FDP im Überlebenswahlkampf: Liberale hoffen auf das Lindner-Wunder

REUTERSBei der Wahl an der Saar wäre die FDP schon froh, wenn es kein absolutes Debakel wird. Sie konzentriert sich lieber auf die Urnengänge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Und erste Umfragen signalisieren: NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner gibt der FDP neuen Schub.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...823337,00.html
  1. #1

    4%?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Wahl an der Saar wäre die FDP schon froh, wenn es kein absolutes Debakel wird. Sie konzentriert sich lieber auf die Urnengänge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Und erste Umfragen signalisieren: NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner gibt der FDP neuen Schub.

    FDP im Überlebenswahlkampf: Liberale hoffen auf*das Lindner-Wunder - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Nein, wenn man die Umfragen in der letzten Monaten verfolgt hat, konnte einem auffallen, dass FORSA die FDP auch in anderen Bundesländern und im Bund stets höher bewertet hat, als alle anderen Institute. Insofern sind die 4% bei Forsa eben keine Steigerung, sondern eher der scheinbar anderen Berechnung geschuldet.
  2. #2

    Totgesagte leben länger

    wie schon das alte sprichwort, denke ich dass es sehr bedauerlicherweise nicht ganz unwahrscheinlich ist, dass die -zumeist neoliberal agierende- Partei überlebt.

    Nicht zuletzt auch wegen der -auch durch SPON- überhöhten und ungerechtfertigten medialen Beachtung. Bezogen auf die Umfragewerte ist es ungerecht, dass die Programme und der Zustand und die Wahlchance der FDP diskutiert werden.
    Warum kann eine sich überparteilich gebende Publikation nicht stärker überparteilicherweise nur 1mal über die FDP und dann auch mal über andere Parteien schreiben, also z.B. die Linke oder die Piraten?

    Durch das ständige dramaturgische "Stirbt die FDP?" wird im schlimmstenfall doch nur eine "Trotzreakation" ausgelöst und die Wahlgängerdisziplin unter den Anhänger erhöht.

    Dann wird auch noch - wie auch ansatzweise im Artikel geschehen - die Idee
    "wenn sie konservativ und respektive antisoziale Politik von CDU wollen, dann könnten sie dennoch FDP" Wahltaktik gestreut.
    (SPD,Grüne,Linke,Piraten).

    Ich glaube jedenfalls nicht an das schnelle Ende der FDP, ich hoffe dennoch darauf. Gleichwohl es angesichts der neoliberalen HARTZ 4 SPD und den KarrieristenGrünen ohnehin niemals eine echte Alternative gibt, da diese leider den Platz für soziale Alternativen wegnehmen.
  3. #3

    Hmm..

    Es wirkt ein wenig gequält, wenn man jetzt kramphaft versuchen möchte, gerade aus dem Dauerpleitier und Zivildienstleistenden, danach dann Bundeswehroffizier HüHot Lindner (also ein typischer FDP Lebenslauf, der in den Armen des Staates endete) einen Hoffnungsträger zu machen. Aber wir kennen das Spiel ja, je näher die wichtigen Wahlen rücken umso "interessanter" die Artikel dieser völlig verbrauchten Klientelpartei. Dabei würde ja mich persönlich viel mehr interessieren, was denn nun aus dem Wahlschlager der letzten 15 Jahre, dem "liberalen Sparbuch", georden ist. Mir fehlt das schon irgendwie, dieser aufgeregte Solms, wild mit seinem Druckerzeugnis wedelnd, mit diesem vorwurfsvollen Blick... Konnte man immer seinen Kalender nach stellen...
  4. #4

    Durchsichtig

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Wahl an der Saar wäre die FDP schon froh, wenn es kein absolutes Debakel wird. Sie konzentriert sich lieber auf die Urnengänge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Und erste Umfragen signalisieren: NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner gibt der FDP neuen Schub.

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    Ein ziemlich untauglicher Versuch, eine Partei gesund zu schreiben, die niemand mehr braucht. Laßt einfach den Wähler sprechen ...
  5. #5

    Zitat von rodelaax Beitrag anzeigen
    Nein, wenn man die Umfragen in der letzten Monaten verfolgt hat, konnte einem auffallen, dass FORSA die FDP auch in anderen Bundesländern und im Bund stets höher bewertet hat, als alle anderen Institute. Insofern sind die 4% bei Forsa eben keine Steigerung, sondern eher der scheinbar anderen Berechnung geschuldet.
    Guter Beitrag! Interessante Hintergrundinfo!
    Zu Hoffen wäre es allemale, dass die FDP sich endlich aus der Politik verabschiedet!
    Totgesagte leben allerdings zumeist noch relativ lange. Und obgleich in Wählergunst berechtigterweise ganz hinten, ist die FDP doch gut in Übereinstimmung mit dem Zeitgeist von Macht, Networking, Eltite und Karrieristentum.
    Zuletzt ist der FDP dann auch der Geldhahn der Parteispenden etwas versiegt, aber das eben leider auf "überfinanziertem" hohem Niveau.

    Um alles mal sehr positiv zu sehen. Wann konnte man schon mal in der Geschichte so hautnah den Abstieg bis zum Ende einer Partei erleben? Also inklusive der Aufgabe von Parteiinfrakstukur wie Büros, Parteibürokratie?
    Wie lange wird das gehen?
  6. #6

    Die Medien können natürlich gerne weiter täglich einen Artikel über diese Partei, die eigentlich unter "Sonstige" eingeordnet werden müsste, schreiben. Im realen Leben sind die einfach weg vom Fenster und ich werde die Artikel künftig nicht mehr lesen.
  7. #7

    Warte auf ein Wunder

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Bei der Wahl an der Saar wäre die FDP schon froh, wenn es kein absolutes Debakel wird. Sie konzentriert sich lieber auf die Urnengänge in Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen. Und erste Umfragen signalisieren: NRW-Spitzenkandidat Christian Lindner gibt der FDP neuen Schub.

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    Das Warten auf ein Wunder reicht nicht aus, man muss selbst was dafür tun, sonst erlebt man eine wunderbare Überraschung und findet sich sich in der außerhalb parlamentarischen Opposition wieder.
    HR
  8. #8

    Zitat von panzerknacker51 Beitrag anzeigen
    Ein ziemlich untauglicher Versuch, eine Partei gesund zu schreiben, die niemand mehr braucht. Laßt einfach den Wähler sprechen ...
    Zustimmung! Man fragt wirklich in wie weit solche Berichterstattung gefälligkeit ist. So sehr wie man sich Journalisten als unabhängig und kritisch wünscht, vermute ich doch auch hinter solchen Artikel die Befreundung zwischen Politik und Presse. Zuletzt ist ja Stern,Bild,Spiegel... allesamt nicht nur Berichterstatter sondern aben auch Akteuer, Nutznießer in dem Spiel um Macht und Einfluss.
  9. #9

    Momentan wird auffallend

    viel Geld für PR wie hier in die Privatpresse gesteckt. Anders kann man sich die Trommelei des SPIEGEL für die FDP nicht erklären. Das Projekt lautet nun "Jesus Lindner".

    Eigentlich ist die FDP schon ein paar mal "gestorben". Die Auferweckung des Lazarus geschah jedesmal wieder mit viel Geld aus der Wirtschaft und viel Massage der öffentlichen Meinung durch Facharbeiter des Wortes. So wurde die Pünktchenpartei jedes mal wieder neu erfunden. Die FDP ist eine Fata Morgana.