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Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen

Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.

http://www.spiegel.de/kultur/gesells...828803,00.html
  1. #160

    Schickt die Ponys!

    Wer das Bild der Ministerin und ihre Körpersprache genau studiert, erkennt in der Tat die Imago des kleinen Mädchens. Natürlich gefällt dies Männern und ganz besonders auch den Onkeln unter diesen, nebst den überadulten Tanten sowie selbstverständlich all jenen Frauen, denen eine intellektuelle Auseinandersetzung seit eh viel zu anstrengend ist. Denken macht nun einmal Falten. Und das ist ganz schlimm!

    So sehen wir schräges Köpfchen und Plappermäulchen. Alles ist positiv und niedlich. Und es ist eine Unverschämtheit, wie dieses kleine Mädchen in aller Öffentlichkeit verdroschen wird.

    Immenhof forever: Schickt die Ponys. Rettet die Ministerin!
  2. #161

    [QUOTE=luny;10063303]Hallo Boomerang,

    Natürlich stimmt das:

    IG Metall - Pressemitteilungen 2012

    Und weil die IG Metall in den Chor einstimmt, kann es natürlich kein Fehler sein, nicht wahr. Die Gewerkschaft ist unparteiisch und hat immer recht??

    Die 23 % stammen vom Bundesamt für Statistik, dass selbst darauf hinweist, dass diese Zahl den unbereinigten Verdienstunterschied, also gerade nicht die Herunterbrechung auf gleichwertige Arbeit darstellt. Bereinigt bleiben gerade mal 8%, von denen immer noch nicht klar ist, ob sie wirklich auf Diskriminierung zurück zu führen sind:

    "Auf diese Weise wird auch der Teil des Verdienstunterschieds erfasst, der durch schlechtere Zugangschancen von Frauen hinsichtlich bestimmter Berufe oder Karrierestufen verursacht wird, die möglicherweise ebenfalls das Ergebnis benachteiligender Strukturen sind."(Quelle: immer noch Destatis)

    Aber schön, dass auch Sie darauf hereinfallen, wenn selektiv die 23% herausgestellt werden, und das als Unterschied für "gleichwertige" Arbeit auffassen. So funktioniert Propaganda: Man reißt eine Tatsache aus dem Zusammenhang, die nüchtern betrachtet nichts Besonderes ist, schreibt "Skandal!" daneben, und schon denkt der Leser, die Tatsache meine etwas anderes, wirklich Skandalöses.

    Was verdienen Ihre Kolleginnen denn so? Oder gehören Sie
    nicht mehr zur arbeitenden Bevölkerung?
    Die ganz wenigen, die es in meiner Branche gibt, verdienen jedenfalls nicht schlechter.

    Die Unterschiede werden besonders bei den Renten sichtbar.
    Das ist sicher richtig, hat aber eben auch nicht so viel mit diskriminierender Lohnpolitik wie mit unterschiedlichen Lebensentwürfen zu tun.
  3. #162

    Witzig ist...

    ... dass selbst mein Vater, der jetzt über 50 ist, emanzipierter ist als Frau Schröder.

    Diese Frau redet dummes Zeug, total uninformiert und an den jungen Frauen vorbei. Zumindest wissen wir, dass wir und auf DIESE Frau verlassen können: und zwar, dass sie uns im Stich lässt. Und nicht nur die Frauen: auch die Familien und die Väter. Auf einmal ist Mann wieder dazu verpflichtet, alleine für die Familie aufzukommen und dadurch kaum in der Lage, seine Kinder zu sehen und zu erziehen.

    Es geht nicht darum, wie die Familien ihr Leben leben wollen. Es geht darum, dass viele gar nicht die Chance bekommen ihr Leben so zu leben wie sie es möchten.

