Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen

Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828803,00.html
  1. #200

    ....

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    Jeder, hat eigene Erfahrungen ge-
    sammelt. Frau Schröder eben die, daß sie völlig ohne Anstrengung
    in ein Amt gehievt wurde, dem sie nicht gewachsen ist.
    Wenn Sie das so genau wissen, dann machen Sie es doch besser. Gehen Sie in die Politik, lassen Sie sich wählen, wie es jetzt gerade die andere Frau Schröder (die vom Gerhard) macht. Frauen haben in der SPD und bei den Grünen Narrenfreiheit. Also los, Attacke und beweisen Sie mit Ihren Fähigkeiten, dass Sie den eigenen Ansprüchen gewachsen sind! Oder wollen Sie sich dann doch lieber nicht anstrengen?
  2. #201

    Interessanterweise allerdings um Faktoren, die eine große Anzahl Frauen betreffen. Und sobald mehr als ein paar wenige Personen betroffen sind (und hier ist das auffällig so) kann man nicht mehr von einer individuellen Entscheidung sprechen, sondern muss die Ursachen und Mechanismen dahinter aufdecken. Die Frage muss also z.B. sein "Warum verlangen erwiesenermaßen so viele Frauen in Gehaltsverhandlungen weniger als Männer oder knicken schneller ein" und "Könnte es sein, dass Mädchen immer noch zu braveren Menschen erzogen werden, die nicht aufmucken dürfen und sich bescheiden sollen, mit dem, was man ihnen bietet?"
    Natürlich sind es zunächst individuelle Entscheidungen von Frauen, wenn Sie Teilzeit arbeiten, einen schlecht bezahlten Beruf wählen oder beim Verhandeln ums Gehalt tiefstapeln. Trotzdem haben Sie natürlich recht, dass man dieses Verhalten hinterfragen sollte. Wenn ich in diesem Thread gegen die These gewandt habe, Frauen würden beim Lohn diskriminiert, bedeutet das ja noch lange nicht, dass ich die Lohnunterschiede kleinreden oder negieren will. Ich will nur, dass die Frauen nicht die Männer für ihre Misere verantwortlich machen, sondern endlich mal aus ihrer Opferrolle heraustreten und das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen. Dazu gehört dann z. B., entweder solche Berufe zu ergreifen, die besser bezahlt werden oder – falls Frau das nicht will – sich gewerkschaftlich zu organisieren um damit bessere Löhne in ihrem schlecht bezahlten Beruf durchzusetzen.
  3. #202

    Offene Fragen

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    Hallo Bestpiet,

    was ist denn daran veraltet, die Gleichberechtigung der Frauen
    voranzutreiben?

    Okay, mit Frau Schröder geht das nicht.

    Hysterisch sind Sie. Haben Sie Angst, daß die Frauen Ihnen etwas
    wegnehmen?

    Wen meinen Sie mit "WIR"? Jeder, hat eigene Erfahrungen ge-
    sammelt. Frau Schröder eben die, daß sie völlig ohne Anstrengung
    in ein Amt gehievt wurde, dem sie nicht gewachsen ist.

    LUNY
    Hallo Luny,

    schön, Sie sind wieder on board.

    hatte Ihnen in 123,125 und 126 geschrieben und ein paar - sicherlich nicht angenehme - Fragen gestellt....haben Sie darauf Antworten?

    Zu dem was Sie hier schreiben: Niemand ist gegen Gleichberechtigung, das wissen Sie doch selbst. Eine Quote ist aber eine Benachteiligung von Männern, gerade also keine Gleichberechtigung, sondern eine Privilegierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Also halten Sie die Dinge doch auseinandern - Sie wissen es doch besser.

    Es hat überhaupt nichts mit "Hysterie" zu tun wenn Männer sich hiergegen wehren. Frauen machten (zu Recht) und machen das doch auch. Wir alle wollen keine Diskriminierung, aber das sollte doch bitte für beide Geschlechter gelten.
    Und kommen Sie jetzt nicht mit den 3,7%. Sie wissen, IGM-geschult wie Sie sind, dass das Bundesarbeitsgericht das zu Recht nicht für die Annahme einer Diskriminierung ausreichen lässt. Wäre das der Beweis für Diskriminierung könnte man jede Grundschule und jeden Kindergarten wg. Männerdiskriminierung verklagen. Würden Sie das für richtig halten?

    Die Wirtschaft fordert deshalb Frauen weil sie sonst eine Zwangsquote bekommt und - das wissen Sie auch sehr gut - z.B. Maschinenbauer, Autozulieferer etc. plötzlich mit einer 30/40%-Frauenquote leben müssten. Sie kennen doch die Betriebe und wissen, was das bedeuten würde. Auch wären Aufsichtratsbeschlüsse etc. unwirksam ...tja, wen wundert der Ruf der Wirtschaft? Erfolgreiche Erpressung seitens UvdLeyen / Reding u. Co.. In dem von Ihnen zitierten Artikel taucht doch gleich zu Anfang das Wort "Druck" auf und Sie tun hier so, als ob die Wirtschaft freiwillig agiert....ist leider wie bei dem 23%-Link, es lohnt sich nachzuprüfen was Sie schreiben.

