Suri, Lourdes, Shilo - diese Namen kennt man auf der ganzen Welt. In Deutschland weiß man, dass Lilli, Luna, Valentin und Emma zu Til Schweiger gehören. Bei den Promis gibt es inzwischen eine Art Familienticket auf Ruhm - das eine ganze Industrie zu barer Münze macht.
http://www.spiegel.de/panorama/0,1518,756471,00.html
Also wenn ich jetzt beim Arzt im Wartezimmer sitzen und die Zeitschriften durchblättern würde, würde ich nochmal auf die Titelseite schauen. Aber URLs lassen sich ja nun nicht durch Lesezirkel-Cover verdecken oder verwechseln. Nein. Der steht wirklich im Spiegel, dieser Artikel, der behauptet, "man" (wer?) kenne in Deutschland die Namen von Promi-Kindern mehr oder weniger auswendig. Will die Autorin die BILDungslücke zur Bildungslücke erheben? Gehöre ich nicht mehr "dazu", wenn ich in Deutschland lebe und trotzdem die Namen nicht kenne?
Frage an die Redaktion: Was hat so ein Artikel im Spiegel zu suchen? Ist das ein verspäteter Aprilscherz, oder ein verfrühtes Sommerloch?
Oder wollt Ihr Euch auf eine neue Zielgruppe ausrichten? Dass der Spiegel nicht unbedingt realitätsnah berichtet, ist mir seit http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13497024.html bekannt. Aber es gab bisher wenigsten einen gewissen Anspruch an die Themen.
Erschreckend, mit wie wenig man heute schon als Berühmtheit gilt. Aber es tut gut zu lesen, dass ich wohl nicht ganz alleine irritiert ob dieses Artikels bin.
Erinnert mich an Werbeblöcke im Fernsehen, wenn für Promi-Dinner, Dschungelcamp & Co geworben wird, und ich kaum eine der traurigen Gestalten kenne. Offenbar sind die Anforderungen an unsere heutige Prominenz sehr niedrig. Oder der Markt ist einfach zu sehr von diesen kleinen Lichtlein geflutet, die bar jeden Talents trotzdem hoffnungsvoll und schmerzbefreit zu jedem Casting pilgern.
all die vielen Vormittags-, Nachmittags- und Vorabendsendungen auf all den vielen Digitalkanälen müssen ja irgendwie mit Inhalt gefüllt werden. Erstaunlich ist, daß man so viele Deppen findet, die sich auf der einen Seite des Bildschirms lächerlich machen, und andere auf der anderen sich den Blödsinn täglich reinziehen.
Aber vielleicht besser, als wenn die alle statt dessen auf der Straße rumlaufen würden. Wäre ja viel zu voll dann in der Stadt....
Jeder, der etwas von Schauspielkunst versteht, erkennt sofort, dass Emma Schweiger eine grandiose schauspielerische Leistung abgeliefert hat, die es so noch nicht bei einem Kind gegeben hat. Deswegen ist so ein Preis mehr als gerechtfertigt. Jedes andere Kind hätte diesen Preis auch bekommen.
So ein Promiticket gibt es nicht, weil am Ende nur die Leistung zählt. Für jedes Promi-Kind, welches auch selbst prominent ist, gibt es 1.000 Promi-Kinder, die völlig unprominent sind.
... ähnlich wie Apple, Microsoft, Google, Daimler...
Es gibt viele Markengläubige, die halten alle Produkte vom selben Herstellen für erstklassig.