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Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen

Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828803,00.html
  1. #270

    Umsetzung

    Wenn Sie nun fragen, wie sich das durchsetzen ließe: So ähnlich wie man eben demokratische Grundbildung vermittelt (im Prinzip ist es ja auch nichts anderes als eben das). Hervorragende Bildung in Vorschulen, Schulen und Universitäten in deren Verlauf auch Toleranz und bestimmte Grundwerte vermittelt werden, statt dem zunehmenden Murks, den wir momentan erleben mit Hauptschulmisere, G8 und hoffnungslos überfüllten Vorlesungen. Streichen von überholten Privilegien, z.B. dem bereits genannten Ehegattensplitting und der kostenlosen Mitversicherung von nicht-arbeitenden Ehepartnern, so dass die Entscheidung Hausfrau (oder Hausmann) zu werden völlig ins Private verschoben wird. Zusätzlich könnte man die Elternzeit auf 10 Monate verkürzen und nur, wenn beide Ehepartner betreuen, auf 14 Monaten belassen. Man könnte die Kinderbetreuung ausbauen z.B. nach dem dänischen Tagesmuttermodell. Die Regelungen bezüglich Überstunden verschärfen und Arbeitgebern mehr Anreize verschaffen, familienfreundliche Arbeitsplätze zu schaffen, statt immer mehr befristete Arbeitsplätze mit Überstundengarantie. Dafür gibt es bestens erprobte Modelle in den meisten skandinavischen Ländern. Wir müssten uns eben ein wenig mehr an diesen deutlich menschenfreundlicheren Systemen orientieren. Dazu auf juristischem Wege eine wirklich effektive Anti-Mobbing-Gesetzgebung eventuell nach dem Vorbild der Gesetze gegen "Hate Crimes" in den USA. Das würde gerade Randgruppen wie Homosexuellen den Rücken stärken und generell jedem, der eben nicht "normgerecht" leben möchte.
    Zumindest einiges davon sieht Frau Schröder, wie man ja ihrem Buch entnehmen kann, durchaus. Aber sie hat, im Gegensatz zu Frau von der Leyen nicht den - pardon - A*** in der Hose, wirklich was zu ändern und ihren konservativen Parteikollegen mal zu zeigen, wo der Hammer hängt. Stattdessen schwadroniert sie ein wenig herum, unschifft die eigentlichen Probleme mehr oder weniger geschickt, faselt von "privaten Entscheidungen" und schießt sich dann vorsorglich auf den "bösen Feminismus" ein, um von ihrer eigenen Unfähigkeit, wirklich effektiv was zu bewegen, abzulenken und ihre Klientel zu bedienen ... leicht verdienter Beifall eben. Lieber lässt sie sich von den "Strukturkonservativen" (ihre Worte) den Rücken kraulen und ein bisschen bemitleiden, weil alle so gemein zu ihr wären, wo sie doch nur die "Wahrheit" sagt - sprich, das, was die Damen und Herren aus dem Dunstkreis der CSU und weiter rechts für richtig halten. Und tut derweil .... gar nichts. Außer ablenken. Und die Herdprämie einführen.
  2. #271

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Hervorragende Bildung in Vorschulen, Schulen und Universitäten
    Prima, sag ich mal 8 Milliarden als Zuschuss für Schulen, Vorschulen und Universitäten? Ach ja, die Lehrer nicht vergessen, die wollen auch gutes Geld verdienen, denen sollten wir nochmal einen Tausender mehr überweisen.

    Streichen von überholten Privilegien, z.B. dem bereits genannten Ehegattensplitting und der kostenlosen Mitversicherung von nicht-arbeitenden Ehepartnern, so dass die Entscheidung Hausfrau (oder Hausmann) zu werden völlig ins Private verschoben wird.
    Genau, im Moment ist das nicht privat. Wer hat denn das bei ihnen entschieden? Frau von der Leyen, Kristina Schröder oder Katja Saalfrank?

    Übrigens gute Idee, für mich als Single-Mann denn ich habe überhaupt nichts vom Ehegattensplitting und von der kostenlosen Mitversicherung nicht. Ich finde das echt gut, das sollten sie auch in ihrer Kita den Eltern erzählen. Sagen sie es einfach mal denen, ob die auch so gerne weniger Geld und weniger Absicherung haben wollen.

    Zusätzlich könnte man die Elternzeit auf 10 Monate verkürzen und nur, wenn beide Ehepartner betreuen, auf 14 Monaten belassen.
    Und was ist, wenn sie nach 10 Monaten keinen Kita-Platz haben oder nach mehr Monaten? Der müsste dann schon da sein, nur woher soll der kommen?

    Man könnte die Kinderbetreuung ausbauen z.B. nach dem dänischen Tagesmuttermodell.
    Wieso Tagesmutter? Sie sind doch gegen das Betreuungsgeld und für den Ausbau der Kitas, von Tagesmutter kann hier keine Rede mehr sein bzw. die subventionieren wir natürlich nicht. Aber ganz davon abgesehen, wer hindert sie daran Betreuungsgeld zu nehmen, zu arbeiten und ein Teil ihres Verdienstes + das Betreuungsgeld der Tagesmutter zu geben?

