Forum


 

FDP-Parteitag: Eine schrecklich nette liberale Familie

REUTERSDie Liberalen raufen sich zusammen: Vor den entscheidenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW bemüht sich die FDP in Karlsruhe um Geschlossenheit. Der angeschlagene Philipp Rösler grenzt seine Partei von der Konkurrenz ab.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828959,00.html
  1. #80

    ...

    Zitat von beutzemann Beitrag anzeigen
    Man stelle sich vor, man würde auf den Verein reinfallen? Manche müssten schreiben: "nochmals reinfallen."
    Ich nicht. Die konnten schon immer machen was willst DU. Ich wählte die seit 20 Jahren nicht!
    Ich traue der Sache nicht - 2013 wird es vielleicht doch 5% Idioten geben die den Verein wieder in den Bundestag hieven. Zumal es im Interesse der Eliten ist - eine "pro FDP" Kampagne in den Medien möchte ich nicht ausschließen.
    Wenn die Stimmen allerdings von der Merkelpartei abgehen ....
  2. #81

    Also wenn man den Rösler, Brüderle, Döring und Co. so reden hört, könnte man glatt den Eindruck gewinnen, dass die denken, sie wären in Wirklichkeit in der Opposition statt in der Regierung. Man hört da fast nur Forderungen, was man alles besser und anders machen wolle, wenn man erstmal gewählt ist und die Chance dazu hat. Dabei vergessen diese Universaldilettanten aber, dass sie seit fast drei Jahren nicht nur im Parlament, sondern sogar in der Regierung sind und jede Chance hatten, sich zu bewähren und ihre Forderungen (die ich an sich schon idiotisch fand, aber sei es drum) umzusetzen.
    Bei typischen ursprünglich liberalen Themen versagt die FDP total. Ein Plan zur Reform des Finanzsystems und der dafür geltenden staatlichen Regeln zu einem System, in der die Banken und Versicherungen wieder ihrer Verantwortung und eigentlichen Aufgabe nachkommen, statt, wild und abgehoben von der Realwirtschaft, nur rumzuzocken und die ganze Welt ins Chaos zu stürzen, wäre eigentlich DAS liberale Thema der aktuellen Legislaturperiode gewesen. Aber in dieser Hinsicht hat die FDP nichts, aber auch überhaupt nicts geliefert. Deutschland hatte aufgrund der Euro-Krise die einmalige Chance und politische Macht (als größter Bürge der ganzen Rettungsschirme), ein solches reformiertes System zumindest für Europa durchzusetzen, aber diese Chance ist jetzt wahrscheinlich verspielt. Und das nicht nur, weil die FDP in dieser Hinsicht keinerlei Kompetenz mehr hatte und deswegen nicht konnte, sondern auch weil sie gar nicht wollte. Die Partei hat sich schon längst von einer geordneten "liberalen" Marktwirtschaft (wir nennen sie Soziale Marktwirtschaft), in der jeder Marktteilnehmer die gleichen Chancen, Risiken, Rechte und Pflichten hat, und auch die Verantwortung für sein Handeln trägt, verabschiedet. Stattdessen versucht man, diese Klientel mit ein paar Steuersenkungen zu pempern (Hotels), jene Klientel durch Blockade sämtlicher Reformversuche milde zu stimmen (Finanz- und Zockerwirtschaft), ein bisschen gegen Arbeitslose und Geringverdiener und Zeitarbeiter zu hetzen. Diejenigen, die wahre liberale Werte vertreten (nämlich die Demokratie als Wert an sich), bezeichnet man als Diktatur der Masse (selbst Stalin hätte es nicht besser sagen können). Leute aus anderen Parteien oder auch Parteilose, die eine strenge und klare Ordnung der Finanzmärkte fordern, werden in der FDP schon fast als Kommunisten gesehen, dabei wäre genau ein solches streng und klar geordnetes System ein Paradebeispiel für liberale Marktvorstellungen. Aber das alles blockiert die FDP. Jeder einzelne in der Partei und den Fraktionen hofft halt, dass sie nach dem Rausschmiss aus dem Parlament irgendwo in einem gut dotierten Posten in einem dieser Zockerläden oder in der privaten Versicherungswirtschaft unterkommen. Diese Chance will man sich natürlich nicht verbauen, indem man möglicherweise liberale Politik und dann auch mal gegen die Interessen dieser Zocker handeln müsste. Nein! Die FDP hat ihre Prinzipien zugunsten der Vetternwirtschaft und der persönlichen Vorteilsnahme aufgegeben. DAS ist das eigentliche Problem der FDP und genau DIESES Problem lässt sich nicht lösen. Ein Parteiprogramm gibt's fast nicht mehr und das bissl, was es gibt, will die FDP sowieso nicht umsetzen, sonst hätte sie es schon getan (Ordnung der Finanzmärkte und so ...).
    Mit kurzen Worten: Die Partei kann verschwinden, da es in ihr nichts mehr gibt, was es nicht auch in den anderen etablierten Parteien gibt.
  3. #82

    Steht er/sie ist bemüht in einer Beurteilung,

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Liberalen raufen sich zusammen: Vor den entscheidenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW bemüht sich die FDP in Karlsruhe um Geschlossenheit. Der angeschlagene Philipp Rösler grenzt seine Partei von der Konkurrenz ab.

