Familienministerin Schröder: Die unbefreite Frau

dapdKristina Schröder steht für den neuen Konservatismus in der CDU. Ihr Frauenbild wirkt nur scheinbar modern. Denn in Wahrheit ist die Familienministerin Symbol für den Weg der Merkel-Partei zu einer amerikanischen Ideologie: Wer scheitert, hat selbst Schuld.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...827804,00.html
  1. #210

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    Zitat von Christian Wernecke Beitrag anzeigen
    Die CDU auf dem Weg zu einer amerikanischen Ideologie? Das ist doch ein Witz. Die CDU ist so weit nach links gerutscht, dass SPD und Grüne schwer um ihre sozialen Themen kämpfen müssen, um überhaupt noch ein eigenes Profil darzustellen. Sie ist nur noch eine der sozialdemokratischen Blockparteien im Bundestag, mehr nicht.
    Die CDU ist nach links gerutscht? Jetzt komme ich aber vor lachen heute nicht in den Schlaf. Haben sie etwa das Gefasel von wegen "sozialdemokratisierung der CDU" geschluckt? Die CDU besetzt doch nur die Themen von der SPD. Das heisst noch lange nicht, das sie neuerdings "linke" politische Haltungen bezieht.

    Egal. Zum Thema: danke Herr Augstein. Wenn ich Frau Schröder sehe, sehe ich 40 Jahre Emanzipation den Bach runter gehen. Die macht das gleiche wie ihre Partei: Themen für sich in Besitz nehmen. Das führt zwar zu einem modernen Image ohne auch nur im geringsten fortschrittlich zu sein, im Gegenteil.
  2. #211

    Sehr geehrter Herr Augstein….

    Ich weiß, dass sie über meinen Kommentar natürlich nur milde und wissend lächeln können, trotzdem muß ich ihn los werden:

    Sie schreiben:
    Das ist die Kälte dieser Generation, für die Schröder steht. Es sind Leute, die im Sozialkundeunterricht alles über die Mechanismen der Unterdrückung gelernt haben und jetzt die Bücher wegpacken und mit der Unterdrückung einfach fortfahren. Diese Generation weiß um die Benachteiligung der sozial Schwachen - aber sie ignoriert sie. Sie leugnet nicht die Hürden, denen sich Migranten gegenüber sehen, aber sie kümmert sich einfach nicht um sie. Sie weiß um die Ungerechtigkeiten, die Frauen in der Gesellschaft erleiden - beim Gehalt, bei der Karriere, bei der doppelten Belastung durch Arbeit und Familie - aber sie nennt sie nicht mehr Ungerechtigkeiten, sondern Normalität.
    Auf der einen Seite die bösen, moralisch verderbten Menschen. Auf der anderen Seite das Gute, die Erlösung, die wahre Erkenntnis – die Sie natürlich besitzen. Das ganze erinnert mich an den Katholiszismus des Mittelalters. Es geht nur noch um den Glauben an ein Weltbild. Der Rest ist gleichgültig.

    Es geht mir nicht darum, dass es auch politisch linke Positionen gibt, die richtig und wichtig sind. Der moralische Anspruch mit dem sie immer wieder vertreten werden, den auch Sie immer wieder erheben, macht mir Angst und widert mich an.

    Menschen mit allzuhohem moralischem Absolutheitsanspruch kann mitunter zum Verhängnis werden, dass die Erde rund ist. Wenn man andauernd in eine Richtung läuft, kommt man irgendwann auf der anderen Seite wieder heraus.

    Offen gesagt bestätig ihr Beitrag auch viele Vorurteile, die ich gegenüber „linken Meinungsapologeten“ einfach nicht ablegen kann. Humor ist nicht ihr Stilelement und Selbstreflektiertheit gehört nicht zu ihren ausgewiesenen Stärken.
  3. #212

    herr augstein verfällt der debatte ums kollektiv, was im ostblock immer hoch gelobt wurde. aber das ist eine falle, aus der keiner mehr raus kommt.
    frauen bedürfen keinerlei hilfe oder quote. frauen ist das kommende geschlecht. bessere abis, bessere uni-abschlüsse, bessere karriereaussichten. von ganz allein werden die frauen die männer überholen. in zehn jahren wird die geforderte quote von allein überholt, in 30 jahren dominant zu spüren sein.