    a) Kristina Schröder
    b) Das Patriarchat
    c) Weiss ich nicht
    d) keiner

    Die Regelungen bezüglich Überstunden verschärfen und Arbeitgebern mehr Anreize verschaffen, familienfreundliche Arbeitsplätze zu schaffen, statt immer mehr befristete Arbeitsplätze mit Überstundengarantie.
    Aha, und wie sollen dann Auftragsspitzen abgefangen werden? Einfach die Aufträge nicht machen, denn die Mainzelmännchen kümmern sich schon drum?
    Dafür gibt es bestens erprobte Modelle in den meisten skandinavischen Ländern. Wir müssten uns eben ein wenig mehr an diesen deutlich menschenfreundlicheren Systemen orientieren.
    Genau, Scania z.B. die von VW gekauft wurden. Ein Erfolgsmodell für Skandinavien!
    IKEA, die angeblich ihre Möbel in den 80er von ostdeutschen Gefängnisinsassen fertigstellen ließen.
    Nokia, die nachdem es keine Subventionen mehr gab, familienfreundlich ihren Betrieb von Bochum nach Rumänien verlagert haben.
    Aber sie hat, im Gegensatz zu Frau von der Leyen nicht den - pardon - A*** in der Hose, wirklich was zu ändern und ihren konservativen Parteikollegen mal zu zeigen, wo der Hammer hängt.
    Richtig, übrigens wie heißt nochmal die Chefin der beiden, die das im Endeffekt entscheidet? Irgendwas mit M. oder?

    Außer ablenken. Und die Herdprämie einführen.
    Nur wovon lenkt sie ab? Wissen sie eigentlich dass um uns herum es vielen europäischen Staaten richtig schlecht geht und wir für die zahlen? Haben sie sich mal gefragt, wie lange sowas gut gehen kann? Nein?
  3. #272

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Und, um das ganze abzuschließen, wenn zwei Menschen zusammen Kinder haben (meinetwegen auch Frau/Frau, Mann/Mann), dann sind beide dafür verantwortlich, dass es den Kindern gutgeht. Das sollte ganz normal werden.
    Das SOLLTE normal sein? Ich denke, das IST normal.

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Dann wird sich, da bin ich sicher, auch die Sorgerechtsfrage lösen, die Sie mehrfach angesprochen haben. Denn natürlich wird unter den derzeitigen Umständen in den allermeisten Fällen die Frau das Sorgerecht bekommen. Sie ist zumeist die wichtigste Bezugsperson des Kindes und ein Richter kann im Sinne des Kindeswohls damit gar nicht anders entscheiden.
    Eigentlich koennte man nach so einer Aussage die Diskussion vollstaendig einstellen, das geht naemlich an der Realitaet in vielen Faellen vorbei.

    Richtig ist diese Aussage hoechstens, wenn man unterstellt, dass es um eine Scheidung geht in einer Ehe mit der klassischen Aufteilung: Frau war zu Hause und hat sich um die Kinder gekuemmert, Mann hat das Geld rangeschafft und die Kinder der Frau ueberlassen. Dieser Mann will das Sorgerecht vermutlich noch nicht einmal.
    Ihr Mann wuerde das Sorgerecht auch nicht bekommen, obwohl er sich eindeutig engagiert. Das finden Sie richtig?
    Und, eine echte Sauerei, ein lediger Vater hat noch nicht einmal im Ansatz eine Chance. Ich kenne so Faelle, die Maenner wuerden sich den Arsch aufreissen fuer ihre Kinder und waeren mindestens so geeignet wie die Mutter.

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Das ist es übrigens, was mich extrem an den meisten Männerrechtlern stört.
    Maennerrechtler? Wo gibt's die denn? Fuer die muesste es eine Quote geben bei all denn Frauenrechtlerinnen, Frauenbeauftragten und angeblichen Frauenministerinnen.

    Aber vielleicht koennen Sie es ja nachvollziehen, wie es Maennern geht bei all den omnipraesenten Frauenrechtlerinnen, wenn die paar "Maennerrechtler" Sie schon so stoeren.
  4. #273

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Warum möchten Sie denn unbedingt "Ernährer" bzw. Haupternährer sein? Kommt das aus Ihnen selbst? Wie entstehen solche Wünsche?
    Wie kommen Sie denn da drauf? ich schrieb:
    Zitat von radler2 Beitrag anzeigen
    Die Realität sieht aber in meinem Bekanntenkreis durchaus nicht so aus; da hat nämlich üblicherweise zu Hause die Frau (und Mutter) das Sagen. Und unter den Umständen, nämlich der zweite in der Hackordnung zu sein, würde ich sicher nicht den Beruf massiv hinten an stellen um dann zu Hause die Assistentenstelle zu übernehmen.
    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Ich dagegen wünsche mir echte Wahlfreiheit ferab von Mann/Frau-Klischees.
    Echte Wahlfreiheit schließt das "alte" Rollenbild mit ein, also warum bitte sollte ich oder irgendwer anders sich dafür entschuldigen müssen, dass man das so möchte?
    Und ausserdem heißt Wahlfreiheit: Andere Leute entscheiden anders, und deren Entscheidung ist dann schlechter. Entsprechend kann man auch nie Zustimmung von Allen zur eigenen Entscheidung erwarten.

    Zitat von theresarain Beitrag anzeigen
    Olaf hat mit seiner Beschreibung der Situation durchaus recht (alles scheint immer nur falsch).
    Das klang schon ziemlich passend, was Olaf da geschrieben hat. Was bedeutet, dass es die Frauen selber sind, die sich im Wege stehen. Fangen Sie doch an, umzudenken und machenSie sich weniger abhängig vom Urteil Unbeteiligter.
    Ich finds ziemlich gruselig, dass Sie den Umbau der Gesellschaft fordern nur deswegen, damit Sie dann das, was Sie auch heute schon tun können, dann unter allgemeinem Beifall und nicht mit partieller Verwunderung tun können.
    Wenn Ihre Freunde nicht damit leben können, dass Ihr Mann die halbe Erziehungszeit nimmt, dann suchen Sie sich neue Freunde, die alten sind offenbar keine.


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