FDP und die Schlecker-Pleite: Röslers riskante Operation Rückgrat

REUTERSDie FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824771,00.html
  1. #410

    Wer zu spät kommt, den...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?

    FDP und die Schlecker-Pleite: Röslers riskante Operation Rückgrat - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Zu spät Herr Rösler, das rettet Sie und die FDP nicht mehr. Ihre Entscheidung in Sachen Schlecker war zwar so von einer liberalen Partei erwartet worden. Nachdem aber die FDP ihre liberalen Grundsätze zugunsten der Blockparteien verkauft hat und die vielen Chancen zur Profilierung nicht genutzt hat (EURO-Rettung, Eintritt für den Erhalt der Demokratie gegen die Angriffe des Koalitionspartners und der Brüsseler-Mafia) ist Ihnen nicht mehr zu helfen. Den Untergang haben Sie verdient. Sie hätten auf Herrn Schäffler hören sollen und hätten nach den kommenden Bundestagswahlen eine außerordentlich wichtige Rolle in der deutschen Politik einnehmen können. Das alles tut mir leid, weil ich große Hoffnung auf Sie gesetzt hatte, dass Sie den Marsch in die Irre korrigieren würden. Nun muss man hoffen, dass es Parteien wie die Piraten oder die Partei der Vernunft (PdV) besser machen als die FDP.
  2. #411

    Wegnehmen

    Zitat von sunrise1873 Beitrag anzeigen
    Schlecker ist im Grunde genommen pleite gegangen, weil sie ihre Leute schlecht behandelt haben und ihre Image so schlecht war, daß dort niemand mehr kaufen wollte. Seien wir froh, wenn so ein Geschäft abgewickelt wird - und seien wir froh, daß wir keine Auffanggesellschaften brauchen, weil es in unserer Staat ein gut funktionierender Sozialstaat ist, der für diese Fälle Hilfen bereit hält - für die Betroffenen Frauen - und nicht für den Unternehmer!
    Genau so ist es.
    Schön wäre es allerdings, wenn der Schlecker-Clan vom verbliebenen Reichtum befreit würde.
  3. #412

    Oeko-Sozialismus schadet. FDP derzeit die einzigen, die sich gegenstellen!

    Zitat von pejaydarklord Beitrag anzeigen
    Transfergesellschaften verfolgen den Zweck, konkret von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeitern eines Betriebes im Rahmen einer maximal einjährig befristeten Beschäftigung neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Transfergesellschaften sind dabei keine Auffanggesellschaft.
    Reiner Euphemismus. Eine Transfergesellschaft ist und bleibt selbstverstaendlich praktisch ein Auffanggesellschafts-Derivat.

    Daher gilt auch genau das gleiche wie fuer ein Job-Center/Arbeitsagentur: in neue Beschaeftigungsverhaeltnisse vermitteln ...

    Sie haben ausschließlich das Ziel, die betreuten Beschäftigten so schnell wie möglich wieder in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln.
    Hat jedes Arbeitsagentur/Jobcenter auch als Aufgabe

    Dass die FDP (Freunde der Plünderer) mit solchen arbeitsmarktpolitischjen Mitteln nichts zu tuen haben will, liegt nicht nur "einfach" an der von dieser Vereinigung betriebenen Klientelpolitik, sondern basiert auf der neoliberalen Strategie, eine Schwächung der Arbeitnehmer und ihrer Interessen, um dadurch eine noch größerer Produktivität und Profitabiltät zu erzielen.
    Das behaupten oeko-sozialistische Pluenderer, die auch sinnlose Terme wie "neoliberal" popularisiert haben, was in Wirklichkeit von den gleichgeschalteten Oeko-Sozialisten in Lateinamerika stammt, von Attac Frace nach Europe gebracht und dann von wem verbreitet wurde? Ja, genau, den "Soziale Gerechtigkeits"-Predigern, auf deren raeuberisches menschenfeindliches Konto die schlechteste Wirtschaftsperformance, die ungerechtesten Staaten und mit die meiste Armut gehen. Entsprechend ist Ihr Absatz auch als typische Verschwoerungstheorie zu lesen.

