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Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen
Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.
http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828803,00.html
- #200 23.04.2012 20:01 von
....
Wenn Sie das so genau wissen, dann machen Sie es doch besser. Gehen Sie in die Politik, lassen Sie sich wählen, wie es jetzt gerade die andere Frau Schröder (die vom Gerhard) macht. Frauen haben in der SPD und bei den Grünen Narrenfreiheit. Also los, Attacke und beweisen Sie mit Ihren Fähigkeiten, dass Sie den eigenen Ansprüchen gewachsen sind! Oder wollen Sie sich dann doch lieber nicht anstrengen?
- #201 23.04.2012 20:23 vonNatürlich sind es zunächst individuelle Entscheidungen von Frauen, wenn Sie Teilzeit arbeiten, einen schlecht bezahlten Beruf wählen oder beim Verhandeln ums Gehalt tiefstapeln. Trotzdem haben Sie natürlich recht, dass man dieses Verhalten hinterfragen sollte. Wenn ich in diesem Thread gegen die These gewandt habe, Frauen würden beim Lohn diskriminiert, bedeutet das ja noch lange nicht, dass ich die Lohnunterschiede kleinreden oder negieren will. Ich will nur, dass die Frauen nicht die Männer für ihre Misere verantwortlich machen, sondern endlich mal aus ihrer Opferrolle heraustreten und das Heft des Handelns selbst in die Hand nehmen. Dazu gehört dann z. B., entweder solche Berufe zu ergreifen, die besser bezahlt werden oder – falls Frau das nicht will – sich gewerkschaftlich zu organisieren um damit bessere Löhne in ihrem schlecht bezahlten Beruf durchzusetzen.Interessanterweise allerdings um Faktoren, die eine große Anzahl Frauen betreffen. Und sobald mehr als ein paar wenige Personen betroffen sind (und hier ist das auffällig so) kann man nicht mehr von einer individuellen Entscheidung sprechen, sondern muss die Ursachen und Mechanismen dahinter aufdecken. Die Frage muss also z.B. sein "Warum verlangen erwiesenermaßen so viele Frauen in Gehaltsverhandlungen weniger als Männer oder knicken schneller ein" und "Könnte es sein, dass Mädchen immer noch zu braveren Menschen erzogen werden, die nicht aufmucken dürfen und sich bescheiden sollen, mit dem, was man ihnen bietet?"
- #202 23.04.2012 20:28 von
Offene Fragen
Hallo Luny,
schön, Sie sind wieder on board.
hatte Ihnen in 123,125 und 126 geschrieben und ein paar - sicherlich nicht angenehme - Fragen gestellt....haben Sie darauf Antworten?
Zu dem was Sie hier schreiben: Niemand ist gegen Gleichberechtigung, das wissen Sie doch selbst. Eine Quote ist aber eine Benachteiligung von Männern, gerade also keine Gleichberechtigung, sondern eine Privilegierung von Frauen aufgrund ihres Geschlechts. Also halten Sie die Dinge doch auseinandern - Sie wissen es doch besser.
Es hat überhaupt nichts mit "Hysterie" zu tun wenn Männer sich hiergegen wehren. Frauen machten (zu Recht) und machen das doch auch. Wir alle wollen keine Diskriminierung, aber das sollte doch bitte für beide Geschlechter gelten.
Und kommen Sie jetzt nicht mit den 3,7%. Sie wissen, IGM-geschult wie Sie sind, dass das Bundesarbeitsgericht das zu Recht nicht für die Annahme einer Diskriminierung ausreichen lässt. Wäre das der Beweis für Diskriminierung könnte man jede Grundschule und jeden Kindergarten wg. Männerdiskriminierung verklagen. Würden Sie das für richtig halten?
Die Wirtschaft fordert deshalb Frauen weil sie sonst eine Zwangsquote bekommt und - das wissen Sie auch sehr gut - z.B. Maschinenbauer, Autozulieferer etc. plötzlich mit einer 30/40%-Frauenquote leben müssten. Sie kennen doch die Betriebe und wissen, was das bedeuten würde. Auch wären Aufsichtratsbeschlüsse etc. unwirksam ...tja, wen wundert der Ruf der Wirtschaft? Erfolgreiche Erpressung seitens UvdLeyen / Reding u. Co.. In dem von Ihnen zitierten Artikel taucht doch gleich zu Anfang das Wort "Druck" auf und Sie tun hier so, als ob die Wirtschaft freiwillig agiert....ist leider wie bei dem 23%-Link, es lohnt sich nachzuprüfen was Sie schreiben.
Und Sie werfen permanent Fr. Schröder vor, dass sie mittels Quote satt Leistung nach oben gekommen ist...und fordern selbst die Quote...können Sie mir das mal erklären? - #203 23.04.2012 20:40 von
Oh, ich würde sehr gerne. Haben Sie einen heißen Tipp für mich, wie ich meinen Mann zu 6 Monaten Elternzeit und anschließender Teilzeittätigkeit bekomme? Er will nämlich partout nicht (das Kind wollte er aber durchaus). Ich denke, er wäre mal dran, nachdem er die letzten Male keine Elternzeit genommen hat. DAS ist die Realität in deutschen Beziehungen. Guter Mann, Sie leben augenscheinlich in einer Phantasiewelt ... - #204 23.04.2012 20:41 von
Da verwundert mich nicht wirklich.
Und, was bedeutet das für die Durchschnittsfrau? Ich kenne auch keinen Mann persönlich, der Vorstand in einem DAX-Unternehmen ist. Also was hat das mit Ihrer konkreten Lebenssituation zu tun?