    die vermengung von selbst schuld sein, ob arm oder weiblich ist unsinnig. frauen sind ebenso nicht alle gleich wie männer. es gibt starke und schwache. daher kann eine gewünschte gleichmacherei in der gesellschaft nie erfolgreich sein. die besten stützen die armen, anders kann es nie werden.
    problematisch ist allerdings, dass viele arme ihr recht auf armut/nichtstun fest einfordern. die meisten kinder werden immer erst dann geboren, wenn die familie hartzIV bezieht. somit wird mit jedem kind die chance auf wiedereingliederung kleiner. und oft wird das ja strikt von denen abgelehnt. das recht aufs nichtstun ist gewachsen. die gruppe derer, die gar nicht mehr wollen, wird immer größer. und da es fast nie bei einem kind bleibt, explodieren die sozialkosten wie die reiskörner auf dem schachbrett. und all diese kinder kann der staat eigentlich schon als stütze der kommenden generation abhaken. das kommt nichts...

    hier liegt ein viel größeres problem, wo doch der fachkräftemangel droht. die hauptaufgabe muss heissen: jeden irgendwie in einen job zu bekommen, als die vorhandenen in quoten aufzuteilen! die frauen nehmen sich ihren anteil so oder so! aber den schwachen muss verboten werden, dass sie so schwach sein dürfen, dass nichtstun entsteht. für irgendwas ist jeder nütze. also raus aus den betten und frisch ans werk!
  4. #213

    K. Schröder die Margot Honecker Deutschlands?

    Zitat von postmaterialist2011 Beitrag anzeigen
    Wenn man sich einmal einige Interviews dieser "Dame" auf Youtube anschaut, dann wird man erschreckt sein, was für einen inhaltsleeren Blödsinn dieses "Dummchen" von sich gibt. [...]
    Für mich ist K. Schröder die Margot Honecker Deutschlands, nicht die Hellste aber als wackerer Parteisoldat automatisch an die Spitze geschwemmt.
    Auweia!
    Aber als jemand, der bis vor 20 Jahren beruflich hin und wieder mit "Madame Lilahaar" zu tun hatte, kann ich dieser Einschätzung nur lebhaft beipflichten. Es bleibt also wieder einmal alles ganz anders... *LOL*
  5. #214

    Zitat von audumbla Beitrag anzeigen
    Das ist die Kälte dieser Generation, für die Schröder steht. Wer scheitert, hat selbst Schuld.
    Damit hat sie nicht Unrecht. Was sie wie viele andere wollen ist ein regulierender Staat, der sich um alle unangenehmen Sachen im Leben kümmert, der ihnen die Verantwortung abnimmt. Sowas hatte man bereits in der DDR. Wollen sie so einen Staat zurück?

    Nur wenn es um Einschnitte geht die einem selber nicht passen wie das Rauchverbot oder S21 etc., dann ist der Aufschrei ihresgleichen sehr groß.

    Frau muss einfach anpacken, dann klappt es auch mit der Karriere. Es gibt viele Beispiele. Einfach mal ein MINT Fach studieren und nicht Sozialwissenschaften was keine Sau braucht. Das wäre doch mal ein Anfang.
  6. #215

    Eine sehr kluge Analyse von Herrn Augstein

    Zitat von JaWeb Beitrag anzeigen
    ... Frau Schröder, aus gutem Hause stammend und nach der Schule in und durch die CDU sozialisiert und gefördert (inklusive Promotion), ist eine der schlimmsten Fehlbesetzungen der letzten Jahrzehnte für das Amt einer Bundesministerin für Frauenangelegenheiten.
    Sehe ich genauso!
  7. #216

    Zitat von lilli Beitrag anzeigen
    Danke, Herr Augstein, für diesen Artikel, der sehr schön auf den Punkt bringt, dass es auch Frau Schröder (wie so viele andere Politiker, insbesondere von CDU und FDP) an grundlegenden Tugenden wie Mitgefühl und Solidarität mangelt. Das Treten nach unten ist heutzutage leider weit verbreitet in der Gesellschaft. Mit solchen Menschen möchte ich nie befreundet sein - aus diesem Grund ist und war die CDU schon immer eine unwählbare Partei.
    Und dieses Verhalten ist bei den Piraten, den LINKEn, der SPD anders?
    Sie sind wahrscheinlich noch nie in einem Verein oder einer Partei gewesen.
  8. #217

    Schröder = modern

    Fr. Schröder ist sehr modern, der Zeitgeist Frauen als Behinderte anzusehen die eine Quote und Förderung brauchen ist vorbei.
    Von Quote reden nur noch Frauen die die Qualitfikation bzw. den Willen nicht habe um Karriere zu machen, und mit der Quote den einfachen Weg gehen wollen.

