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Falsches Parteibuch: Regierung will obersten Regulierer austauschen

Eigentlich sind alle mit Matthias Kurth zufrieden - und trotzdem muss er seinen Posten als Chef der Bundesnetzagentur wohl bald räumen. Kurths Problem: Er hat das falsche Parteibuch. Nach SPIEGEL-Informationen will die Union lieber einen eigenen Kandidaten mit dem wichtigen Job versorgen.

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...792102,00.html
  1. #20

    Zitat von sappelkopp Beitrag anzeigen
    ...welcher Großkopferte der CDU versorgt werden soll.

    Allerdings, eines ist doch klar: Die SPD würde es nicht anders machen. Ein Parteibuch ist stes wichtiger als die Qualifikation. Da sind sich die beiden großen Parteien einig!
    Warum sollte nur die SPD es anders machen? Die Grünen führen derzeit in Baden-Württemberg das gleiche Sütck auf. Im Übrigen ist Qualifikation für den speziellen Bereich, den eine große Behörde abdeckt, tatsächlich nur selten wichtig, wenn es um die Führungsposition geht. Dort geht es mehr darum sicherzustellen dass die Nachgeordneten und Experten gute Arbeit machen.
  2. #21

    Herr Kurth

    Zitat von Das Auge des Betrachters Beitrag anzeigen
    ...hat die ehrenvolle Aufgabe dem Bürger Sand in die Augen zu streuen. Die Netzagentur vertritt durch aktives Nichthandeln die Interessen der Industrie.
    Wer schonmal .....
    Das stimmt. Herr Kurth war schon als Staatssekretär in Hessen ein hilfloser und wenig kompetenter Versager. Mit der Führung der Netzagentur ist er offenkundig vollends überfordert. Aber das sollte ja wohl so sein. Der Mann ist so schlecht, dass er nicht mal eine Alibifunktion halbwegs ausfüllen kann.
  3. #22

    Richtig

    Zitat von unterländer Beitrag anzeigen
    Warum sollte nur die SPD es anders machen? Die Grünen führen derzeit in Baden-Württemberg das gleiche Sütck auf. Im Übrigen ist Qualifikation für den speziellen Bereich, den eine große Behörde abdeckt, tatsächlich nur selten wichtig, wenn es um die Führungsposition geht. Dort geht es mehr darum sicherzustellen dass die Nachgeordneten und Experten gute Arbeit machen.
    Und deswegen wäre es auch nur fair, wenn eine Frau den Posten bekäme. Schon der Quote wegen. Muss natürlich eine CDU-Frau sein, aber irgendeine wird sich schon eine finden.Frau vdL z.b. Die hatte auch als Familienministerin tolle Ideen, z.B. Für das Internet.
  4. #23

    Frauenquote

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    rund für den Schritt ist vielmehr, dass die Union das einflussreiche Präsidentenamt mit einem eigenen Parteimitglied besetzen möchte.
    Na, das liesse sich doch mit der Einfuehrung der Frauenquote einfachst (und ohne diskriminierung 'falsche Partei') durchfuehren.
    oder findet sich dafuer keine geeignete Frau?
    Doch, bestimmt, Frauen sind fuer alles geeignet, ausser Muellabtransport, Hafenarbeit, Flugzeigwaescher,.....!
  5. #24

    ...

    Mal wieder ein Bespiel dafür wie fern unser Land von Demokratie mittlerweile ist. Ein solcher Posten sollte an Leute vergeben werden die Verantwortungsvoll damit umgehen können und nicht an Parteimitglieder verschachert werden. Das ist ja wohl das allerletzte das Parteibücher bei der Jobvergabe entscheiden. Aber gut von der Berliner Mafia ist man ja nix anderes gewohnt.
  6. #25

    Wer mit der Arbeit von Matthias Kurth zufrieden ist

    der lebt wohl in einem anderen Land. Dieser Papiertiger hat doch bei den Konzernen nichts bewegt. Gas, Öl, Strom- alles wird teuerer, obwohl das nicht zwingend erscheint. Schlechter werden kann es also kaum noch, selbst wenn jemand anderes diesen Job machen soll.

    Was wir brauchen ist ein echter Anwalt der Verbraucher, nicht einen Büttel der Konzerne.
  7. #26

    und jetzt?

    Ein ahnungsloser Parteigänger wird gegen einen anderen ahnungslosen Parteigänger ausgtauscht... Wenn das in Ministerämtern schon so einfach geht, warum nicht auch bei solchen Posten?