Dann werden wohl auch mehr Frauen solche Aufgaben übertragen bekommen, meinen Sie nicht? Also was konkret ist dann das Problem?
In meinem Studienfach gabs eine Studentinnenquote, die sah ähnlich aus wie die bei den DAX-Vorständen. Wieso sollte die Quote in der Führungsriege deutlich anders aussehen als die auf dem Weg dorthin?
Das Sie den Teil meiner knappen Aussage nicht verstanden haben wundert mich nicht.
Geht ja schon los damit, dass Sie die Quote fordern und sich dann gleichzeitig über Minderleistung von Quotenfrauen mokieren. Und zwar gleich mehrfach und deutlich abschätzig. Nur: Ausser, daß die gute Frau Schröder halt nicht das tut, was Sie wollen, kommt keine konkrete Kritik an irgendeiner Leistung. Um die Leistung der Frau Schröder zu beurteilen reicht Ihnen ganz offenbar die Tatsache, dass es sich um eine Quotenfrau handelt.
Auch wenn is Ihnen nicht passt, ich wiederhole es (und da ich es jetzt zum dritten Mal schreibe, wiederhole ich es tatsächlich noch einmal): Es passt nicht zusammen, eine Quote für Frauen zu fordern und gleichzeitig eine Quotenfrau zu diffamieren aus dem einzigen Grund, dass sie halt Quotenfrau ist.
Nehmen Sie noch 2 Globuli. - #205 23.04.2012 20:54 von
Marie A. Schröder
Völlige Zustimmung! Ich möchte zu gerne einmal sehen, wie die angebliche "Durchschnittsfrau" Schröder die zehnte Kitaablehnung kassiert, am Ende einen Platz mit absolut lächerlichen Betreuungszeiten bekommt und sich daraufhin mit ihrem Mann auseinandersetzen muss, inwieweit er seinen Anteil an der Kinderbetreuung übernimmt. Wie sie völlig übermüdet ins Plenum stolpert, weil das Kind die halbe Nacht geschrien hat, sie verzweifelt nach einem guten leistbaren Babysitter sucht, sie die letzten Kröten für eine Putzfrau ausgibt, damit es mal wieder aussieht, sie mit Breiflecken auf dem Kostüm vor die Kamera tritt, weil sie es nicht mehr geschafft hat, sich kurz vor der Arbeit nochmal umzuziehen ... Erst, wenn ich das gesehen habe, nehme ich Frau Schröder die "Durchschnittsfrau" ab. So unterstelle ich ihr eher die privilegierte Oberschichtsdame mit einer Heerschaar von Kinderfrauen und Privatkrippe sowie zwei Putzfrauen, die aus ihrer privilegierten Lage heraus hochmütig auf den "Plebs" herabschaut und mit verwundertem Augenaufschlag fragt "Wieso? Was haben die denn? Ist doch alles unglaublich leicht." Woran erinnert mich das doch gleich? Ach ja ... Wenn sie kein Brot haben, sollen sie doch Kuchen essen.
- #206 23.04.2012 20:59 von
Sie werden es kaum glauben, aber das war mir bekannt. Und ist der Beweis dafür, dass es nur darum geht, den verpatzten Krippenausbau ein wenig zu kaschieren. Von wegen Belohnung von Familienarbeit. Eher "wir werfen euch ein paar Körnchen hin und hoffen, dass ihr nicht aufmuckt (klagt)." - #207 23.04.2012 21:05 von
Erlauben Sie mir, dass ich kurz lache. In welcher Traumwelt leben Sie? In Schweden? Als junge Mehrfachmutter und "working mum" kann ich Ihnen versichern, dass diese "traumhaften Möglichkeiten" lediglich in Ihrer Phantasie bestehen. Genau, die Topmanagerin mit 25-Stunden Telearbeitsplatz. Das ist fast schon Comedy ...
- #208 23.04.2012 21:19 von
Und noch etwas. Selbst bei (teilweiser) Heimarbeit brauchen Sie Kinderbetreuung. Oder glauben Sie ernsthaft, Sie können arbeiten, wenn 3 Kinder um sie herumspringen und dies und das wollen. Klar doch, und nebenbei kochen Sie noch das Mittagessen, machen die Wäsche, putzen, helfen bei den Hausaufgaben ... Wie gesagt, reine Phantasie. Haben Sie selbst noch nicht ausprobiert, oder?
In Wahrheit macht es nämlich kaum einen Unterschied, ob Sie im Büro oder von zu Hause aus arbeiten. Sobald Sie auch nur etwas anspruchsvollere Tätigkeiten ausführen, müssen Sie zu Bürozeiten erreichbar sein, mit den Kollegen konferieren, sprich: zu normalen Bürozeiten arbeiten. Und dafür braucht es Konzentration. Das geht nicht nebenbei. - #209 23.04.2012 21:28 von
Wer bezahlt eigentlich die Rechnung?
Natürlich geht es ohne Betreuungsgeld. Aber es ist nicht einzusehen, dass unsere Doppelverdiener ihre Kinder in die Kita abschieben und ich diese Plätze dann über meine Steuern finanzieren soll. Ich weiß nicht, ob in dem Bereich ein ordentliches Rechnungswesen existiert, aber gefühlt wird wohl jeder Platz mit ca 600 bis 800 Euro subventioniert. Also: Kita für alle. o.k. aber diese Schreihälse sollen es auch selber bezahlen.
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