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FDP-Parteitag: Eine schrecklich nette liberale Familie

REUTERSDie Liberalen raufen sich zusammen: Vor den entscheidenden Landtagswahlen in Schleswig-Holstein und NRW bemüht sich die FDP in Karlsruhe um Geschlossenheit. Der angeschlagene Philipp Rösler grenzt seine Partei von der Konkurrenz ab.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...828959,00.html
  1. #110

    Alles nur vorübergehend

    Der Höhenflug der Grünen nach Fukushima ging natürlich vorbei. Genauso wird der Höhenflug der Piraten und die unterirdische Lage der FDP vorbei gehen.

    Diejenigen, die die FDP schon für tot erklären, werden noch ihr blaues Wunder erleben. Es wäre toll, wenn die FDP verschwindet. Aber es gibt diese Wähler, die früher die FDP gewählt haben und auch damals war sie ... äh ... nicht so toll.
  2. #111

    .

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Ja ja, die "Linkspopulisten" retten Bank nach Bank um den wirklich liberalen ihr Monopolyspiel zu verlängern. Ganz schlimme Gestalten !
    Da bleibt Ihnen wirklich nur übrig die Partei der Freiheit zu wählen, die Ober-marktwirtschaftler - samt Zustimmung zu JEDEM Rettungspaket und JEDEM Gesetz zum weiteren Sozialabbau.

    Wasser predigen und Wein saufen, die Partei der dekadenten Eliten.
    Es führt doch zu nichts von einer Partei zu erwarten, dass sie ihre eigene Ideologie 1:1 umsetzt soblad sie an der Regierung ist. Man erinnere nur an den Kosovo-und Afghanistan-Einsatzt unter den rot-grünen Friedenspolitikern.
    Die FDP hat in der Finanzkrise sehr wohl versucht liberale Werte durchzusetzten. Immerhing wurden die Banken an den Griechenland-Kosten beteiligt, während man gleichzeitig von den Krisenstaaten Reformen ihres sozialistisch geprägten und für die junge Generation höchst ungerechten Arbeitsmarktes eingefordert hat, welche jetzt auch umgesetzt werden. Wenn es nach Opposition gegangen wäre hätten wir doch schon lange Eurobonds, Politiker wie Berlusconi säßen immer noch fest im Sattel und es gäbe eben keine Reformen.
  3. #112

    Zitat von gustavsche Beitrag anzeigen
    ...Deutsche Hotels stehen aber in Konkurrenz zu den Hotels im Ausland...
    Das kann ich nur bestätigen! Vor vier Jahren hatten wir eigentlich ein wichtiges Meeting in unserer Firmenzentrale in München. Da unseren ausländischen Partnern die Übernachtungskosten aber zu hoch waren, haben sie den Vertrag nicht unterschrieben und arbeiten jetzt mit einem thailändischen Unternehmen zusammen. Uns ist da ein 2,3-Milliarden-Geschäft durch die Lappen gegangen!

    Und das hört ja nicht im Geschäftsalltag auf, auch wenn man dort noch ein bißchen mit der Spesenabrechnung tricksen kann. Vor drei Jahren wollten wir unseren Urlaub eigentlich im Schwarzwald verbringen, die ca. 5.300 € Hotelkosten an sich waren auch nicht das Problem. Aber dass wir den vollen Mehrwertsteuerrsatz bezahlen sollten, das ging ja nun gar nicht! Wir sind dann nach Griechenland gefahren, da kann man ja auch immer noch was mit der Hotelrechnung machen...

    Überhaupt sollte man als FDPler die Griechen unterstützen. Immerhin sind die uns -mental und was die Leistung angeht- am ähnlichsten...
  4. #113

    In welcher Dekade?

    Zitat von libertine^10 Beitrag anzeigen
    Es führt doch zu nichts von einer Partei zu erwarten, dass sie ihre eigene Ideologie 1:1 umsetzt soblad sie an der Regierung ist.
    Meinen Sie "Genscher´s FDP" in den Siebzigern? Dann gebe ich Ihnen Recht. Wenn allerdings eine Oppositions Partei 100 Sparpunkte proklamiert und die Abschaffung eines ganzen Ministeriums, um dann in der Regierung wieviel Punkte der 100 umsetzt? NULL!!
    Die Abschaffung des Ministeriums von der Lusche Niebel sah so aus, dass er sogar noch ausgebaut hat und eine regelrechte Vetternwirtschaft mit dem Ministerium betrieb.
    Die Regulierung in manchen Bereichen des Finanzsektors werden wo gefordert? Von Umsetzen gar nicht zu reden. Dann hätten Sie Recht. Ich sehe davon nur nichts.