    Oder ganz Platt: je mehr Arbeitslose es auf dem Arbeitsmarkt gibt, desto billiger kann ich mir Arbeitskräfte einkaufen. Oder anders: je mehr arbeitslos desto niedriger die Löhne, desto höher die Gewinne der Unternehmen.
    Oeko-Sozialismus, daher falsch. Zum einen aendert eine sinnlose Mehrfachstruktur wie eine "Transfergesellschaft" an derlei ueberhaupt nichts wesentliches. Vermittelt werden sie sowieso. Zum anderen ermoeglicht gerade die Schlecker-Pleite und die Art der Jobs eine recht einfache Vermittlung, da sowieso in Drogerien/Supermaerkten etc. oft Menschen gesucht werden und now erst recht Mehrbedarf existiert.

    ferner: Wenn es doch leicht ist Unternehmer zu sein und massenweise Kohle zu kassieren, warum machen es denn dann nicht alle? Aha die Realitaet ...


    In diesem Zusammenhang wird dann häufig noch der Begriff der Konkurenzfähigkeit mit irgendwelchen Schwellenländern gebraucht und alles schweigt erfürchtig ob der wirtschaftlichen Weitsicht. Die Arbeitslosigkeit der Schleckerfrauen wird also nicht nur von der FDP in Kauf genommen sondern ist vor dem Hintergrund neoliberaler Philisophie notwendig und damit - wie immer - alternativlos.
    Reiner oeko-sozialistischer Unsinn. Die FDP hat weder die Arbeitslosigkeit der Schleckerfrauen in Kauf genommen, denn das sind sie, noch steht sie einer Vermittlung im Wege - das werden sie ohnehin, weil es in dieser Branche ohnehin mehr Stellen gibt, die leichter zu besetzen sind, erst recht nachdem die Schlecker-Pleite der Konkurrenz mehr Expansion erlaubt.

    Und davon abgesehen hat das wenig mit Ihrem Exkurs ueber Schwellenlaendern zu tun.
  4. #413

    ...

    Zitat von Thaquanwyn Beitrag anzeigen
    Was ich aber persönlich besonders perfide finde, ist meiner Meinung nach die Tatsache, dass erst die Wahl im Saarland den wirklichen Ausschlag für die FDP gegeben hat, sich gegen die Auffanggesellschaft zu stellen. Hier wird nicht Politik gemacht, sondern einzig und allein der Versuch unternommen, die eigene Klientel wieder an die Urnen zu treiben, um somit dem drohenden Untergang zu entgehen.
    Wobei ich gerade die potentiellen Investoren zur FDP Klientel zähle.
    Ihre Logik ist da nicht ganz schlüssig.
    Denn durch eine Entsorgung des überflüssigen Humankapitals in eine Transfergesellschaft, kämen Investoren "günstiger" an die verbliebenen Läden ran.
  5. #414

    Zitat von solomong. Beitrag anzeigen
    und wo ist das genau?
    Was halten Sie den von den von Ihnen höchstwahrscheinlich so verachteten USA?

    Ich war bis vor kurzem Arbeitgeber in der US Industrie. Nicht Banker oder sowas, sondern richtige industrielle Arbeitsplätze. Und jetzt lassen wir mal die Bild-Zeitung mit ihren idiotischen Geschichten ( und den Deppen von Obama genauso ) aussen vor und betrachten die Realität:

    Krankenversicherung und zwar ein private auf dem Niveau der deutschen Privaten Krankenversicherung inklusive Familienversicherung zahlt selbstverständlich der Arbeitgeber.

    Arbeitlosenversicherung ist zwar nicht so dolle wie bei uns, aber dafür ist sie aus Steuermitteln finanziert.

    Hire und fire gibts zwar auf dem Papier, aber da Fachkräfte lange nicht so breit gestreut sind, wie in D wird noch viel mehr darauf aufgepasst, dass man auch in schlechten Zeiten seine guten Leute behält. Die Fluktation ist also geringer.

