dapdKristina Schröder steht für den neuen Konservatismus in der CDU. Ihr Frauenbild wirkt nur scheinbar modern. Denn in Wahrheit ist die Familienministerin Symbol für den Weg der Merkel-Partei zu einer amerikanischen Ideologie: Wer scheitert, hat selbst Schuld.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827804,00.html
...zielt Augstein schon in die richtige Richtung, schiesst in Argumentation und Schlussfolgerung aber knapp vorbei.
Die vermeintlichen Eliten auf beiden Seiten des Atlantiks, die Erfolg mit Erfolg und Nichterfolg mit Nichterfolg erklären, erschaffen derzeit eine sich in rasantem Tempo verfestigende Klassengesellschaft. Diese wäre noch vor zwei Jahrzehnten nicht ansatzweise mit den Idealen der westlichen demokratischen Welt vereinbar gewesen, heute wird sie mit den ehernen Gesetzen der Marktgötter gerechtfertigt und ist natürlich "alternativlos".
Dabei, und hier verfängt sich Augstein selbst mal wieder in den ideologischen Fallstricken der Berufsbetroffenheit, haben die Grenzen zwischen den Geschlechtern aber kaum noch eine Bedeutung. Einige statistisch noch vorhandene Unterschiede spiegeln längst keine getrennten gesellschaftlichen Realitäten mehr wieder und eine Vielzahl anderer soziodemographischer Merkmale ist heute wesentlich folgenschwerer als das Geschlecht.
Bei der intensiven Quoten- und Geschlechterrollendiskussion der letzten Monate handelt es sich dann auch um einen ganz anderen Schauplatz: Gleichberechtigung heisst gleiche Rechte und Pflichten als Individuum, unabhängig des Geschlechts. Das scheint bei manchem ( und vor allem mancher ) noch nicht angekommen zu sein, betrifft aber vor allem die Mikroebene.
Diese unbedarfte Postadoleszente wurde von Ihrem Kohl-Pubertätsposter an durch die Partei an die Spitze getragen, hat intellektuell wenig zu bieten und musste sich in keinerlei Lebenskampf sozialer Ungleichheit bewähren. Lieber Herr Augstein, sich mit diesem Buch auseinanderzusetzen, ist doch die Zeile nicht wert. Diese neue Generation saturierter Jung-KarrieristInnen sitzt die Geschichte auch noch locker aus, Sie werden sehen.
... Analyse von Herrn Augstein. Frau Schröder, aus gutem Hause stammend und nach der Schule in und durch die CDU sozialisiert und gefördert (inklusive Promotion), ist eine der schlimmsten Fehlbesetzungen der letzten Jahrzehnte für das Amt einer Bundesministerin für Frauenangelegenheiten. Auch seine Beschreibung eines neuen deutschen (Werte)Konservatismus USamerikanischer Prägung -repräsentiert durch politische Figuren wie Frau Schröder- teile ich.
Frau Schröder verkörpert einen fortschrittlichen, modernen Feminismus und eine Gleichstellungspolitik, die auch Männer miteinbezieht. Reaktionäre Kommentare wie dieser bestätigen lediglich,dass sie auf dem richtigen Weg ist. Wenn Altfeministen beleidigend werden, ist das immer ein gutes Zeichen.