Forum


 

FDP und die Schlecker-Pleite: Röslers riskante Operation Rückgrat

REUTERSDie FDP will klare Kante zeigen, das Nein zur Schlecker-Bürgschaft soll den Liberalen die Stammwählerschaft zurückbringen. Doch die Strategie ist riskant, weil die Partei kaltherzig wirkt. Kann Philipp Röslers Rechnung aufgehen?

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...824771,00.html
  1. #340

    Schuld an der Schleckermisere ist nicht die FDP

    Schuld, das 11.000 Angestellte bei Schlecker entlassen werden ist nicht die FDP oder Merkel oder der Papst. Einzig Schuld ist das Mismanagement der Schleckers. Wenn heute die Politik einer maroden Firma hilft, stehen morgen 1000 andere Firmenzocker auf der Schwelle und wollen ihre verzockte Firma vom Staat gerettet haben. Ok, Europa/Weltpolitik sieht ähnlich aus, aber ist es aber doch nicht.
  2. #341

    Mehr liberaler Pragmatismus, statt oeko-sozialistisches Gutmenschengeschwaetz

    Zitat von thegambler Beitrag anzeigen
    Nicht das ich etwas dagegen hätte, wenn sinnvolle liberale Politik betrieben wird, aber wo war(oder ist in einigen Fällen) denn das Rückrat bitte schön dann bei den Hoteliers, bei der Bankenrettung, Eurorettung, beziehungsweise bei den Energieriesen in diesem Land?
    1. Wieso wird das alles eigentlich mit der FDP verknuepft? Das ist zwar typisch, aber falsch. Was kann der Liberalismus dafuer, wenn staendig alle Unsinn treiben und das dann wiederum auf den Liberalismus projiezieren? Was soll das zudem bringen, die Realitaet verschwindet dadurch ja nicht

    2. Hoteliers, in Wirklichkeit auch Gastronomie, kleine Betriebe, mittlere und grosse, Angestellte usw...
    Was das bringen soll, dass diese als Jobmaschinen und fuer den Tourismus eine niedrigere Steuerlast haben sollten? Ja genau das.

    Wer derlei mutwillig mit "reiche Hoteliers" uebersetzt, hat sich ein dumpfes Ressentiment andrehen lassen. Die FDP kann aber ja wohl kaum etwas dafuer, dass Menschen nicht differenziert und selbstaendig denken und mal genauer hinsehen.

    3. Energieriesen. Zum einen supportet die FDP nicht Energieriesen, sondern die gesamte Wirtschaft. Wie bei jeder sonstigen Partei auch, laesst sich immer selektiv irgendwas rausgreifen und als Gegenbeispiel verwenden. Das aendert aber an der Realitaet nichts.

    Davon abgesehen wuerde ich aber auch keine Nanosekunde davon ausgehen, dass es einem Land besser geht, wenn es keine Energieriesen mehr hat. Auch hier wirken gern mal oeko-sozialistische, damit schaedliche Ressentiments. Derzeit haben wir grosse, mittlere und kleine Betriebe, private und staatliche. Ohne grosse, hat Deutschland ein noch groesseres Problem, zumal dann die naechstgroesseren die neuen Grossen waeren.

    Am meisten geschadet hat hier der Fehler Energiewende und der irrationale landschafts-, umweltfeindliche und dauersubventionierte Ausbau der total ineffizienten (damit fuer jeden sinnlos teure) der in keinster Weise "erneuerbare Energien", die ja zum grossen Teil wieder abgebaut werden muessen, da bereits ihre blosse Existenz und Unterhalt dauerschadet. Ausserdem passt das ueberhaupt nicht zu den demographischen Entwicklungen ... Es war auch hier am wenigsten die FDP, die derlei Fehler machte. Von wem stammen diese rein ideologischen Luftblasen, die von Harz-IVlern bis zur Gesamtwirtschaft allen schaden? Na?