    Die Arbeiterlöhne sind zwar nominal etwas niedriger, die Abzüge allerdings bei ca. 22 % und die Lebenshaltungskosten sind massiv niedriger als in D. Auf gut Deutsch, man kann als Alleinverdienender Arbeiter problemlos eine 4-köpfige Familie ernähren.

    Und wenn man dann doch mal den Job verliert, gilt man auch mit 55 noch nicht als altes Eisen und findet i.d.R. innerhalb allerkürzester Zeit einen neuen Job.

    Wenn deutsche Arbeiter wüssten, wie sie über den Leisten gezogen werden, müssten sich Bsirske und Konsorten demnächst Personenschutz zulegen.

    Vollkommen off topic, nur mal wieder ein Beispiel, dass die deutschen Sozialromantiker - wie üblich - von nix ne Ahnung haben.
  6. #415

    Bürgen?

    Zitat von -mowgli- Beitrag anzeigen
    Das ist ja richtig rosarot, was Sie hier beschreiben.
    Jede Bank reibt sich hier die Hände ein so sicheres Geschäft zu machen. Wozu braucht man da noch einen Bürgen?
    Sie können ja mal versuchen auf Grund dieses Geschäftsmodells einen Kredit ohne Bürge zu bekommen.
    Da ist nichts rosarot das ist nur realistisch.

    Nur der Dok der schon im OP nix zustande gebracht hat taugt auch in wirtschaftlichen Dinge nichts. Vom Zeil brauchen wir erst garnicht anfangen der ist noch schlimmer.
  7. #416

    Richtiger Weg

    Bravo FDP, jetzt noch von dieser dämlichen Energiewende distanzieren und ihr habt meine Stimme.
  8. #417

    Schlecker-Pleite und FDP

    Zitat von pejaydarklord Beitrag anzeigen
    scheint der überwiegende Teil der in diesem Forum postenden Zeitgenossen zu sein. Zur allgemeinen Information:

    "Die Transfergesellschaft ist ein arbeitsmarktpolitisches Instrument, das (indirekt) in § 216b SGB III definiert ist. Transfergesellschaften verfolgen den Zweck, konkret von Arbeitslosigkeit bedrohten Mitarbeitern eines Betriebes im Rahmen einer maximal einjährig befristeten Beschäftigung neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Transfergesellschaften sind dabei keine Auffanggesellschaft. Sie haben ausschließlich das Ziel, die betreuten Beschäftigten so schnell wie möglich wieder in neue Beschäftigungsverhältnisse zu vermitteln. Der Wechsel in eine Transfergesellschaft ist für die von Arbeitslosigkeit bedrohten Beschäftigten freiwillig. Transfergesellschaften werden über ein gesetzlich definiertes Verfahren in enger Zusammenarbeit mit der Agentur für Arbeit installiert." (Zitat aus Wikipeedia).

    Also keine (erlaubte oder unerlaubte) Subvention an die Frima Schlecker, keine Wettbewerbsverzerrung sondern eins von vielen sinnvollen Arbeitsmarktpolitischen Mitteln bei drohenden Massenentlassungen. Es wäre für viele Foristen also besser mal nachzulesen, bevor sie Schwachsinn über Dinge posten, von denen sie keine Ahnung haben.

    Dass die FDP (Freunde der Plünderer) mit solchen arbeitsmarktpolitischjen Mitteln nichts zu tuen haben will, liegt nicht nur "einfach" an der von dieser Vereinigung betriebenen Klientelpolitik, sondern basiert auf der neoliberalen Strategie, eine Schwächung der Arbeitnehmer und ihrer Interessen, um dadurch eine noch größerer Produktivität und Profitabiltät zu erzielen. Oder ganz Platt: je mehr Arbeitslose es auf dem Arbeitsmarkt gibt, desto billiger kann ich mir Arbeitskräfte einkaufen. Oder anders: je mehr arbeitslos desto niedriger die Löhne, desto höher die Gewinne der Unternehmen. In diesem Zusammenhang wird dann häufig noch der Begriff der Konkurenzfähigkeit mit irgendwelchen Schwellenländern gebraucht und alles schweigt erfürchtig ob der wirtschaftlichen Weitsicht. Die Arbeitslosigkeit der Schleckerfrauen wird also nicht nur von der FDP in Kauf genommen sondern ist vor dem Hintergrund neoliberaler Philisophie notwendig und damit - wie immer - alternativlos.
    Und nicht zu vergessen - die Schlecker-Mitarbeiterinen sind nicht die typischen Wählerinnen der FDP. Die FDP sorgt sich nur um ihr Klientel.
  9. #418

    Hmm..

