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Fanaktion 12:12 zum Nachhören: Die Sekunden vor dem Sturm

DPAEin Grummeln hier, einzelne Rufer dort - ansonsten erstaunliche Ruhe, zwölf Minuten und zwölf Sekunden lang: Der Schweige-Protest in der Bundesliga bewegt Fußball-Deutschland. Hier können Sie im Mitschnitt nachhören, wie die Zuschauer in neun Stadien erst still blieben und dann plötzlich laut wurden.

http://www.spiegel.de/sport/fussball...-a-869993.html
  1. #1

    Ja gespenstisch ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Grummeln hier, einzelne Rufer dort - ansonsten erstaunliche Ruhe, zwölf Minuten und zwölf Sekunden lang: Der Schweige-Protest in der Bundesliga bewegt Fußball-Deutschland. Hier können Sie im Mitschnitt nachhören, wie die Zuschauer in neun Stadien erst still blieben und dann plötzlich laut wurden.

    Bundesliga-Fanaktion 12:12 zum Nachhören - SPIEGEL ONLINE
    ... Protestschweigen gegen Überlegungen, mit denen Randalierer daran gehindert werden sollen, ein Fussballspiel als Schlachtfeld ihrer sonst unterdrückten Aggressionen zu missbrauchen.

    Ich möchte mal den "schweigen" sehen, wenn er durch missachtete Sicherheitsmaßnahmen das Stadion verletzt oder sogar berufsunfähig verlassen musste ...
    In der Tat "gespenstisch".
  2. #2

    Hörbeispiele

    Zunächst einmal möchte ich sagen, dass ich es sehr gut finde, dass der Spiegel einen Bericht zu 12:12 auf der Startseite bringt. Wer diesen Spieltag verfolgt hat kommt natürlich auch gar nicht drum herum den Boykott zu thematisieren. Nette Idee auch den Vergleich der Atmosphäre während und nach dem Protest zu wagen, allerdings wird er in ihrem Zusammenschnitt nicht sehr deutlich.

    Warum haben sie nicht einfach unkommentierte Stadiontonaufnahmen während des Protests zu dessen Ende bzw. von einem späteren Zeitpunkt des Spiels aneinanderen geschnitten? Dies wäre der Aktion sicher angebrachter gewesen statt Kommentatoren dabei zuzuhören wie sie erzählen, dass vorher keine Stimmung war und nach 12 Minuten aufeinmal alles ist wie gewohnt.
  3. #3

    Das Problem ist doch...

    ...das (wie mein Vorredner hier) kaum jemand weiss worum es in dem Papier geht?! Niemamnd hat ein Problem damit sich von Gewalt, Rassismus und/oder Randale zu distanzieren. Es geht um einen Strafenkatalog der auch und vor allem Unbeteiligte trifft. Es geht um Sippenhaft. Es geht um einen Ehrenkodex den alle Fans akzeptieren sollen und für wildfremde Menschen mit in die Verantwortung gehen sollen. Es geht um Ganzkörperkontrollen je nach Lust und Laune der Security. Es geht um so viele Dinge die kein Mensch braucht.

    Und nur mal zum Verständnis: Ich gehe seit 30 Jahren ins Stadion um meine Fortuna Düsseldorf zu sehen. Es war noch nie so schier wie heute und ich gehe bedenkenlos mit meinen Kindern (9 und11) auch mal zu Auswärtsspielen. Ich zünde keine Pyro und bin auch kein Randalierer.
  4. #4

    Zitat von eine-Meinung-unter-Vielen Beitrag anzeigen
    ... Protestschweigen gegen Überlegungen, mit denen Randalierer daran gehindert werden sollen, ein Fussballspiel als Schlachtfeld ihrer sonst unterdrückten Aggressionen zu missbrauchen.
    [...]
    Sie haben leider nicht verstanden, worum es bei dem Protest geht!
    Trotzdem: gute Besserung!!
  5. #5

    Gute Aktion!!

