten, sowohl des liberalen als auch des linken Lagers immer gefordert wird. Er haftet mit seinem gesamten Hab und Gut! Das macht ansonsten keine Unternehmensform!
3.) Haben die Gewerkschaften und die Medien einen großen Anteil daran, das dieses Unternehmen komplett "out" ist!
4.) Werden durch die Sanierung die Läden "gerettet" die eine schnelle Mark (Euro) versprechen und nicht die nötigen, kleinen auf dem Dorf
5.) Hat die aktuelle Lösung den Vorteil das die Ex-MA ein Klagerecht haben. Das wollte man ihnen nämlich abkaufen mit einer billigen Auffanggesellschaft. Das die Gewerkschaften das auch noch unterstützten ist infam von den Gewerkschaften.
6.) Ist nicht immer alles, was sozial gerecht daherkommt, sozial gerecht.
Das ist die grosse Frage. Anton Schlecker haftet mit seinem gesamten (!) Vermögen. Also kann man getrost davon ausgehen, dass er mit umgedrehten Taschen am Ende dastehen wird. Dass sich Anton Schlecker nicht hinter einer Kapitalgesellschaft versteckt hat ist ihm hoch anzurechnen.
Ob seine Frau oder seine Kinder ihm einen geruhsamen Lebensabend ermöglichen steht auf einem anderen Blatt und können wir nicht wissen. Genauso wenig wie wir wissen können, ob nicht einige der Schlecker-Frauen (grausamer Ausdruck) einen gut situierten Partner haben. Das wäre Spekulation.
Dieses Ammenmärchen, dass alle Unternehmer in Saus und Braus leben, Champagner saufen und jubelnd einer Privatinsolvenz entgegen sehen ist schwer aushaltbar. Hier wird verkannt, was für Risiken eine persönliche Haftung für den Unternehmer bedeutet.
ich auch, und zwar reichlich.
Ich lese den Augstein ja ganz gern, gelegentlich sogar den Freitag. Ich finde es auch hochinteressant, wenn ein intelligenter Artikel meiner vorgefassten Meinung zuwider läuft, hab ich was zu denken. Aber das Gesetz, den Unterschied von Personengesellschaften und Kapitalgesellschaften, als Ursache zu sehen, ist wunderlich. Angenommen AS wäre zur Expansion in den Osten irgendwann an die Börse gegangen. Das frische Kapital hätte das Wachstum einfacher gemacht, er hätte in Ruhe seinen Anteil reduzieren, und sein Privatvermögen diversifizieren können. Niemand würde sich aufregen, schon weil man sich eben über konkrete Menschen einfacher aufregt als über die Aktionäre.
Glaubt Augstein wirklich, angestellte Manager, üblicherweise als Nieten in Nadelstreifen oder graue Herren beschrieben, sind die Lösung?
Sieh an, noch so ein Honecker Fan, der die Suche nach den versprochenen blühenden Landschaften noch nicht aufgegeben hat.
Wenn sie fest die Augen schließen und immer brav da hin rennnen wo Sie der nächstbeste Populist am Wegesrand hinschickt, werden Sie sie finden... gewiss - irgendwann.
Gewiss aber hat das hier nichts mit Realität zu tun, sondern mit gefährlich naivem Utopismus. Wer noch bei Trost ist wird es begreifen ;)
Der "Gründer" hat zuerst einmal eine für ihn gewinnbringende Idee. Die Mitarbeiter arbeiten natürlich ebenfalls in die eigene Tasche. Auf der Ebene sind also beide quitt. Dann aber können wir ruhig beim Marxschen Mehrwert bleiben, der sich bei einer Vielzahl von Mitarbeitern zum Wohlstand des Unternehmers potenziert, besonders dann, wenn man die Entlohnung des Mitarbeiteres knapp bemisst - wie es Schlecker getan hat.
Wer äussert denn diese These?
Die hat ja wohl auch keiner verlangt.
Das hängt ein wenig von der gesellschaftlichen Position des Unternehmers ab.
Fromme Worte, die aber im knallharten Business eben nichts mehr sind als das. Insbesondere Schlecker war eben kein Heiliger (aber die anderen sind es auch nicht...)
Auch das ist nett gedacht. Es sieht allerdings nicht danach aus, als würde es eine grosse Rückholung geben.
Einen solchen Generalverdacht habe ich nicht ausgesprochen. Allerdings gehört ein solches Verhalten durchaus zur menschlichen Grundstruktur.
Das bestreitet niemand, Schlecker ist aber eben gerade nicht schicksalhaft in diese Situation gekommen. Seine Mitarbeiter grösstenteils allerdings schon.
Tragfähige Arbeitsplätze zu schaffen ist eben nun gerade nicht das Merkmal des Unternehmertums, auch wenn dies so sein sollte. Es gilt nach wie vor - und immer offensichtlicher - der Eigennutz. Ohne dass ich dies jetzt werten will.
Oh, mein Gott, den Rösler hätten sie jetzt nicht unbedingt erwähnen müssen, der sich bar jeder Kompetenz ins Wirtschaftsministerium verirrt hat. Das Ministergehalt ist für ihn mehr als ausreichend.
Warten wir es ab.
Sie treffen den Nagel auf den Kopf! Herr Schlecker steht mit seinem Namen und persönlichen Vermögen für sein Unternehmen gerade, kann man ihm daraus jetzt einen Vorwurf machen.
Auch haben die Schlecker-Mädels besser verdient als man glaubt, gut dafür mussten sie sich mit Querkopf Anton rumschlagen.
Die Treue der Frauen zu ihrem Frsten - Freigeisterhaus