    Zitat von libertine^10 Beitrag anzeigen
    Man erinnere nur an den Kosovo-und Afghanistan-Einsatzt unter den rot-grünen Friedenspolitikern.
    Ich habe oft die Grünen gewählt, bin aber kein radikaler Pazifist, weil in unserer Welt Kriegshandlungen manchmal nötig sind. Man kann Kosovo - den ich befürworte - nicht mit Afghanistan vergleichen, den ich als Amerika-Schleimerei bezeichne.

    Zitat von libertine^10 Beitrag anzeigen
    Die FDP hat in der Finanzkrise sehr wohl versucht liberale Werte durchzusetzten. Immerhin wurden die Banken an den Griechenland-Kosten beteiligt, während man gleichzeitig von den Krisenstaaten Reformen ihres sozialistisch geprägten und für die junge Generation höchst ungerechten Arbeitsmarktes eingefordert hat, welche jetzt auch umgesetzt werden.
    Liberale Werte? Ja, kein Bekämpfen der Ursachen in der Finanzbranche. Da haben Sie Recht. Und die Beteiligung der Banken ist Augenwischerei. Wer zahlt das denn? Etwa die Profiteure der aufgrund zu weniger Regulierungen ermöglichten Zocker? Die haben längst ihre Gewinne aus diesen Verpflichtungen - ähnlich in Griechenland selbst - herausgezogen. Das zahlen die Steuerzahler und nicht die Banken.
    Und welche Länder sind bitte wo sozialistisch geprägt? Das einzig relevant sozialistische ist die Bankenrettungen durch die Steuerzahler, weil die nicht in der Lage sind Marktwirtschaft zu betreiben, in der Risiken SELBST eingegangen werden müssen. Sonst gehören Zinsen abgeschafft, denn die kompensieren Risiken. Und in einer Marktwirtschaft gehören Pleiten dazu, da dadurch die Versager aus gesiebt werden.
    Leben Sie in den USA?
  5. #114

    Zitat von elbdampfer Beitrag anzeigen
    Mit meinem Staatsverständnis hat das doch nichts zu tun. Zugegeben - die Auffassung, daß z.B. die CDU liberale Politik nur sehr eingeschränkt vertritt, ist meine persönliche Auffassung - das können andere gern anders sehen.
    Aber wenn Sie selbst sagen, daß Mio. Deutsche durchaus liberale Politik befürworten - wieso halten Sie dann eine Partei, die sich offensiv dazu bekennt (meine ich jetzt ganz allgemein, nicht unbedingt die derzeitige FDP) für überflüssig?
    Oder sehen Sie tatsächlich Grüne und Piraten als Sachwalter liberaler Grundsätze wie "Eigenverantwortung" und "zurückhaltender Staat"?
    45 Jahre in der öffentlichen Verwaltung haben mich eines gelehrt: Der Staat kann sich nur zurückhalten, wenn sich dessen Bürger zurückhalten und nicht ständig neue Forderungen stellen. Unser unmäßiges Anspruchsdenken führt zu immer mehr Staat. Wenn wir alle das begreifen, müssen wir uns über Zurückhaltung staatlicher Institutionen keine Gedanken mehr machen.
  6. #115

    Zitat von elbdampfer Beitrag anzeigen
    Oder sehen Sie tatsächlich Grüne und Piraten als Sachwalter liberaler Grundsätze wie "Eigenverantwortung" und "zurückhaltender Staat"?
    Sehen Sie! Sie haben exakt dasselbe Problem wie der größte Teil der FDP auch. Bei Ihnen (und der FDP) ist der Liberalismus auf die hohlen Phrasen "Eigenverantwortung" und "zurückhaltender Staat" beschränkt. Aber den umfassenden Liberalismus mit all seinen Strömungen und verschiedenen Gesellschaftsmodellen und Themengebieten nehmen Sie und die FDP schon gar nicht mehr war. Das einzige, was die FDP heute noch vertritt, ist der radikale Marktfundamentalismus. Dieser allein definiert aber nicht Liberalismus. Menschen mit einem umfassenden Liberalismusverständnis sind in der Tat bei den Grünen oder den Piraten besser aufgehoben als bei der FDP, die sich einzig und allein nur dem radikalen Wirtschaftsliberalismus verschrieben hat und alles andere ausblendet.
    Vielleicht fällt Ihnen ja gleich noch ein, wer neben CDU/CSU und SPD noch daran beteiligt war bzw. geplant hatte, das Rederecht der Abgeordneten im Bundestag zu beschränken? ... Genau: die FDP. Und wer hat als einziges protestiert? Grüne und Linke.
    Und wer hat die Demokratie noch gleich als Diktatur der Masse bezeichnet? Richtig: Freund Döring aus der FDP. Selbst Stalin hätte es nicht besser sagen können.
    Und wer hat gerade erst mehr als 200 neue, bestdotierte Beamtenvollversorgungsstellen vorrangig für FDP-Parteimitglieder im Entwicklungsministerium geschaffen, damit die nach ihrem Rausschmiss aus den Parlamenten weiter von der Brust des Staates (den Sie und die FDP ja so verachten) trinken kann? Richtig: Freund Niebel aus der FDP.
    Ich spar mir jetzt mal hier, die restlichen 1.000 Sachen aufzuzählen, in denen FDP-Minister und -Abgeordnete genauso handeln. In der Öffentlichkeit predigt man nämlich in der FDP immer vom schlanken und sparsamen Staat, aber im Hinterzimmer lässt man keine Gelegenheit ungenutzt, um sich beim Staat mit Hunderten Beamtenvollversorgungsstellen und Subventionen zu versorgen.
  7. #116

