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FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten

Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825216,00.html
  1. #100

    Vollkommen anderer Meinung

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich verstehe Herrn Augstein in diesem Fall überhaupt nicht, jedem Firmengründer bleibt es überlassen ob er eine Gesellschaft Bürgerlichen Rechts (GbR) gründet, eine Kommanditgesellschaft (KG), eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) oder eine Aktiengesellschaft (AG).
    Und wie auch der Forist aus dem ersten Beitrag richtig erleuterte stand Herr Schlecker mit seinem Privatvermögen ein, sprich ist er bei einer Firmenpleite ebenfals pleite. Firmen dieser Größenordnung sind in der regel GmbHs oder AGs...
    Warum Herr Schlecker diese Änderung nie vollzog ist wohl auf die Handlungsfreiheit zurückzuführen die er für sich behalten wollte.
    Wohin die nun führte wissen wir alle...
    Für Vorstände großer Konzerne würde ich es mir wünschen, dass die Herren dort mit ihrem Privatvermögen einstehen, denn die handeln in der Regel genau so wie Herr Schlecker.

    Warum man Banken rettet und Schlecker nicht ist auch ganz einfach zu erklären.

    Hätte man die Banken nicht gerettet hätte man auch alle Fimen und Privatanleger die bei entsprechenden Banken ihr Konto besitzen in finanzielle Not gebracht.
    Dann hätte man dort einspringen müssen.
    Würde man dies auch nicht tun so hätte es eine Kettenreaktion gegeben.
    Firmen wären zahlungsunfähig geworden und hätten so weitere Firmen angesteckt die nicht von den Bankenpleiten betroffen gewesen war oder es gehen wichtige Lieferanten pleite die nicht so schnell ersetzt werden können usw.

    Es wäre aber sicherlich teurer gewesen jeden Bankkunden finaziell nach Bedarf und Zeitdruck helfen zu wollen als sofort die Bank zu stützen. Daher, und nur daher war die Bankenrettung sinnvoll.
    Leider hat man es danach nicht hinbekommen die Gesetze vernünftig zu ändern um solche Szenarien abzuschalten.

    Demgegenüber verlieren bei der Schleckerpleite 11.000 MAs ihren schlecht bezahlten Job und verlassen ein mehr als schlecht laufendes Unternehmen.
    Auf dieser Basis wäre eine Auffanggesellschaft nichts weiter gewesen als eine Fortzahlung des Gehalts für 6 Monate. Welcher Sinn dahinter steckt ist fraglich.
    Täglich verlieren aber auch ohne Schlecker jede Menge Menschen ihren Job, die ihren Lohn dann auch nicht zu 100% vom Staat bezahlt bekommen, nein die gehen zur Arbeitsagentur...die es eben aus sozialen Gründen für Leute gibt die ihren Job verlieren ;o)

    Und Lieferunternehmen die Schlecker belieferten werden wohl auch andere Kunden haben, wenn nicht handelte es sich offensichtlich um eine Scheinselbstständigkeit die ja sowieso nicht ganz rechtens wäre.

    Warum sollten die 11.000 es besser haben als all die, die sonst ihren Job verlieren? Nur weil es Frauen sind? Nur weil es 11.000 sind?
    Dabei verteilen sich diese 11.000 auchnoch über ganz BRD, bei 11.000 aus einem ort hätte man noch von standörtlicher Bedeutung sprechen können, aber so?!
    Einen neuen Job suchen geht auch einfacher wenn man arbeitslos ist, als wenn ich weiter in einem Laden rumgammel zu dem eh kein Kunde kommt.
  2. #101

    Zitat von Bezahler Beitrag anzeigen
    Könnte man meinen.Unkluge Ansichten ohne Verstand.Völlig Sinnfreie Anschten zur Unternehmenshaftung.
    Ne,ne,lassen Sie uns nicht auf den Leim kriechen.Auch Augstein sitz als mal beim Steuerberater. Auch und gerade der Papa war`s doch welcher die Mitarbeiter als Komanditisten ausgebeutet hat.
    Also der Junge glaubt nicht was Er da schreibt.So blöde kann man auf dieser Position nicht sein.Das hier ist mal wieder einer dieser Versuchsballons mit welchen festgestellt wird wie weit des Volkes Verstand bereits von der Realität entfernt hat. Es sind letztlich unsere Klicks und komentare wo der verwertung zugeführt werden.
    Der Staat als Aufsicht bei Vollkaufleuten= da lachen ja die Hühner!
    Sinnfreie Argumentation ist überall zu finden: Da überschreibt ein Unterhehmer die Hälfte seines erfolgreichen Unternehmens mitsamt Gewinnanteilen und Mitspracherechten seinen Mitarbeitern, und wird dafür als Ausbeuter beschimpft.
    Die Mitarbeiter könnten ja sich moralisch verpflichtet fühlen, für die guten Arbeitsbedingungen freiwillig gute oder sogar höchste Leistungen bringen. Das schreit ja nach psychischer Ausbeutung und Nötigung!
  3. #102

    Erstaunlich...

