Familienministerin Schröder: Frau Dr. Gebärfreude

Eine Frau, die nicht Mutter sein will? Undenkbar. Zumindest in der Welt unserer Familien- und Frauenministerin Kristina Schröder, die sich schlicht nicht vorstellen kann, dass andere Menschen andere Lebensentwürfe haben als sie selbst. Das macht sie leider ungeeignet für ihren Job.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...834815,00.html
  1. #150

    Zitat von wkdw Beitrag anzeigen
    Ja, auch mit Kindern kann man angeben (jedenfalls, wenn sie einigermaßen gut geraten). Mein Haus, mein Boot, mein Kind. Passt doch in die neoliberale Denke der Neuzeit. Wahrscheinlich ist den Hormongefluteten nicht klar, dass sie gerade wieder Arbeitssoldaten für unser System produziert haben.
    Sie haben Recht:-) Leid tun mir dabei nur die zu Statussymbolen degradierten Kinder!
  2. #151

    typisch

    Zitat von Fünfeinhalb Beitrag anzeigen
    Sie haben Recht:-) Leid tun mir dabei nur die zu Statussymbolen degradierten Kinder!
    Wer denkt, Kinder wären Statussymbole, hat selbst keine.
  3. #152

    Nur scheinbar, also...

    Zitat von RogerRabit1962 Beitrag anzeigen

    Scheinbar sind die Werte Familie und Kinder wieder deutlich am steigen.
    Sie sagen's: scheinbar! Oder meinten Sie das genaue Gegenteil?
    Das wäre dann "Anscheinend".

    "Deutsche Sprache sein schwere Sprache", anscheinend.
  4. #153

    Ich

    Zitat von yogibimbi Beitrag anzeigen
    Aha, Kinder sind also Besitz? Schön zu wissen.
    Und darf ich dann ihr "wirkliches Leben" durch die Antithese zu Ihrer Aufzählung definieren als Landei-, Wortlos-, lebenslänglicher Beziehungsknast-, blagengesättigter, vollfetter und Hartz-4-finanzierter (ok, das ist eine gratis-Zugabe von mir, aber das passte gerade so schön in die Reihe) Welt?

    Ich bin einer von denen die (allerdings erst mit 21, aber das war nur die Konsequenz einer Entscheidung schon lange davor) mit 18 entschieden haben: keine Kinder, und mit 44 bin ich immer noch der Meinung: eine der besten Entscheidungen meines Lebens. Klar, ich habe noch ein Jahr um es zu bereuen, aber angesichts einer Welt, auf der sich Menschen ausbreiten wie ein Virus, und dieser Virus in Jahrmillionen entstandene Rohstoffe in Jahren ausbeutet, die Erde unterhöhlt und von giftigen Schwaden umwabern lässt kann ich nur sagen dass so viele Eltern kein anderes Modell gelten lassen ist eher das Prinzip Misery loves Company, dass man versucht, sich einzureden dass, wenn alle es tun, es so schlecht gar nicht sein kann.

    Ist ja auch alles schön einfach, sich einen Jahrtausende-alten Lebensentwurf anzueignen, da muss man ja nicht seine Träume selber definieren und re-definieren und dafür kämpfen in einer Welt (ihrer Welt) in der die Abweichungen von den Normen planiert und in Beton gegossen werden. Einmal Beine breit, und dann weiss man den Rest des Lebens, was man zu tun hat - ist doch klasse!
    glaube auch, dass sie eine große Heldin sind die es gewagt hat einem alternativen Lebensentwurf zu folgen. Was haben sie eigentlich für merkwürdige Vorstellungen vom Elternsein? Einmal die Beine breit und dann weiß man was man zu tun hat? Es gibt millionen intelligenter und mutiger Eltern die es schaffen Kinder in ihren Lebensentwurf zu integrieren und ein sehr erfülltes Leben zu leben.
  5. #154