    Wenn mir diese Frage mal nen FDP'lern beantworten würden fände ich das sehr interessant. Bis dahin gilt in etwas abgewandelter Form, "am sichersten erkennt man den Charakter eines Menschen an der Art, wie er die Leute behandelt, die ihm keinen Nutzen erweisen und die nicht zurückschlagen können."
    Es ist wie auch bei Freunden. Nicht derjenige, der menschelnde Stereotypen absondert und hintenrum schadet, sondern derjenige, der auch die "kalte Wahrheit" sagt und sinnvolles tut, ist mehr wert ...

    Natuerlich hat nicht jeder solche Ansprueche an Freunden ...
    Ich lehne moralinsaures stereotypes Gewaesch generell ab. Das hat weder mit Naehe noch mit tatsaechlicher Empathie noch mit irgendeinem qualitativen Bezug zu tun ...
  3. #342

    kein Wettbewerbsvorteil

    Zitat von happy2010 Beitrag anzeigen
    Was glauben Sie soll den die Transfergesellschaft im Idealfall bewirken?
    auf jeden Fall hat Schlecker davon keinen Wettbewerbsvorteil was ja normaler Weise der Sinn von Subvention ist.
  4. #343

    Kündigungsklage bringt nicht viel!

    Zitat von backtoblack Beitrag anzeigen
    In diesem Zusammenhang verstehe ich ohnehin nicht, warum die Schlecker-Betriebsräte das Thema Kündigungsschutzklage nicht viel mehr in den Vordergrund stellen. Diese Klagen sind doch schlicht ihr gutes Recht.

    Die weiblichen Betriebsräte erscheinen in der TV-Öffentlichkeit nur als tränenreiche Opfer. So lange sie ihre Sprache nicht finden, werden sie zum Spielball eines zynischen Politspiels. Schade.
    Wohltuend: ein sachlicher Eintrag im meist unqualifizierten „Shitstorm“!
    Zur Info: Während des laufenden Insolvenzverfahrens ist im Falle einer Kündigungsklage die Schadenssumme bei maximal dem 2,5fachen Netto-Monatslohn gedeckelt. Es geht also um +/- 3.500 Euro. Auch im Erfolgsfall würde dieser Betrag nicht sofort ausgezahlt, sondern bestünde zunächst bis zum Verfahrensabschluss als Forderung. Eine Transfergesellschaft hätte den Mitarbeiterinnen vor dem einjährigen ALG zusätzlich ein halbes Jahr gebracht. Außerdem hätte es die Wahrscheinlichkeit erhöht, für den Rumpfkonzern einen Investor zu finden. Tausende Arbeitsplätze der noch nicht Gekündigten blieben erhalten. So erklärt sich die Haltung der Arbeitnehmervertreter. Zu den Tränen der Gesamtbetriebsrätinnen kann ich als Insider verraten: Sie können sich nicht vorstellen, unter welchem psychischen Druck diese Frauen in den letzten Monaten standen. Ein tägliches Wechselbad zwischen Hoffnung und Verzweiflung.
  5. #344

    sie haben vollkommen recht - die FDP sollte statt sich um ihr Überleben zu kümmern

    Zitat von Thaquanwyn Beitrag anzeigen
    ... für mich persönlich versucht Rösler einfach nur, das sinkende Schiff verzweifelt über Wasser zu halten!

    Dass ihm dabei die Frauen von Schlecker ziemlich egal sind, dürfte auf der Hand liegen - und dass dem Parteivorsitzenden dabei das eigene Hemd näher ist, als die, in diesem besonderen Fall, noch so hübschen Slips der Damen, wunder mich nicht.

    Ertrinkende schlagen auch um sich, ohne dabei auf irgendwelche andere Menschen Rücksicht zu nehmen. Warum soll es also in diesem Fall anders sein?

    Dabei bin ich im Grunde sogar dafür, kein zusätzlichen Steuer-Millionen in eine Auffanggesellschaft zu pumpen, die im Ende auch nur mit Wasser kocht und dessen Arbeit problemlos von der ARGE gemacht werden könnte.
    Außerdem stellt sich mir grundsätzlich die Frage, warum es für die Damen von Schlecker eine Extrawurst geben soll, während z.B. der kleine Angestellte eines 2-Mann-Betriebes gucken müßte, wo er, im Fall der Fälle, letztendlich bleibt.

