Wer weiß wie es in Brasilien ausschaut wenn es um die Nationalmannschaft geht kann sich vorstellen wieviel Druck auf der Mannschaft lastet. Gut sie lastet zu 99% auf dem Trainer der nur unter Lebensgefahr außer Haus gehen kann wenn die Mannschaft schlecht abschneiden sollte und das ist kein Witz.
Auf mehreren Sendern 24/7 Liveberichte über die Mannschaft, um 3:00 Uhr morgens vor dem Hotel, jedes Training live, Banken haben auch während den Vorrundenspielen geschlossen, ohne die geringste Übertreibung kann gesagt werden: Ein Land im Ausnahmezustand! Und jetzt der Hammer - Ich schreibe über die Verhältnisse bei Turnieren außerhalb Brasiliens. Für mich unvorstellbar was bei der Austragung im eigenen Land los ist.
Die sicht auf die eigene Seleção ist verschleiert durch Samba, Churrasco und Futebol bei dem nur "joga bonito" zählt. Wer sich an die (unterirdische) Leistung der Mannschaft 2006 erinnert wird einem nicht glauben das ein ganzes Land in dem Moment als sie ausschieden überrascht war. Das was ich im Fernsehen sah hatte nichts mit dem zu tun was ca. 200Mio Brasilianer tagträumten. Schuld hatte wie in allen lateinischen Ländern (auch in Europa) der Trainer, Schiedsrichter, Rasen, Schiedsrichter, der Verband, Trainer... wen hab ich vergessen?... ach ja, und der Schiedsrichter.
Um auf den eigentlichen Grund meines Kommentares zurück zu kommen. Druck? Die wissen hier gar nicht was Druck ist. Brasilien darf oder kann nicht versagen. Für ein Land mit diesem Selbstverständnis ist es keine Option.

Antworten / Zitieren

