Ich verstehe Herrn Augstein in diesem Fall überhaupt nicht, jedem Firmengründer bleibt es überlassen ob er eine Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR) gründet, eine Kommanditgesellschaft (KG), eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Aktiengesellschaft (AG).
Und wie auch der Forist aus dem ersten Beitrag richtig erleuterte stand Herr Schlecker mit seinem Privatvermögen ein, sprich ist er bei einer Firmenpleite ebenfals pleite. Firmen dieser Größenordnung sind in der regel GmbHs oder AGs...
Warum Herr Schlecker diese Änderung nie vollzog ist wohl auf die Handlungsfreiheit zurückzuführen die er für sich behalten wollte.
Wohin die nun führte wissen wir alle...
Für Vorstände großer Konzerne würde ich es mir wünschen, dass die Herren dort mit ihrem Privatvermögen einstehen, denn die handeln in der Regel genau so wie Herr Schlecker.
Warum man Banken rettet und Schlecker nicht ist auch ganz einfach zu erklären.
Hätte man die Banken nicht gerettet hätte man auch alle Fimen und Privatanleger die bei entsprechenden Banken ihr Konto besitzen in finanzielle Not gebracht.
Dann hätte man dort einspringen müssen.
Würde man dies auch nicht tun so hätte es eine Kettenreaktion gegeben.
Firmen wären zahlungsunfähig geworden und hätten so weitere Firmen angesteckt die nicht von den Bankenpleiten betroffen gewesen war oder es gehen wichtige Lieferanten pleite die nicht so schnell ersetzt werden können usw.
Es wäre aber sicherlich teurer gewesen jeden Bankkunden finaziell nach Bedarf und Zeitdruck helfen zu wollen als sofort die Bank zu stützen. Daher, und nur daher war die Bankenrettung sinnvoll.
Leider hat man es danach nicht hinbekommen die Gesetze vernünftig zu ändern um solche Szenarien abzuschalten.
Demgegenüber verlieren bei der Schleckerpleite 11.000 MAs ihren schlecht bezahlten Job und verlassen ein mehr als schlecht laufendes Unternehmen.
Auf dieser Basis wäre eine Auffanggesellschaft nichts weiter gewesen als eine Fortzahlung des Gehalts für 6 Monate. Welcher Sinn dahinter steckt ist fraglich.
Täglich verlieren aber auch ohne Schlecker jede Menge Menschen ihren Job, die ihren Lohn dann auch nicht zu 100% vom Staat bezahlt bekommen, nein die gehen zur Arbeitsagentur...die es eben aus sozialen Gründen für Leute gibt die ihren Job verlieren ;o)
Und Lieferunternehmen die Schlecker belieferten werden wohl auch andere Kunden haben, wenn nicht handelte es sich offensichtlich um eine Scheinselbstständigkeit die ja sowieso nicht ganz rechtens wäre.
Warum sollten die 11.000 es besser haben als all die, die sonst ihren Job verlieren? Nur weil es Frauen sind? Nur weil es 11.000 sind?
Dabei verteilen sich diese 11.000 auchnoch über ganz BRD, bei 11.000 aus einem ort hätte man noch von standörtlicher Bedeutung sprechen können, aber so?!
Einen neuen Job suchen geht auch einfacher wenn man arbeitslos ist, als wenn ich weiter in einem Laden rumgammel zu dem eh kein Kunde kommt.

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