    Und Sie werfen permanent Fr. Schröder vor, dass sie mittels Quote satt Leistung nach oben gekommen ist...und fordern selbst die Quote...können Sie mir das mal erklären?
  4. #203

    Zitat von retmar Beitrag anzeigen
    Weil die Mütter Ihre Erziehungshoheit, Ihre Allmacht und Verfügungsgewalt über die Kinder nicht freiwillig abtreten wollen. Am allerwenigsten an die Väter. Irgendwann, wenn Sie selbst mal ein Kind bekommen, werden Sie das sehr gut verstehen und genau so handeln.

    Oh, ich würde sehr gerne. Haben Sie einen heißen Tipp für mich, wie ich meinen Mann zu 6 Monaten Elternzeit und anschließender Teilzeittätigkeit bekomme? Er will nämlich partout nicht (das Kind wollte er aber durchaus). Ich denke, er wäre mal dran, nachdem er die letzten Male keine Elternzeit genommen hat. DAS ist die Realität in deutschen Beziehungen. Guter Mann, Sie leben augenscheinlich in einer Phantasiewelt ...
  5. #204

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    mir entgeht die Substanz Ihrer Antwort.
    Da verwundert mich nicht wirklich.

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    In den DAX-Unternehmen
    sind 3,7% der Vorstände weiblich:
    Und, was bedeutet das für die Durchschnittsfrau? Ich kenne auch keinen Mann persönlich, der Vorstand in einem DAX-Unternehmen ist. Also was hat das mit Ihrer konkreten Lebenssituation zu tun?

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    Sogar die Wirtschaft fordert, daß mehr Frauen Führungsaufgaben wahrnehmen.
    Dann werden wohl auch mehr Frauen solche Aufgaben übertragen bekommen, meinen Sie nicht? Also was konkret ist dann das Problem?

    In meinem Studienfach gabs eine Studentinnenquote, die sah ähnlich aus wie die bei den DAX-Vorständen. Wieso sollte die Quote in der Führungsriege deutlich anders aussehen als die auf dem Weg dorthin?

    Zitat von luny Beitrag anzeigen
    Auch wenn es Ihnen nicht paßt, ich wiederhole es noch einmal:
    Frau Schröder ist eine Quotenfrau, die die Quote ablehnt.
    Das Sie den Teil meiner knappen Aussage nicht verstanden haben wundert mich nicht.

    Geht ja schon los damit, dass Sie die Quote fordern und sich dann gleichzeitig über Minderleistung von Quotenfrauen mokieren. Und zwar gleich mehrfach und deutlich abschätzig. Nur: Ausser, daß die gute Frau Schröder halt nicht das tut, was Sie wollen, kommt keine konkrete Kritik an irgendeiner Leistung. Um die Leistung der Frau Schröder zu beurteilen reicht Ihnen ganz offenbar die Tatsache, dass es sich um eine Quotenfrau handelt.

    Auch wenn is Ihnen nicht passt, ich wiederhole es (und da ich es jetzt zum dritten Mal schreibe, wiederhole ich es tatsächlich noch einmal): Es passt nicht zusammen, eine Quote für Frauen zu fordern und gleichzeitig eine Quotenfrau zu diffamieren aus dem einzigen Grund, dass sie halt Quotenfrau ist.

    Nehmen Sie noch 2 Globuli.
  6. #205

    Marie A. Schröder

    Zitat von atech Beitrag anzeigen
    zum x-ten Male: keiner zwingt eine Mutter, ihr Kind in eine Krippe zu geben. Wenn sie mit der Rolle der Supermutti-allein-mit-Kind(ern)-zu-Haus glücklich ist, dann darf sie das. Weiterhin.
    Denn das Ziel von 35% bedeutet, dass es dann immer noch 65% Hausfrauenmütter gäbe!

    Was aber gar nicht geht, das ist, dass nur weil Frau Schröder findet, dass eine UNFREIWILLIGE Vollzeitmutter glücklich zu sein hat, dass dieses Familienmodell den Frauen, die berufstätig sein möchten (oder es sein müssen) aufgezwungen wird, weil die Steuergelder jetzt in die Herdprämie fliessen sollen anstatt in den KiTa-Ausbau.
    Völlige Zustimmung! Ich möchte zu gerne einmal sehen, wie die angebliche "Durchschnittsfrau" Schröder die zehnte Kitaablehnung kassiert, am Ende einen Platz mit absolut lächerlichen Betreuungszeiten bekommt und sich daraufhin mit ihrem Mann auseinandersetzen muss, inwieweit er seinen Anteil an der Kinderbetreuung übernimmt. Wie sie völlig übermüdet ins Plenum stolpert, weil das Kind die halbe Nacht geschrien hat, sie verzweifelt nach einem guten leistbaren Babysitter sucht, sie die letzten Kröten für eine Putzfrau ausgibt, damit es mal wieder aussieht, sie mit Breiflecken auf dem Kostüm vor die Kamera tritt, weil sie es nicht mehr geschafft hat, sich kurz vor der Arbeit nochmal umzuziehen ... Erst, wenn ich das gesehen habe, nehme ich Frau Schröder die "Durchschnittsfrau" ab. So unterstelle ich ihr eher die privilegierte Oberschichtsdame mit einer Heerschaar von Kinderfrauen und Privatkrippe sowie zwei Putzfrauen, die aus ihrer privilegierten Lage heraus hochmütig auf den "Plebs" herabschaut und mit verwundertem Augenaufschlag fragt "Wieso? Was haben die denn? Ist doch alles unglaublich leicht." Woran erinnert mich das doch gleich? Ach ja ... Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.
  7. #206