    ... das Augstein jun.gegen die persönliche Haftung von Unternehmer antritt.

    Egal was er gestern geraucht hat, das will ich auch.
  4. #103

    Konsequenz bitte!

    [QUOTE=sysop;9937999]Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    Ein gutes Artikel und Zündstoff für eine freie berechtigte Debatte. Das muss auch in einer (noch) freien Gesellschaft möglich sein. Die Reaktionen anscheinend aus FDP / Neoliberaler Lagern sind wie Rhetorik der US Erz-Republikaner. Nur Neoliberalismus funktioniert, alle haben gleiche Chancen, jeder verantwortet für sich, alles ist Bestens usw. Nun bei der Bankenrettung war es kein Thema dass der Vater Staat die Banken rettete? Wobei sie waren ja "Systemrelevant". Und wer ist das "System"? Eine kleine bevorzugte Geldelite.

    Wenn jemand Leute mit 400 Euro im Monat anstellt und der Staat zahlt den Rest, handelt es sich um nichts anders als Subventionen und Ausbeutung. Vielen von den "erfolgreichen" SIEGER Unternehmen (alle andere sind ja "Loosers" heutzutage) wurden mit Subventionen befördert in den letzten 15 Jahren. Sei es in Deutschland, anderswo in der EU oder in den USA. Es gibt sehr wenige Unternehmer die Wirklich etwas auf die Beine gestellt haben.

    Es braucht einen aktiven Staat und nicht nur eine Fassade wie in sogenannten Bananenrepubliken. Selbstverständlich ist die Regierungsform einer Bananenrepublik dass bequemste für eine unfähige diktatorische Geldelite. Machtgier benutzt Ideologien zum Zweck sei es DDR Kommunismus, Neoliberalismus usw.

    Vor allem passiert nichts von sich selber! Also Aussagen das der Markt korrigiert sich (automatisch) selber ist genauso utopisch wie die kommunistische Behauptung dass jeder Mensch gleichähnlich sei.
    Die Diskussion geht nicht darum ob der Kapitalismus des 19. Jahrhunderts oder der Kommunismus der DDR das Richtige oder Falsche ist, aber es geht darum wie können wir die heutige seriöse Gesellschaftsprobleme lösen? Oder müssen wir als Menschheit das 20. Jahrhundert wiederholen?

    Die Existenz der Elite sei es Unternehmer, Politiker, Banker usw. wird nur und nur dann berechtigt wenn sie das Wohlhaben der ganzen Gesellschaft befördert. Der Kapitän des Schiffs braucht genau so viel seinen Matrosen wie die ihn. Klar, dass der Kapitän der Chef ist und Privilegien hat, aber auch Verantwortung!
  5. #104

    Zitat von ABXEcki Beitrag anzeigen
    Ist die griechische Insolvenz (Pleite) eine ander als die von Schlecker? Wurde in Griechenland nicht auch immens falsch gewirtschaftet? Warum pumpt man dann da Milliarden von Euros zur Rettung rein und für deutsche Arbeitnehmer hat man nicht einmal ein paar Millionen übrig? Sicher! Griechenland ist zwar ein ganz anderes Kaliber als Schlecker, aber ist Insolvenz nicht gleich Insolvenz und Misswirtschaft nicht gleich Misswirtschaft?
    Griechenland befindet sich doch seit dem 09.03.2012 offiziell im Staatsbankrott. Im übrigen ist Griechenland ja kein Unternehmen, sondern ein Staat, und hat damit doch nach der Logik von Herrn Augstein per se den wirtschaftlichen Sachverstand gepachtet...
  6. #105

    verrückt

    Lieber Herr Augstein,

    jetzt sind Sie aber wirklich ... Also, Sie testen die Grenzen, würde ich mal sagen.