    ..

    Zitat von libertine^10 Beitrag anzeigen
    Es führt doch zu nichts von einer Partei zu erwarten, dass sie ihre eigene Ideologie 1:1 umsetzt soblad sie an der Regierung ist. Man erinnere nur an den Kosovo-und Afghanistan-Einsatzt unter den rot-grünen Friedenspolitikern.
    Die FDP hat in der Finanzkrise sehr wohl versucht liberale Werte durchzusetzten. Immerhing wurden die Banken an den Griechenland-Kosten beteiligt, während man gleichzeitig von den Krisenstaaten Reformen ihres sozialistisch geprägten und für die junge Generation höchst ungerechten Arbeitsmarktes eingefordert hat, welche jetzt auch umgesetzt werden. Wenn es nach Opposition gegangen wäre hätten wir doch schon lange Eurobonds, Politiker wie Berlusconi säßen immer noch fest im Sattel und es gäbe eben keine Reformen.
    Komisch nur, daß ALLE Reformen nur der Oberschicht und den Kapitaleignern in den betroffenen Ländern zugute kommen. Woran das wohl liegt.
    Netter Versuch die FDP als Gegengewicht zum "Sozialismus" zu präsentieren - warum ist sie dann übrigens NICHT aus der Regierung ausgeschieden anstatt schön brav Merkels Schweinereien zuzustimmen ?

    Wie gesagt: Wasser predigen. Dekadente Heuchler ohne Stehvermögen.
  8. #117

    ....

    Zitat von Maya2003 Beitrag anzeigen
    Komisch nur, daß ALLE Reformen nur der Oberschicht und den Kapitaleignern in den betroffenen Ländern zugute kommen. Woran das wohl liegt.
    Netter Versuch die FDP als Gegengewicht zum "Sozialismus" zu präsentieren - warum ist sie dann übrigens NICHT aus der Regierung ausgeschieden anstatt schön brav Merkels Schweinereien zuzustimmen ?

    Wie gesagt: Wasser predigen. Dekadente Heuchler ohne Stehvermögen.
    Die Liberalen sind ein paar mal zu oft umgefallen.
    Wer alle seine Prinzipien über Bord wirft, nur
    um mitregieren zu können, ist einfach nicht mehr
    glaubwürdig und wählbar.
    Spätestens bei den Rettungsschirmen, oder noch schlimmer,
    dem diktatorischen ESM, ist für jeden Liberalen die
    rote Linie überschritten worden, und man hätte aus der
    Regierung aussteigen müssen.
    Eine Partei ohne Rückrat und Prinzipien in der nur noch
    privatim Karrieren gepflegt werden, braucht niemand.
    Obwohl das eigentlich für alle parteien im BT heutzutage
    zutrifft.
  9. #118

    Ja!

    Zitat von wolfgangotto Beitrag anzeigen
    Der Zuschauer fragt sich betroffen...Was wollen die Liberalen?
    Wer braucht sie und wofür?

    Kann jemand helfen?
    1.) Weiß die FDP i.A. offensichtlich selbst nicht so genau, ändert sich aber beinahe täglich.

    2.) Vermutlich Niemand - mehr.

    3.) Damit bestimmte Medien auch in ereignislosen Zeiten noch etwas zu berichten haben.
  10. #119

    Dieses fast surreale Foto (scheinbar) prächtig gelaunter FDP-Politiker sollte nun auch ihre letzten Anhänger davon überzeugen, daß es an der Zeit ist einen finalen Strich unter die parlamenarische Geschichte dieser neoliberalen Sekte zu machen !

    Es wird wirklich höchste Zeit!








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