    Nein - was mich in diesem Fall wirklich ankotzt, ist die perfide Art von Skrupellosigkeit, die nicht der Sache geschuldet ist, sondern einzig und allein zum eigenen Wohl ausgerufen wurde. Und zwar nur mit dem einzigen Ziel, die eigene Klientel wieder in größeren Scharen an die Urnen zu führen, um auch in Zukunft weiterhin an den Masttrögen der Politik dick und fett werden zu können ...
    freiwillig selbst auflösen - das ist ja schliesslich auch der Zweck einer politischen Partie.
  6. #345

    Auch wenn die Entscheidung an sich richtig wäre …

    … weil doch alles der Markt regeln soll, so ist dieses Verhalten einfach nicht konsequent, denn was im im Großen praktiziert wird, kann man den Menschen doch schlechterdings im Kleinen vorenthalten, an dieser Stelle bestens beschrieben:
    QPress | Klare Grenzziehung der FDP zum neuen Sozialismus … und genau so kommt es bei den Menschen an. Auf der einen Seite werden die großen Geldvermögen als unverzichtbarer Segen der Volkswirtschaft gefeiert und maßlos gerettet und den 11.000 Menschen signalisiert man … ihr habt ALG 1 + 2 und Hartz IV und runter müsst ihr mit den Löhnen auch noch, damit es den Konzernen besser geht und die auch Dividenden zahlen können. Das ist dass eigentlich fatale Signal, neben dem dass die FDP an der Wiedereinführung des Sozialismus zugunsten einer sehr begrenzten Klientel beteiligt ist und der beschleunigten Umverteilung von unten nach oben Vorschub leistet, wofür sie sicherlich bekannt ist … (°!°)
  7. #346

    Schizophren

    Zitat von CMH Beitrag anzeigen
    Genau das hat die FDP in diesem Fall gemacht! Liberale Politik - auch auf die Gefahr hin, dass die grosse Masse aufheult.
    Wenn die FDP diese Linie wirklich konsequent vertreten würde, wäre ja shcön und gut. Wenn aber gleichzeitig hunderte von Milliarden zur Bankenrettung locker gemacht werden nimmt ihnen diese klare Kante niemand ab.
  8. #347

    Wundert mich nicht ...

    Zitat von DMenakker Beitrag anzeigen
    Was mich ehrlich gesagt hier wundert:


    Und bevor alle hier losheulen. Die Ablehnung der Bürgschaft für eine Transfergesellschaft enspricht zu 100 % dem deutschen Recht. Die Bürgschaft DARF nicht geleistet werden, wenn eine Inanspruchnahme wahrscheinlich und eine spätere Rückzahlung unwahrscheinlich ist. Dies wäre nämlich eine unzulässige Subvention. D.h. die Genehmigung der Bürgschaft wäre nur unter Inanspruchnahme einer Lüge möglich gewesen, also per se illegal. Einer Partei, die darauf besteht, dass die Abwicklung dieser Insolvenz nach Recht und Gesetz abläuft, als antidemokratisch, marktradikal oder sonst wie zu beleidigen ist einfach nur
    D U M M !!!
    wundert mich in diesem Forum nicht, ansonsten 100% Zustimmung,zumganzen Beitrag!!!
  9. #348

    Heimatlos??

    Zitat von Heimatloserlinker Beitrag anzeigen
    Nicht die FDP sondern ein Hinterbänkler aus Bünde in Westfalen!
    Wenn Sie ein heimatloser Linker sind; dann sollten sie mal schnell die FDP waehlen und -flugs- haben sie positive und produktive Alternativen und sie sind nicht mehr heimatlos. Dufte, wa ???
  10. #349

    Schlecker-Mitarbeiter selbst schuld!

    Dass die FDP nicht kaltherzig ist, hat sie unlängst bewiesen als sie den Steuersatz für die notleidenden Hoteliers angepasst hat.

    Wären die Schlecker-Mitarbeiter FDP-Parteimitglieder oder hätten wenigstens eine relevante Parteispende geleistet, dann hätten sie der Fürsprache der FDP sicher sein dürfen.

    Die FDP ich absolut kalkulierbar - also liebe Schlecker-Mitarbeiter bitte fair sein und sich zuerst an die eigene Nase fassen!“.


TOP



TOP