    Darf ich hoffen, dass Se uns nächste Woche erklären, die Sowjetunion sei eigentlich kein so schlechtes System gewesen?
  7. #106

    An Heuchelei

    Zitat von Litajao Beitrag anzeigen
    Das ist halt das Prinzip der Ultra-Neo-Liberalen, wie der FDP.
    Alles Privatisieren, alles Deregulieren, aber wenn es mal die
    Klientel, wie die Banken und Hedgefonds trifft, dann schnell,
    schnell unter den Rock von Mutti Staat.

    An Feigheit wohl nicht zu überbieten!
    Leider haben diese 11.000 Menschen keine Lobby, keiner der
    sagt, dass diese 11.000 Menschen, meist Frauen, systemrelevant sind
    nicht zu überbieten:

    Wo waren Sie, der grosse Schleckerbeschützer, als SPD und Verdi einen Boykottaufruf gegen Schlecker gestartet haben.

    Die Leute bei Schlecker interessieren Sie doch einen S..., wann haben Sie das letzte Mal dort eingekauft?
  8. #107

    der auf dem Ast sitzt an dem er sägt...

    Zitat von fuenfringe Beitrag anzeigen
    Freie Marktwirtschaft... das heisst jetzt Turbokapitalismus, lieber Ewiggestriger. Und dafür darf man nicht nur Spott, sondern sollte sogar Verachtung hegen.
    Augstein: find' ich gut. Endlich wieder ein scharfer Denker und guter Rhetoriker - im Gegensatz zu Fleischhauer, den freshNfunky vermutlich liebhat...
    Ohh man ist der Freiheit überdrüssig geworden? weil man muß ja Verantwortung dafür übernehmen? Sie wissen gar nicht wie nah sie sich damit in die Nähe totalitärer Systeme bewegen.

    Man sieht daß Sie zu solchen Leuten gehören die wenig Verantwortung in der Gesellschaft übernehmen, sonst würden sie nicht so realitätsferne Statements von sich geben.

    Mit dieser affektierten Anbiederung an zeitlichen Strömungen die glauben das richtige Wirtschaftssystem ist eine frage der Mode als weniger des gesunden Sachverstands der sich gezwungenermaßen mit der Realität messen muß, bezeugen sie, lieber prominenter Stimmungsmache zu folgen als weniger der Vernunft.
  9. #108

    soviel Ahnungslosigkeit erstaunt...

    seit Tagen plappern Politiker und Journalisten die zwar wohlkklingenden aber sachlich leider völlig falschen Argumente daher. Als ob durch die Transfergesellschaft irgendein Arbeitsplatz erhalten geblieben wäre...

    Eine Transfergesellschaft hat mitnichtem den Zweck Arbeitsplätze zu erhalten. Sie dient lediglich dazu für einen neuen Investor den sanierungsfeindlichen § 613 a des Bürgerlichen Gesetzbuches zu umgehen, da zwischen "insolvente Gesellschaft" und "neue Gesellschaft" besagte Transfergesellschaft zwischengeschaltet wird. Dadurch wird verhindert, dass sich die gekündigten Schlecker Frauen in die "neue" Gesellschaft einklagen können. Einen der 11.000 Arbeitsplätze hätte sie aber mitnichten erhalten.

    Aber ist das nicht ein Quatsch, dass die Politik 70 MEUR dafür ausgeben soll, die Gesetzte zu umgehen, die sie selbst geschaffen hat? Wäre es nicht billiger endlich § 613 a zu ändern? Dann braucht auch niemand mehr eine teure und an sich völlig unnötige Transfergesellschaft.
  10. #109

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Anton Schlecker hat sein Unternehmen in den Ruin getrieben - das Gesetz hat es ihm erlaubt. Büßen müssen die Beschäftigten. Nötig ist nicht weniger staatliche Intervention im Wirtschaftsleben, sondern mehr.

    FDP und Schlecker-Insolvenz: 11.000 Ungerechtigkeiten - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    So viel blabla für immer die selbe Leier...

    Verbieten Sie doch das Unternehmertum, dann kann auch keiner Pleite gehen, verstaatlichen Sie, dann kann auch keiner Pleite gehen...dann gehen eben nur noch ganze Gesellschaften Pleite. Und ja, in einer freien Wirtschaft geht auch mal ein Laden Pleite, ob verschuldet oder unverschuldet ist egal, das ist halt so. Und wenn jetzt Q-Cells pleite geht, weil die Förderung gekürzt wurde...ok, passiert. Jeden Tag gehen Firmen Pleite, werden Arbeitnehmer arbeitslos...dieses Gejammere ist wirklich nervig!








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