    Zitat von backshop Beitrag anzeigen
    Weil es hier im Grunde um situationelle Massnahmen geht.
    Mal ist es vernuenftig dies im Augenmerk zu haben, mal ist es sinnvoller jenes im Augenmerk zu haben. Entscheidend ist aber eine gewisse Balance.

    Negativbeispiel waere das nicht durch die FDP, sondern durch Anti-Liberale installierte Subventionssystem bei Industriestrom, das es trotzdem nicht schafft den Wegzug von Stahl- und Papierindustrie aufzuhalten (da ja trotzdem indirekte Kosten durch Zulieferer und mehr entstehen). Wer hat diesen aus reinen ideologischen Gruenden entstandenen Jobabbau zu verantworten, der automatisch auch noch zahllose unnoetige Subventionen zur Folge hat? Ja genau, alle auf oeko-sozialistische Utopie-Luftblasen reingefallen sind.

    Was kann da die FDP dafuer?
    Auch hier gilt wieder genau das umgekehrte: andere haben wieder mal am meisten geschadet und im uebrigen auch schon wieder die Freiheit beschraenkt, denn wer allein eine bestimmte Energiewandlung aufzwingt, ist totalitaer und antimarktwirtschaftlich, woraus dann sogleich ungesundes erfolgt ...

    Ansonsten zur Gastronomie/Hotelier/Hostel-Steuererleichterung, die uebrigens quer durch alle Parteien und von anderen Parteien gleichermassen zunaechst supportet wurde, die heute still sind und zusehen wie das auf die FDP abgeladen wird:

    Ueberlegen Sie doch mal selbst, ob das Sinn gemacht hat, vorurteilsfrei und zu dem Zeitpunkt? Gerade in der Gastronomie bzw. dem Hotelgewerbe war es vernuenftig und Job-foerdernd sowie fuer den Tourismus positiv das zu tun ...

    Da bieten sich ganz andere Dinge an zu hinterfragen, weshalb es dort Steuerverguenstigungen gibt.

    Eine ECHTE Subventions-Klientellobby-Partei sind z.B die Gruenen/NPD/Linke, alles Oeko-Sozialisten, die nicht etwa Steuererleichterungen, sondern Zwangsabgaben und Subventionswirtschaft bei ihren Ideologien und Klientels betreiben. Siehe Solarfirmen usw...

    Hier gehts um echte Eingriffe in die freie Marktwirtschaft, um echte Ideologien, Zwangsabgaben, Verhinderung von Alternativen und mehr. Und wer ist denn in NRW mal wieder gegen den Ladenschluss, der den Staat ueberhaupt nichts angeht?

    Werden Sie das ab jetzt kritisieren oder gings darum eh nicht?
    Da ich von einer befreundeten LandesGF der FDP weiss, dass rundmails zum aktiven mitmachen auffordern, kann ich ihre Einlassung besser ertragen. Man überlege sich blos, dass soetwas von jemandem freiwillig geschrieben worden wäre..
  10. #419

    poesie vergisst nicht

    Zitat von veraciter Beitrag anzeigen
    Trink, trink, Brüderlein trink,
    laß doch die Kassiererin zu Haus!
    Trink, trink, Brüderlein trink,
    gib doch den Hoteliers noch einen aus!
    Meide das Volk und meide das Herz,
    dann ist das Leben ein Scherz!
    Brav brav, Brüderlein brav,
    die FDP bleibt sich treu!
    Der Wähler ist nicht das dumme Schaf,
    und die Taktik ist nicht neu,
    die Steigerung von flüssig
    ist überflüssig