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Faszinierender Erreger: Forscher staunen über schwimmendes Riesenvirus

Ein internationales Forscherteam hat erstmals das Genom eines Riesenvirus aus dem Ozean untersucht. Es handelt sich um das zweitgrößte bekannte Virus überhaupt. Der Erreger hat ein ungewöhnlich komplexes Erbgut - und ist Teil einer beeindruckenden Großfamilie in den Weltmeeren.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...725254,00.html
  1. #1

    Viren Leben Nicht....

    "Statistisch gesehen leben in jedem Tropfen Seewasser etwa zehn Millionen Viren. "

    Viren leben nicht; sie vermehren sich nicht (ohne eine fremde Zelle), sie haben keinen Stoffwechsel, sie atmen nicht, sie bestehen nicht aus Zellen oder wenigstens einer Zelle - sie bestehen aus einem Eiweißkörper und DNA-Stücken (und der Bio-Chemiker kann das noch viel besser beschreiben...)

    Bitte kein Halbwissen verbreiten.
  2. #2

    Und es lebt doch!?!?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein internationales Forscherteam hat erstmals das Genom eines Riesenvirus aus dem Ozean untersucht. Es handelt sich um das zweitgrößte bekannte Virus überhaupt. Der Erreger hat ein ungewöhnlich komplexes Erbgut - und ist Teil einer beeindruckenden Großfamilie in den Weltmeeren.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...725254,00.html
    "Statistisch gesehen leben in jedem Tropfen Seewasser etwa zehn Millionen Viren."

    "...sondern auf die zahllosen Bakterien, mit denen sie den Lebensraum teilen."

    Lebensraum wären doich die Bakterien, oder?
  3. #3

    Sofort...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein internationales Forscherteam hat erstmals das Genom eines Riesenvirus aus dem Ozean untersucht. Es handelt sich um das zweitgrößte bekannte Virus überhaupt. Der Erreger hat ein ungewöhnlich komplexes Erbgut - und ist Teil einer beeindruckenden Großfamilie in den Weltmeeren.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...725254,00.html
    den Schlappen ausgezogen und draufgehauen. Wer weis nachher werden daraus noch Österreicher oder Bayern.
  4. #4

    Heißt es nicht "das" Virus?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein internationales Forscherteam hat erstmals das Genom eines Riesenvirus aus dem Ozean untersucht. Es handelt sich um das zweitgrößte bekannte Virus überhaupt. Der Erreger hat ein ungewöhnlich komplexes Erbgut - und ist Teil einer beeindruckenden Großfamilie in den Weltmeeren.

    http://www.spiegel.de/wissenschaft/n...725254,00.html
    Ein außergewöhnlich guter Artikel. Viren erinnern an Kristalle. Das Leben selbst wird eine Art Kristallisationsprozess sein. Die Frage, woher "wissen" die Moleküle z.B. Cholesterol in einer Zellwand, an welche Stelle sie müssen, darf man so nicht stellen. Die Moleküle reihen sich energetisch günstig an, und daraus entsteht irgendwie Leben. Viren sind faszinierende Makromoleküle. Befinden sich Bakterien und Viren in einer Art "Gleichgewicht"? Eigentlich wäre ja anzunehmen, dass die Viren die Bakterien innerhalb kürzester Zeit vernichten könnten, dann hätten sie aber auch keine Lebensgrundlage mehr. Es muss so eine Art wellende Population in den Meeren geben.
  5. #5

    Apropos Halbwissen

    Zitat von swanlake Beitrag anzeigen
    "Statistisch gesehen leben in jedem Tropfen Seewasser etwa zehn Millionen Viren. "

    Viren leben nicht; sie vermehren sich nicht (ohne eine fremde Zelle), sie haben keinen Stoffwechsel, sie atmen nicht, sie bestehen nicht aus Zellen oder wenigstens einer Zelle - sie bestehen aus einem Eiweißkörper und DNA-Stücken (und der Bio-Chemiker kann das noch viel besser beschreiben...)

    Bitte kein Halbwissen verbreiten.
    Und die Sonne kreist um die Erde?
    Was wir als Leben betrachten ist eine Frage der Definition. Keineswegs im philosophischen Sinne sonder im Versuch klare biologisch Hyphothesen zu bilden.
    Die klassische Definition bezeichnet Leben als ein biologisches System mit einem "der Fähigkeit zur Replikation" (das können auch Viren und sogar Prionen) und einem "(räumlich und zeitlich) von der Umwelt abgegrenztem Stoffwechsel". Mit der Entdeckung derartiger Viren wird der Aspekt "räumlich und zeitlich" interessant. Hört eine Zelle auf zu Leben weil sie sich in einer starken Symbiotischen Abhängigkeit zu anderen Organismen befindet? Und wieviel Stoffwechsel muß ein Virus haben um zu "leben".
    Mit ein bißchen mehr als biologischem Halbwissen sieht man das theoretisch und angesichts der Entdeckung solcher Viren die auch praktisch die Übergänge fließend sind.
    Im Sinne der Systemtheorie ist es sinnvoller jede sich eigenständig als abgegrenzte Menge replizierende DNA/RNA Sequenz die sich räumlich ausbreiten kann als Leben zu bezeichnen. Und zwar unabhängig davon wie stark der dabei verwendete Stoffwechsel mit der Umgebung vernetzt ist.
  6. #6

    Stoffwechsel?

    Zitat von xebudig Beitrag anzeigen
    Und die Sonne kreist um die Erde?
    Was wir als Leben betrachten ist eine Frage der Definition. Keineswegs im philosophischen Sinne sonder im Versuch klare biologisch Hyphothesen zu bilden.
    Die klassische Definition bezeichnet Leben als ein biologisches System mit einem "der Fähigkeit zur Replikation" (das können auch Viren und sogar Prionen) und einem "(räumlich und zeitlich) von der Umwelt abgegrenztem Stoffwechsel". Mit der Entdeckung derartiger Viren wird der Aspekt "räumlich und zeitlich" interessant. Hört eine Zelle auf zu Leben weil sie sich in einer starken Symbiotischen Abhängigkeit zu anderen Organismen befindet? Und wieviel Stoffwechsel muß ein Virus haben um zu "leben".
    Ein Virus hat gar keinen Stoffwechsel, das ist es ja gerade, Fähigkeit zur Reproduktion habe sie. Und im Artikel steht ja auch nur, das diese Viren ein extrem großes Genom haben, was der Fähigkeit zur Reproduktion dient. Einen Stoffwechsel haben auch große Viren nicht.
    Die Diskussion darüber, was lebt und was nicht ist aber wahrscheinlich nie abgeschlossen. Im Laufe der Geschichte der Wissenschaft hat sich diese Grenze immer Verschoben.
  7. #7

    der Schwarm...

    Sieht aus als ob Frannk Schätzing in der Schwarm doch noch irgendwie recht hatte... Hoffentlich mutieren diese Viren nicht zu Menschenfresser! ;-)
  8. #8

    ...

    Zitat von mitbürger Beitrag anzeigen
    Eigentlich wäre ja anzunehmen, dass die Viren die Bakterien innerhalb kürzester Zeit vernichten könnten, dann hätten sie aber auch keine Lebensgrundlage mehr.
    "Das" Virus vernichtet "Das" Bakterium aus genau dem Grund nicht, wie Sie richtig annehmen. Das ist doch klug, oder?
    "Die Krone der Schöpfung" hat dieses Prinzip bis heute nicht befriffen.


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