    FDP-Parteitag: Eine schrecklich nette liberale Familie - SPIEGEL ONLINE
    führt dies in der Regel zur Ablehnung. Bei Parteien dürfte das nicht anders sein.
    Vorzeigbare Leistungen und Vorhaben entscheiden neben hilfreichen Verbindungen über den eigenen Stellenwert.
    Und wenn dieser gegen Null tendiert, muß dies Ursachen haben.
    Die neoliberale zutiefst eindimensionale Ausrichtung der Partei, der Abschied von tragenden Charakterköpfen, und der Ersatz von Kreativität durch unüberlegte Eifrigkeit dürften einige Ursachen für den Absturz sein. Das Drängen von Union, SPD und Grünen ins neoliberale Lager mag einige FDP-ler zwar schmeicheln, nimmt der Partei aber zusätzliche Luft zum Atmen.
  4. #83

    Versager oder Leistungsträger?

    Lindner hat schon zwei Firmen versenkt, welche mit Steuergeldern subventioniert wurden. Bei uns nennt man solche Leute, Versager!
    Der, soll die FDP wieder nach vorne bringen? Mich würde die Meinung von Lindner zu z.B. Koch-Merin mal Interessieren, die Dame ist ja kaum an ihrem Arbeitsplatz, kassiert aber kräftig, oder macht sie gerade ihren Hauptschulabschluss nach? Mathe ist ja nicht so ihr Ding, wo hat die bloß ihren Dr. Titel her? Oder Niebel, wollte wer doch vor der Wahl das Ministerium welches er jetzt leitet, schließen, nun holt er da einen Parteikammeraden nach dem anderen rein, sollen ja auch eine nette Pension fürs nichtleisten bekommen. Leistungsträger???
    Nullnummern durch die Bank, von irgendwelcher Leistung weit entfernt, ach leisten sollen ja die Anderen! Da kann einem wirklich schlecht werden, was sich da so alles tummelt, an Versagern!
    Korrupte Lobbyisten möchte man meinen, nur sagen oder schreiben darf man das natürlich nicht! ;-)
    Das wirklich Übel ist aber, sieht das bei CDU und SPD besser aus? Da tummeln sich die Leistungsträger auf Partys der Wirtschaftsmafia und Bankster, welch Brot ich ess, des Lied ich sing, ist schon zur Politik-Kultur geworden!
    Widerlich!
    Geändert von ( um Uhr)
    Gruß unixV
  5. #84

    Eine schrecklich nette...

    Wenn schon ein Sitcomvergleich, dann doch lieber: "Two and a half Prozent", hähä
  6. #85

    Die kampagne läuft doch schon seit Monaten!

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Ich traue der Sache nicht - 2013 wird es vielleicht doch 5% Idioten geben die den Verein wieder in den Bundestag hieven. Zumal es im Interesse der Eliten ist - eine "pro FDP" Kampagne in den Medien möchte ich nicht ausschließen.
    Wenn die Stimmen allerdings von der Merkelpartei abgehen ....
    Ich frage mich seit geraumer Zeit, mit welcher Absicht bald in jeder Talkrunde der öffentlich rechtlichen Sendeanstalten die FDP vertreten ist und dort ihre dummdreisten Versprechnungen und Lügen verbreiten darf.

    Das fällt schon arg auf!
  7. #86

    FDP-Ruhe in Frieden. Rösler, Döring, Lindner, Niebel & Co.
    unwählbar. Kein Nutzen durch eine solche 1-3% Partei.
    Die Reden dieser Möchte-Gern-Politiker sind lächerlich.
    Liebe Freundinnen und Freunde........
  8. #87

    Das Bild sagt doch schon alles über diese Oberpfeifen....
  9. #88

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Die Liberalen raufen sich zusammen: Vor den entscheidenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW bemüht sich die FDP in Karlsruhe um Geschlossenheit. Der angeschlagene Philipp Rösler grenzt seine Partei von der Konkurrenz ab.

    FDP-Parteitag: Eine schrecklich nette liberale Familie - SPIEGEL ONLINE
    ...nur noch peinlich!
  10. #89

    Paradox

    Zitat von elbdampfer Beitrag anzeigen
    Einer von wenigen Beiträgen, den ich unterschreiben kann. Geht mir ganz ähnlich.
    Ob Deutschland einen Rösler oder Brüderle braucht, weiß ich nicht - eine liberale Partei braucht es dringender denn je.
    Liberalismus ist eine Idee, eine Haltung, eine Vision. Er taugt nicht für eine Organisation in einem Verein. Wer in für sich reklamiert, ist nicht wirklich frei.


TOP



TOP