Das beweist erneut: die FDP ist nicht mehr wählbar.
Öffentlich gegen Ahmadinedschad wettern, aber sich heimlich mit ihm zum Kaffeeplausch treffen!
DPADie Reise eines niedersächsischen FDP-Landtagskandidaten sorgt für Aufregung: Der Trip nach Iran führte Claus Hübscher auch zu Mahmud Ahmadinedschad. Der habe ihm versichert, kein Holocaust-Leugner zu sein, verteidigt der Liberale den weltweit geächteten Präsidenten. Die FDP ist entsetzt.
Iran: FDP-Politiker Claus Hübscher zu Besuch bei Mahmud Ahmadinedschad - SPIEGEL ONLINE
Das beweist erneut: die FDP ist nicht mehr wählbar.
Öffentlich gegen Ahmadinedschad wettern, aber sich heimlich mit ihm zum Kaffeeplausch treffen!
Im Weser-Kurier (online) ist vom Atomwaffenspervertrag die Rede.
Huebscher sagt, Ahmadinedschad haette ihm gegenueber den Holocaust nicht geleugnet - das bedeutet doch nicht, dass Huebscher tatsaechlich nun selber glaubt, Ahmadinedschad haette nie den Holocaust geleugnet.
Wo ist das Problem an der Reise ueberhaupt? Reden wir jetzt nicht mehr mit politischen Gegnern und allen anderen Leuten, die nicht unserer Meinung sind?! Wer hier jetzt von Kooperation spricht oder der Meinung ist, dass damit dem Praesidenten des Irans eine Buehne geboten wird, der verkennt doch die Verhaeltnisse: Zum einen sind keine Details des Gespraechs bekannt und wer meint ernsthaft, dass die Unterhaltung mit einem Lokalpolitiker eine Platform ist? Oder sind Politiker so paranoid (weltfremd!), dass sie glauben, dass man hier in Deutschland nicht selber auf den Trichter kommt, dass das Leugnen des Holocaust falsch ist.
das problem ist, dass sich jemand ein EIGENES bild machen wollte und nicht die erzählungen (lügen/propaganda) von presse, medien, politiker glauben wollte.
wäre ja noch schöner, wenn sich die leute ihr eigenes bild machen könnten, anstatt den ihnen einsuggerierten meinungen von presse und politikern vorbehaltlos glauben zu schenken.
Wenn es eine private Reise war, hätte er es nicht öffentlich gemacht. Ihm geht es wohl eher darum ein paar Wähler mit iranischem Migrationshintergrund zu gewinnen!
Ich bin für ein Gesetz nach dem Vorbild des "Logan Acts". Das verhindert, dass solche "privaten" Besuche von der iranischen Propaganda benutzt werden!
Naja, das mit dem eigenen Bild... Nach dem Umsturz durch die Chomeini-Anhänger reisten Leute der linken Zeitschrift "Konkret" nach Teheran, um wegen Folter im Gefängnis zu recherchieren. Als sie zurückkamen schrieben sie, es gäbe dort keine Folter. Das habe ihnen der Gefängnisdirektor versichert. Je nun...
Ich möchte mich nicht in die Reihe der Inquisitoren einreihen, ganz im Gegenteil.
Warum soll den ein Abgeordneter nicht eine solche Reise antreten? Es ist sein gutes Recht und wenn er den Mut hat, sich in solchen Regionen der Welt aufzuhalten und den Mut hat, das gegen Anfeindungen in der Heimat zu verteidigen, sage ich Hut ab!!
Schließlich wird von Abgeordneten auch erwartet, dass Sie bei Abstimmungen Ihre Stimme abgeben und damit zum Beispiel Sanktionen oder Militäreinsätze initiieren. Dann sollen die auch das Recht haben, sie ein Bild jenseits der heimischen Presse zu machen und Informationen dort einzuholen wo deren Quelle ist.
Leider sind die Marktschreier nur zu schnell zur Stelle und vergessen, wie wichtig direkte Kontakte auch zu solchen Regimen und in die von Regimen und Diktatoren regierten Länder sind.
Vielleicht hätte der Irak Krieg so nicht stattgefunden, wenn damals mehr Politiker Fragen vor Ort gestellt hätten und nicht nur den Schlagzeilen der westlichen Presse gefolgt wären und der Iran Konflikt wäre wahrscheinlich schon längst beigelegt, wenn vor vielen Jahren nicht Condoleezza Rice die Achse des Bösen ausgerufen und den Iran sofort dort eingeordnet hätte, sondern wenn mutige Politiker die damals effektiv vorhandenen Verhandlungsansätze und Angebote Seitens des Irans genutzt hätten.
Die "Tyrannei der Massen" kann nämlich nicht nur bei Mobbings im Internet beobachtet werden, sondern auch in der vermeindlich alten Medienwelt, wo eine Schlagzeile die nächste und ein kleiner Baustein zum anderen die Meinung vieler, auch Politiker und Entscheidungsträger so beeinflusst, dass reale Fakten kaum noch eine Rolle spielen. Der Irak Krieg hat das gezeigt, der Krieg in Afghanistan erst Recht.
Was soll denn die Aufregung? Die FDP ist doch schon länger dabei, sich selbst zu zerstören. Das ist doch nichts Neues. Herr Hübscher will doch nur seinen Beitrag dazu leisten.