Zitat von
j.w.pepper
Scheint so. Aber für mich, der einstmals die CDU wegen der spinnerten Idee, den Rechtsaußen Franz-Josef Strauß zum Bundeskanzler machen zu wollen, verlassen hat, ist die FDP trotz des Dilettantentums an der Spitze (ich sage nur: MWSt für Hotels) in den vergangenen Jahren die einzige Partei, deren Programm ich weitestgehend unterschreiben kann.
Mit anderen Worten: Die FDP ist die einzige Partei, die sich von den übrigen sozialdemokratischen Vereinigungen (incl. Muttis CDU) abhebt. Die einzige Partei, die von jeher programmatisch die staatliche Schnüffelei à la Vorratsdatenspeicherung abgelehnt hat. Die sich dem Marsch der Lemminge in den zunehmend sozialistisch/wohlfahrtsstaatlichen Abgrund mit einem immer mächtigeren, sich in das Leben einmischenden Staat widersetzt hat.
Ich habe sie in den letzten Jahren eigentlich stets als kleinstes Übel gewählt, nie weil ich von der Führung überzeugt gewesen wäre. Trotz Möllemann, trotz Gerhardt, trotz Westerwelle und neuerdings trotz Rösler -- niemals "wegen". Teils widerwillig, aber trotzdem. Das wird sich, fürchte ich, erst ändern, wenn die Partei komplett verschwunden ist.