    Parteine und deren Politik bestätigen sich nur ein weiteres Mail... in ihrer Unglaubwürdigkeit.
  8. #27

    altes Übel

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Eigentlich sind alle mit Matthias Kurth zufrieden - und trotzdem muss er seinen Posten als Chef der Bundesnetzagentur wohl bald räumen. Kurths Problem: Er hat das falsche Parteibuch. Nach SPIEGEL-Informationen will die Union lieber einen eigenen Kandidaten mit dem wichtigen Job versorgen.

    http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...792102,00.html
    Ein altes Übel dieses Systems, bei dem lukrative Posten nur an Kollegen mit Parteibuch vergeben werden.
    Wir brauchen nicht nur mehr Transparenz, sondern müssen auch den Staat aus dem Griff der Parteien befreien.
  9. #28

    Daran ist ja nichts neu

    Zitat von L0k3 Beitrag anzeigen
    Mal wieder ein Bespiel dafür wie fern unser Land von Demokratie mittlerweile ist. Ein solcher Posten sollte an Leute vergeben werden die Verantwortungsvoll damit umgehen können und nicht an Parteimitglieder verschachert werden. Das ist ja wohl das allerletzte das Parteibücher bei der Jobvergabe entscheiden. Aber gut von der Berliner Mafia ist man ja nix anderes gewohnt.
    Das gibt es doch in der gesamten Republik, und das erklaert im Grunde genommen auch, warum oeffentliche Institutionen vergleichsweise ineffizient sind. Eigentlich gibt es dafuer keinen anderen Grund, aber wenn nur das Parteibuch das einzige Kriterium der Auswahl ist, ja da kommt es schonmal vor, das Vollnieten in Positionen geraten, denen sie nicht maechtig sind. Und damit hat ja kein Ende das der Chef das richtige Parteibuch hat, der wiederum beruft ja dann auch weitere Asse aus seinem Nichtkoenner Milieu, zur Not werden eben neue Posten geschaffen, was der Ineffizienz weiteren Vorschub leistet. Und wenn man dann noch Knallchargen hat, die trotz offensichtlicher Nichtahnung, sich auch noch einmischen muessen, ja dann wird es auch nicht besser. Aber das faengt schon in jedem Kuhdorf an und macht vor wichtigen Positionen nicht halt. Aber der Singhammer war immer ein aufrechter CSU Parteisoldat und will halt auch mal belohnt werden und an den grossen Fressnapf. Es ist einfach nur peinlich.
  10. #29

    Verfassung und Realität

    Zitat von Tikal69 Beitrag anzeigen
    Ein altes Übel dieses Systems, bei dem lukrative Posten nur an Kollegen mit Parteibuch vergeben werden.
    Wir brauchen nicht nur mehr Transparenz, sondern müssen auch den Staat aus dem Griff der Parteien befreien.
    Sie sind ein echter Verfassungsfeind. Wer denn wenn nicht die Parteien könnte denn bestimmen, wer Behördenleiter wird ? Das dürfte in allen Staaten so sein, auch wenn mancherorts solche Posten gewählt werden. In vielen Fällen spielen allerdings die Berufsverbände eine wesentliche Rolle, oder die Organisationen selbst, die Vorschläge ablehnen können oder aus den eigenen Reihen Kandidaten vorschlagen. Das gilt etwa für Richter, die sich politischem Einfluß entziehen, aber auch andere Sparten, in denen die Qualifikation eine entscheidende Rolle spielt.

    Mir fiel des öfteren auf, daß leitende Funktionsstellen, die von den Kommunen vergeben werden, arg häufig mit bewährten Parteisoldaten besetzt werden, während bei Landesbehören eher die Qualifikation maßgeblich ist. Ein Chefarzt und Klinikleiter erzählte mir mal, er wäre zehn Jahre früher an seine Posten gekommen, wäre er Parteimitglied gewesen. Dummerweise hatte er darauf vertraut, daß sein Können ihn befördern würde. Auch ich bin so ein naiver Mensch, und kann nur davon abraten. Es geht nicht nur um Können, es ist auch in der Industrie zuweilen recht unbeliebt. In den einzelnen Berufen gibt es natürlich jede Menge Idealisten, für die Leistung kein Fremdwort ist, weil sie darauf gedrillt wurden und Leistung anerkennen, aber es ist letztlich ein Fehlschluß. Die Funktionäre bestimmen weitgehend. Auch ohne Parteibuch.


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