    Danke

    für den Artikel, Frau Berg!
    Ich finde mich wieder: 47 Jahre alt, ich hatte nie einen Kinderwunsch und bin heilfroh, nie Kinder bekommen zu haben. Zudem bin ich der festen Überzeugung, dass es der Erde ohne den Menschen wesentlich besser geht und bin stolz, meinen friedlichen Teil zur Ausrottung der Menschheit beigetragen zu haben.
    Und ihr glücklichen Familienmenschen: Ihr könnt mich mal!
  6. #155

    optional

    Mutter oder Vater sein macht einen nicht zu einem besseren Menschen. Die Gründe für oder dagegen sind in der Regel ebenso egoistisch wie altruistisch. Wenn Frau Berg ein bisschen trotzig darauf beharrt, dass noch mehr am Menschsein dran ist, als Kinder zu bekommen, hat sie recht. Den Menschen macht viel mehr aus als seine biologische Funktion Leben weiter zu geben. Dass dies nicht alle tun, ist ein wahrer Segen, zum einen weil nicht alle dafür geeignet sind (warum kriegen eigentlich immer die "Falschen" die Kinder?;-)) und zum anderen, weil wir auf dieser begrenzten Erde dann überhaupt nicht mehr treten könnten. Gott sei dank ist es ja auch ein begrenzter Zeitraum, in dem einen dieses Thema fast vollständig absorbiert. Auf jeden Fall möchte ich nicht auf meine Mutterrolle reduziert werden. Es bereichert mein Leben enorm und ich hätte dies nicht missen mögen. Aber wenn es nicht so gewesen wäre, wäre es auch gut.
    Ein bisschen mehr Hinwendung zum Nächsten würde ich mir aber von allen wünschen. Dies können wir von den Hilflosen und Schwachen - und dazu zähle ich auch die Kinder - lernen.
  7. #156

    Oh je.

    Zitat von 2049er Beitrag anzeigen
    Die meisten dieser neuzeitlichen Vaeter, dieser neuzeitlichen Familien, sind muede Buerogestalten, die sich schnell auf ihr Mountainbike verkruemeln und durch den Wald fahren oder fuer ihren Marathon / Iron Man trainieren. Eigentlich geht es dem durchschnittlichen Mann nach der Empfaengnis nur noch darum, dem ganzen Wahnsinn gesellschaftlich gerechtferigt zu entkommen....Was die modernen Grossstadtmuetter angeht, die sehen ( wie ihre Maenner ) fast alle gleich aus und passen in max. 5 Schubladen....Viel Spass in der neuen Familie.
    Gehts noch ein bisschen plakativer und eindimensionaler? Klar, alle Väter und Mütter sind müde Bürosäcke und sehen auch alle gleich aus.
    Wo leben Sie? Kommen Sie doch mal z.B. nach Köln, da können Sie jedemenge fröhliche Familien anschauen die tatsächlich ganz unterschiedelich aussehen.
  8. #157

    Zitat von Schäfer Beitrag anzeigen
    Wer denkt, Kinder wären Statussymbole, hat selbst keine.
    wenn so manche Eltern erlebt, dann kommt ganz schnell der Gedanke auf dass die Kinder eigentlich nur ein weiteres Statussymbol sind. Ich empfehle ihnen mal einen Samstag Nachmittag auf einem Turnier die Sportart ist eigentlich ist egal und sie werden ganz schnell den Elterntyp mein Kind mein Boot etc. finden.
  9. #158

    Lebenserwartung

    Ein Artikel von vor der Wirtschaftskrise mit Weissagungen zur Produktivitätsentwicklung bis 2050... in dem der Autor selber sagt: "Aussagen über einen Zeitraum von fünfzig oder mehr Jahren sind eigentlich Kaffeesatz-Leserei". Berücksichtigt Herr Bosbach auch die steigende Lebenserwartung der Rentner? Die sollte bei einem Vergleich von 1871 zu 2050 nicht fehlen.

    Also ändern wir nichts in der Hoffnung, die Produktivität entwickelt sich wie von Herrn Bosbach geweissagt? Leider wird uns der Euro vermutlich weit vor 2050 um die Ohren fliegen... weissage ich jetzt mal. Und die Produktivität wird sich Aufgrund globaler Umweltverschmutzung und Ressourcenknappheit nicht so glorreich entwickeln.
  10. #159

    Es gibt halt verschiedene "Lebensentwürfe", und nicht jeder ist für jeden verstehbar.

    Ich zum Beispiel sehe nicht, welchen Sinn im Leben diese kinderlosen, über 40jährigen, sich selbst als "jung geblieben" sehenden, zum Brunchen mit Prosecco "Stösschen" trillernden, wahrscheinlich jede "Sex and the city" auswendig nachsynchronisierenden Frauen finden ....