MARCO-URBAN.DEAuf ihm ruhen die liberalen Hoffnungen: Christian Lindner soll die FDP in den Düsseldorfer Landtag hieven. Im Interview spricht er über neue Wege in NRW: "Vertrauen gewinnt man nicht durch Lautstärke, sondern indem man die eigene Politik erklärt". Vom Kurs seines Vorsitzenden grenzt er sich ab.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...825296,00.html
Schaut man sich die Beiträge zum jetzigen Artikel über Lindner und die F.D.P. an und die Beiträge zur Auffanggesellschaft der Schlecker-Insolvenz, dann fällt auf, wie viele Foristen der F.D.P. in der speziellen Frage der Auffanggesellschaft eine vernünftige Haltung bescheinigt haben, es im Lindner-Forum aber kaum F.D.P. - positive Aussagen gibt.
Ich nehme an, dass das Spektrum der Foristen nicht wesentlich unterschiedlich ist. Dies bedeutet, dass sehr wohl zwischen fachlicher Kompetenz und allgemeinem Erscheinungsbild unterschieden wird, wobei das Erscheinungsbild eine vereinzelt bei der F.D.P. vorhandene Kompetenz eindeutig erschlägt. Insgesamt also eine klare Minusbilanz für eine Partei, die sich überlebt hat, auf Einzelaktionismus macht, inhaltslos im pseudo(-neo)liberalen Nirwana herumirrt und allenfalls noch als Bereicherungsmaschine für ihre "führenden" Berufspolitiker dient, die wohl sonst im normalen Leben nicht einmal mehr für eine "Anschlussverwendung" unterkämen.
Das ist kein gutes Omen für den Liberalismus in Deutschland.
Warum beschleicht mich beim Gedanken FDP zu wählen ein gewisses Unbehagen?
Warum kommen mir immer Bilder von Sylter Go-Gärtchen Bewohnern, Düsseldorfer Kö-Flaneuren oder arroganten Jura-Schnöseln mit Seidentücklein vors geistige Auge, wenn man an heutige FDP'ler denkt?
Warum erinnern mich Äußerungen heutiger FDP'ler an das blankeneser Kaffee und Kuchen Palaver von Zahnarzt-Gemahlinnen zum Thema "die heutige Gesellschaft"?
Woher dieses Abgehobene, außerhalb der Welt der Stehende, Kurzsichtige und Blasierte?
Früher war die FDP anders. Sympathisch und intelligent.
Und wählbar!
Ist Herr Lindner hier anders? Mag sein. Aber andere Schreckgestalten überwiegen.
Heute vertritt doch eher der rechte Rand der Grünen liberale, bürgerliche Grundwerte wie Chancen-Gerechtigkeit, wie Aufstiegs- und Leistungswille, wie das Streben nach Mitwirkung und Mitbestimmung bei Staat und Gesellschaft.
Geblieben ist der FDP der "Liberalismus" der Saturierten und Abgehobenen, die mit dem Rest der Gesellschaft abgeschlossen haben.
vielleicht. kann aber auch damit zu tun haben, dass die ganze veranstalltung zu einer marketing-nummer geworden ist. nachdem die grünen es geschafft hatten, ihre wählerschaft zu halten und sogar auszubauen (obwohl die inhaltlich überflüssig sind), indem sie sich als (wohlfühl-)marke etabliert hatten, versuchte die fdp das konzept zu imitieren. das ging nicht auf (ein, zwei semester marketing im bwl-studium sind halt nichts im vergleich zu den grünen, deren ortsgruppen sich -so scheint es- primär aus medienwissenschaftlern zusammensetzen).
vorläufiges endprodukt der entwicklung sind die piraten, denen ein lustiger name und etwas "wir entern nun"-spass reicht, um auf 12 (!) % zu kommen.
wer daran schuld ist...? das politikmarketingverständnis der grünen? die "mediendemokratie", so man auf n-tv einen 5-sekunden-schnipsel bekommt oder nun das internet, das "komplexeren" ansätzen wie der liberalismus oder das star trek geschwängerte weltbild der grünen -mit all den jobs in der solarindustrie (*hust*)- schwerer zu vermitteln ist...? wer weiss es? sollen die sowi-leute drüber forschen... hauptsache, ich kann endlich die kanzlerin per casting-show aus der model-wg wählen - per "like"-button.
gott zum gruße
...die mit Spannung das FDP Wahlprogramm für die Landtagswahlen in NRW lesen möchten! Kein Witz, es gibt keins.
Prüfe: Das FDP-Portal fr NRW Programme
Für SPON ist es ausreichend, ein nichtssagendes Interview online zu stellen. Das ist Journalismus, den wir brauchen!
QUOTE=sysop;9943703]Auf ihm ruhen die liberalen Hoffnungen: ... Vom Kurs seines Vorsitzenden grenzt er sich ab.
FDP-Hoffnungsträger: NRW-Spitzenkandidat Lindner setzt sich von Rösler ab - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik[/QUOTE]
Kann der Spiegel mir mal seine Titelüberschrift: "FDP-Hoffnungträger ..." zu einem Hauptartikel im SPOn erklären.
Wie kann jemand Hoffnungsträger einer Partei sein, der bis vor wenigen Wochen lange Zeit erster Generalfunktionär dieser Partei unter Westerwelle und unter Rösler war und dann unvermittelt und ohne Begründung sein Handtuch als General schmiss.
Will SPOn ernsthaft ehemalige Generalsekretäre einer FDP jetzt als "Hoffnungsträger" dieser Partei verkaufen?
Und "vom Kurs seines Vorsitzenden grenzt er sich ab" meint der SPOn-Journalist mitteilen zu müssen und liefert nicht einen Beleg für seine Behauptung.
Hier soll offensichtlich eine neue FDP suggeriert werden, ohne Beleg dafür.
Macht nichts, weil die bisherige FDP auch unter seinem Generalsekretär Linder, Christian ja abgewirtschaftet hat, verkaufe ich eine neue FDP unter Lindner, Christian.