    Zitat von bekkawei Beitrag anzeigen
    Aber das muss sie doch gar nicht.
    Man kann doch berufstaetig und weit weg vom "Herd" sein und die sogenannte "Herdpraemie" bekommen.

    Da sind Sie baff, was? Doch, das machen sogar viele Frauen so, wenn es sie denn endlich gibt, die "Herdpraemie".

    Die Bedingung ist lediglich, dass man keine aus Steuergeldern subventionierte Krippe in Anspruch nimmt.

    Aber da gibt es ja noch private Einrichtungen, Tagesmuetter, Oma, Opa, der Papa, Aupair, etc.

    Sie werden es kaum glauben, aber das war mir bekannt. Und ist der Beweis dafür, dass es nur darum geht, den verpatzten Krippenausbau ein wenig zu kaschieren. Von wegen Belohnung von Familienarbeit. Eher "wir werfen euch ein paar Körnchen hin und hoffen, dass ihr nicht aufmuckt (klagt)."
  8. #207

    Zitat von jorgosdergrieche Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Wieso muss sie irgendetwas aufgeben, wenn sie zuhause bleibt. Gebildete Leute müssen nicht auf einem außerhäuslichen Arbeitsplatz 100% der Arbeitszeit absitzen. Es gibt Telearbeitsplätze, es gibt Tausend Möglichkeiten von beliebig ausdehnbaren Teilzeitbeschäftigungen, es gibt selbständiges Arbeiten und auch mit kreativer Tätigkeit lässt sich Geld verdienen. Bei gebildeten Leuten kommt eben auch bei geringen Zeitaufwand ordentlich etwas rum.
    Erlauben Sie mir, dass ich kurz lache. In welcher Traumwelt leben Sie? In Schweden? Als junge Mehrfachmutter und "working mum" kann ich Ihnen versichern, dass diese "traumhaften Möglichkeiten" lediglich in Ihrer Phantasie bestehen. Genau, die Topmanagerin mit 25-Stunden Telearbeitsplatz. Das ist fast schon Comedy ...
  9. #208

    Zitat von jorgosdergrieche Beitrag anzeigen
    Warum nicht? Wieso muss sie irgendetwas aufgeben, wenn sie zuhause bleibt. Gebildete Leute müssen nicht auf einem außerhäuslichen Arbeitsplatz 100% der Arbeitszeit absitzen. Es gibt Telearbeitsplätze, es gibt Tausend Möglichkeiten von beliebig ausdehnbaren Teilzeitbeschäftigungen, es gibt selbständiges Arbeiten und auch mit kreativer Tätigkeit lässt sich Geld verdienen. Bei gebildeten Leuten kommt eben auch bei geringen Zeitaufwand ordentlich etwas rum.
    Und noch etwas. Selbst bei (teilweiser) Heimarbeit brauchen Sie Kinderbetreuung. Oder glauben Sie ernsthaft, Sie können arbeiten, wenn 3 Kinder um sie herumspringen und dies und das wollen. Klar doch, und nebenbei kochen Sie noch das Mittagessen, machen die Wäsche, putzen, helfen bei den Hausaufgaben ... Wie gesagt, reine Phantasie. Haben Sie selbst noch nicht ausprobiert, oder?

    In Wahrheit macht es nämlich kaum einen Unterschied, ob Sie im Büro oder von zu Hause aus arbeiten. Sobald Sie auch nur etwas anspruchsvollere Tätigkeiten ausführen, müssen Sie zu Bürozeiten erreichbar sein, mit den Kollegen konferieren, sprich: zu normalen Bürozeiten arbeiten. Und dafür braucht es Konzentration. Das geht nicht nebenbei.
  10. #209

    Wer bezahlt eigentlich die Rechnung?

    Zitat von korktapete Beitrag anzeigen
    hallo,



    gratuliere zur gelungenen kinderschar!
    aber sind Sie damit nicht auch gleich ein leuchtendes beispiel dafür, dass dies also auch ohne dieses betreuungsgeld funktionieren kann?
    Natürlich geht es ohne Betreuungsgeld. Aber es ist nicht einzusehen, dass unsere Doppelverdiener ihre Kinder in die Kita abschieben und ich diese Plätze dann über meine Steuern finanzieren soll. Ich weiß nicht, ob in dem Bereich ein ordentliches Rechnungswesen existiert, aber gefühlt wird wohl jeder Platz mit ca 600 bis 800 Euro subventioniert. Also: Kita für alle. o.k. aber diese Schreihälse sollen es auch selber bezahlen.