    Endlich sieht der geneigte DFB-Funktionär mal, wie es in den Stadien aus sehen kann, wenn Stimmung, kontrollierte Coreos und Bengalos weiterhin auf eine Stufe mit Hooligans gestellt werden. Ein mundloses Publikum in einem emotionalen Sport, eine Indentifizierung mit einem Verein und dessen Höhen und Tiefen zu erleben, das kann man nicht ruhig "erleben". Das gibt´s beim Schach, und dessen Popularität / Massenbegeisterung in Deutschland sollte jedem bekannt sein....

    Rundum eine gelungene Aktion der verschiedensten Fangruppierungen. Daumen hoch.

    Gegen Polizeiwillkür, Ganzkörperkontrollen in Stadien!
    Pyrotechnik ist kein Verbrechen!
  6. #6

    Zitat von eine-Meinung-unter-Vielen Beitrag anzeigen
    ein Fussballspiel als Schlachtfeld ihrer sonst unterdrückten Aggressionen zu missbrauchen.
    Genau diese Art von Wortwahl ist für eine sachliche Diskussion völlig deplatziert und weit unter Bildniveau.
    Im Zusammenhang mit Fussballfans allgemein von Schlachtfeldern zu sprechen ist unterirdisch.
  7. #7

    Zitat von muetzenman Beitrag anzeigen
    ...das (wie mein Vorredner hier) kaum jemand weiss worum es in dem Papier geht?!
    Das gilt sicher für beide Seiten. Ich will nicht wissen, wie viele der Fans mitgeschwiegen haben, die gar nicht wissen was in dem Konzept steht und sich nur auf die Phrase der Ultras "bedroht die Fan Kultur in ganz Deutschland" verlassen.
    Und es geht sicher nicht um Sippenhaft. Klar leiden auch die friedlichen Fans darunter, wenn das Kartenkontingent für die Gastmannschaft bei Problemspielen reduziert werden soll. Aber da von Sippenhaft zu sprechen ist extrem übertrieben.
  8. #8

    Zitat von MohammedChang Beitrag anzeigen
    Das gilt sicher für beide Seiten. Ich will nicht wissen, wie viele der Fans mitgeschwiegen haben, die gar nicht wissen was in dem Konzept steht und sich nur auf die Phrase der Ultras "bedroht die Fan Kultur in ganz Deutschland" verlassen.
    Und es geht sicher nicht um Sippenhaft. Klar leiden auch die friedlichen Fans darunter, wenn das Kartenkontingent für die Gastmannschaft bei Problemspielen reduziert werden soll. Aber da von Sippenhaft zu sprechen ist extrem übertrieben.
    Na ja, es geht darum durch Taten Einzelner ganze Gruppen bestrafen zu können. Sie stehen zufällig neben jemanden, der ein bengalisches Feuer zündet und Sie und die leute drumherum werden mitbestraft.
    Ein Fan aus ihrem Fanclub benimmt sich daneben und der gesamte Fanclub bekommt keine Karten mehr?
    Also für mich hört sich das sehr nach Sippenhaft an!

    Sicherlich wissen viele nicht um was es in diesem Papier geht. Aber dies ist im Internet frei zugänglich, war im Stadion vor dem Protest ausgelegt und es wurde an Infoständen schon am vorletzten Spieltag darüber informiert. Ich sehe da nicht nur "einfache Phrasen der Ultras".
  9. #9

    ....

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Ein Grummeln hier, einzelne Rufer dort - ansonsten erstaunliche Ruhe, zwölf Minuten und zwölf Sekunden lang: Der Schweige-Protest in der Bundesliga bewegt Fußball-Deutschland. Hier können Sie im Mitschnitt nachhören, wie die Zuschauer in neun Stadien erst still blieben und dann plötzlich laut wurden.

    Bundesliga-Fanaktion 12:12 zum Nachhören - SPIEGEL ONLINE
    Es gibt die "Guten" und die "Bösen" Fans. Die Guten sollten nicht zulassen, das die Bösen Mist machen und dann wenn es zur "Kasse" gehen soll sich hinter ihnen, den Guten verstecken, sondern sich als Zeugen benennen und die Zündler oder Randalierer nicht davonkommen lassen.
    Sorry, wenn geduldet wird, hat der Gute das Pech wenn er mit in Haftung genommen wird und die Körperkontrolle über sich ergehen lassen muss!


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