    Letztendlich stehen Quotenfrauen und intelligente, kompetente Frauen in Konkurrenz.
    Und gerade die Quotenfrauen senken den Respekt den man kompetenten Frauen entgegenbringen sollte.
  9. #218

    dürftige Argumentation

    Viel mehr als den Kampfbegriff "eine Strukturkonservative" hat Jakob Augstein hier nicht zu bieten. Und eine imaginäre "gläserne Decke", durch die Frauen angeblich nicht zur Führung vorstoßen können. Nur: wie ist es dann möglich, dass sie es trotzdem tun ? Die DAX-Konzerne mögen zwar "nur" 20% Frauen in den Aufsichtsräten haben, aber das beweist doch, dass es diese gläserne Decke nicht gibt. Man sollte sich lieber Gedanken über reale Ursachen machen, statt esoterische Erklärungen zu bemühen.
  10. #219

    Back in the USSR?

    Zitat von Vex Beitrag anzeigen
    (...)
    Der Trick der Neoliberalen ist zu sagen jeder hat die Chance privilegiert zu sein also kann theoretisch jeder auch Freiheit Gerechtigkeit und Gleichheit erlangen.
    (...)
    Der Neoliberalimus macht somit aus einem eigentlich für alle Menschen selbstverständlichen Gut ein begrenztes kanppes Gut.
    Mit einer begrenzten Ressource kann man Menschen eben besser steuern als mit einer unbegrenzten.
    Sie argumentieren äußerst theoretisch: Betrachten Sie sich doch einmal die letzten 20 Jahre: Beinahe alle innovativen Unternehmen ("Start-ups") wurden von Männern gegründet (in der Garage!) und dann mit viel Energie nach oben gebracht. Potentiell hätten auch zahlreiche ebenfalls gut ausgebildete Frauen diese Chance gehabt und übrigens auch zahlreiche andere Männer. Aber nur wenige waren so mutig und so erfolgreich. Sie können dieses Missverhältnis nicht alleine mit einer angeblichen Diskriminierung erklären. Männer sind weitaus häufiger als Frauen Innovationsmotoren und Pioniere, das können Sie in nahezu allen Bereichen von Kultur, Politik, Sport bis hin zur Wirtschaft beobachten.

    Die Frage ist nun, wird sich dieses Verhältnis mehr angleichen? Vielleicht. Ist es legitim, wenn der Staat per Dekret von oben mit der Argumentation einer angeblichen flächendeckenden Diskriminierung eine Quote von X Prozent (deren Höhe nicht rational zu begründen ist!) festsetzt? M.E.: Nein!

    Auch deshalb, weil jeder Bevorzugung wegen des Geschlechts spiegelbildlich eine Benachteiligung wegen des Geschlechts darstellt. Es ist auch keineswegs gesichert, dass eine starre Quote überhaupt verfassungskonform wäre.

    Zudem geht es um die Frage: Wie stark darf der Staat in die Wirtschaft eingreifen? Die Unternehmen gehören den Aktionären. Sie gehören aber ganz sicher nicht einer entrückten Politikerkaste, die sich schon einmal die Posten für die Zeit "danach" sichern will.

    Eine Gedankenwelt, die den Einzelnen in den Mittelpunkt stellt, ist nicht neoliberal, sondern sie ist der Grundlage einer Demokratie. Wenn wir alle frembestimmt und nur durch unser Geschlecht, unsere Herkunft etc. determiniert sind, dann beruht unsere Gesellschaftsform in der Tat auf einer großen Lüge. Dann müssen wir auch das Wahlrecht abschaffen, denn dieses setzt einen mündigen Bürger voraus.

    Im Zweifel nehme ich lieber in Kauf, in einem freien Land mit einiger Ungleichheit zu leben, als in einem totalitäten Staat, der krampfhaft eine vermeintliche Gleichheit von oben herzustellen versucht und dabei meist neue Ungerechtigkeiten verursacht.

    Dies bedeutet nicht, dass ich Regulierung oder soziale Maßnahmen ablehne. Im Gegenteil Regulierung ist erst die Voraussetzung für eine funktionierende Marktwirtschaft. Letztlich geht es aber darum, Rahmenbedingungen zu schaffen und nicht erwünschte Ergebnisse zu produzieren, um geschönte Statistiken vorweisen zu können.

    Die Frauenquote ist der Lakmustest für eine freie Gesellschaft. Und wenn die Quote kommt, dann frage ich mich, warum der Staat nicht auch in so vielen anderen Bereichen und für so viele andere benachteiligte Gruppen in dieser Form tätig wird. Das ist nämlich vor allem eine Frage des Lobbyismus: Und ich bin nicht bereit, den Staat einer übermächtigen feministischen Lobby in Politik und Medien als Werkzeug für ihre Weltbeglückungspläne zu überlassen.