    Eine Herdprämie ist sicher nicht sinnvoll und nur zur Beruhigung der konservativen Gemüter. Wenn die Familien ihre Kinder nicht in die Kita bringen wollen, welche Nachteile haben sie? Was muss denn da ausgeglichen werden? Ich krieg auch kein Geld, weil ich nicht in die Oper oder ins Schwimmbad gehe, obwohl beides staatlich subventioniert wird.
  4. #163

    Zitat von herrbecker Beitrag anzeigen
    Ich frage mich wirklich, ob diese Vorzeigefrau politischer Aussageverweigerung aus Kalkül oder schlichter Inkompetenz so inhaltsleer daherkommt - wofür steht dieses Ministerküken?

    Herdprämie? Wozu, liebe Frau Schröder?
    Um den Kita-Ausbau in Bayern und Co. zwecks fehlender Nachfrage zu beerdigen?
    Nur um es mal gesagt zu haben, weil das hier wohl als neuer Lackmustest für "progressive" Familienpolitik gilt:
    Schröder ist KEINE Verfechterin der Herdprämie!
    Sie ist Ministerin einer Regierung, deren Koalitionsvertrag auf Druck der CSU die Einführung eines Betreuungsgeldes vorsieht, dessen Ausarbeitung in ihr Ressort fällt. Heute wird gemeldet, dass ihr Ministerium aufgrund der anhaltenden Kontroverse in der Koalition nicht einmal einen entsprechenden Entwurf vorlegen wird, sondern das den BT-Fraktionen überlässt. Weiter kann sie sich gar nicht von dem Projekt distanzieren.
    Ideologiebashing?
    Wer vertritt denn hier Meinungen und Einstellungen, die in D. seit fünfzehn Jahren ad acta gelegt sind? Schwarzer oder Schröder?
    Die Ansichten von Frau Schwarzer jedenfalls SIND so alt. Schröders Ansichten ( z. B.Emanzipation heißt Gleichberechtigung, nicht bevormundende Gleichmacherei) gibt es sicher auch schon länger. Als Ansatz in der Frauenpolitik dürften sie trotzdem eher als fortschrittlich gelten.

    Bemerkenswert ist aber vor Allem, dass sich die angeblich fortschrittlichen Schröder-Feinde meist nicht endgültig von den altfeministischen Standpunkten distanzieren können. Letztlich wird Schröder nämlich doch immer wieder vorgeworfen, dass sie diese konterkariert und sich nicht als reine Lobbyistin feministisch determinierter Lebensentwürfe aufführt.
  5. #164

    ...

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.

    Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen - SPIEGEL ONLINE
    Die Republik freut sich, dass eine Ministerin mutig ist und sagt, was jeder an sich schon weiss: Die Frauen sind emanzipiert. Wenn sie aufhören zu jammern, dann können sie auch etwas aus sich machen. Wie die ewiggestrige Burmester aber sagt, haben die alt68er ja gar kein Interesse an einer Gleichbrechtigung. An Eigenverantwortung sowieso nicht, aber das war von Anfang an klar. Das einzige, was die Alt68er wollen ist ein Feindbild, über das sie sich aufregen können.

    Den Alt68er sei dies gegönnt. Die Vernünftigen gestalten die Zukunft und die Idioten machen die Randale und suchen sich die Feindbilder.
  6. #165

    ....

    Zitat von favela lynch Beitrag anzeigen
    Wer das Bild der Ministerin und ihre Körpersprache genau studiert, erkennt in der Tat die Imago des kleinen Mädchens. Natürlich gefällt dies Männern und ganz besonders auch den Onkeln unter diesen, nebst den überadulten Tanten sowie selbstverständlich all jenen Frauen, denen eine intellektuelle Auseinandersetzung seit eh viel zu anstrengend ist.
    Sie halten also Ihren küchenpsychologischen Exkurs über die Körpersprache der Frau Schröder für einen Bestandteil der intellektuellen (!) Auseinandersetzung mit ihr?
  7. #166

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.

    Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen - SPIEGEL ONLINE
    Ein herrlicher Kommentar, absolut treffend. Jetzt ist nur noch das Mysterium zu enthüllen, wie es einer Frau einfallen kann, überhaupt erst in die CDU einzutreten.
  8. #167

    Unbedingt

    Zitat von retmar Beitrag anzeigen
    Sie halten also Ihren küchenpsychologischen Exkurs über die Körpersprache der Frau Schröder für einen Bestandteil der intellektuellen (!) Auseinandersetzung mit ihr?
    Unbedingt. Und dies aus zwei Gründen. Selbstverständlich ist die Interpretation von Bildzeichen und ihre ikonographische Zuordnung eine intellektuelle Leistung. Und weiter ist genau diese reibende Einordnung in den Kontext der 50er Jahre dem Gegenstand ungemein angemessen. Zudem wollen Sie mir erlauben, meine Attraktivität nicht durch entsprechende Unangemessenheit zu gefährden.
  9. #168

    SPON vs. FAZ

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Alle wettern gegen Kristina Schröder - dabei muss man der Familienministerin dankbar sein: Sie gibt der CDU das konservative Profil, das viele Anhänger der Partei so lange vermisst haben. Und der Rest der Republik freut sich darüber, endlich wieder ein Feindbild zu haben.

    Familienministerin Schröder: Die Feindin aller Frauen - SPIEGEL ONLINE
    Der Unterschied zwischen Propaganda und Journalismus. Einfach einmal FAZ lesen:

    Debatte ums Betreuungsgeld: Herdprämie - Wirtschaftspolitik - FAZ
    Hier werden einige Falschmeldungen rund um die böse Herdprämie ganz sachlich gerade gerückt.
    Bayern steht bei der Frauenerwerbstätigkeit übrigens besser dar als das linksfeministisch regierte NRW.
    Ja, ja...
  10. #169

    Zitat von derdriu Beitrag anzeigen
    ... dass selbst mein Vater, der jetzt über 50 ist, emanzipierter ist als Frau Schröder...
    Als Mann emanzipiert zu sein, gilt - gerade unter Feministinnen - eigentlich nicht als Zauberei. Es sei denn, Sie verstehen als "emanzipiert" ausschließlich Verfechter ganz bestimmter, von der Frauenbewegung als hinreichender Ausdruck erfolgter Frauenemanzipation "abgesegneter" Lebensentwürfe. Das wäre bedauerlich und diktatorisch.

    Glauben Sie möglicherweise noch an die altfeministische Mär, dass eine Frau sich gar nicht in unabhängiger, gleichberechtigter (=emanzipierter) Urteilsfindung dazu entschließen kann, lieber nicht voll berufstätig, latzbehost und geschlechtskämpferisch die lila Fahne zu schwingen? Darf sich eine Frau nicht mehr gleichberechtigt nennen, wenn sie einen Lebensentwurf wählt, der auf Arbeitsteilung, gegenseitigem Vertrauen und - dadurch bedingt - auch einer gewissen Abhängigkeit zwischen den Partnern (oder, wie Phantasten es nennen, Liebe) beruht? Ist "Unabhängigkeit" für Sie auch immer nur als finanzielle Unabhängigkeit zu verstehen?

    Den Rest Ihres Postings lasse ich mal unkommentiert, da es offensichtlich nicht auf die echte Kristina Schröder sondern ein fiktives Feindbild der Frauenbewegung bezogen ist. Schröder wird gerne als solches dargestellt, weil sie keine linientreue Radikal-Feministin ist. Aber wer sich mit ihren Aussagen befasst, wird schnell merken, dass sie mitnichten die Versorgerehe mit Heimchen am Herd als erstrebenswerte Zielvorstellung hat. Sie wehrt sich nur gegen die ideologische Bevormundung aller Frauen aus unterschiedlichen Lagern, welchen Weg sie zu wählen haben. Ihre besondere Befassung mit dem Feminismus hat lediglich den Hintergrund, dass sie diesen - im Vergleich zur gleichermaßen besserwisserischen Eva-Hermann-Fraktion - im Moment als übermächtig und aggressiver ansieht. Dogmatisch überlastete und durchweg herablassende Kommentare wie allein in dieser Woche auf spiegel online von Frau Burmester, Herrn Augstein und Frau Reimann geben ihr dabei Recht.








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