REUTERS/PayPalEin Abschluss in Computerwissenschaften klingt gut, dachte sich wohl Yahoo-Chef Scott Thompson - und gab den Titel in seinem Lebenslauf an. Seit der Fehler herauskam, ist beim Internetkonzern die Hölle los. Nun hat sich Thompson bei den Mitarbeitern entschuldigt. Ob das reicht, ist fraglich.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...831913,00.html
... da er der Chef vom Yahoo-Personalchef ist, wird dieser wohl eher gnädig gestimmt sein ;-)
Das Fälschen von Universitätsdiplomen ist eine Straftat. Eine Entschuldigung reicht da natürlich nicht. Da muss die Staatsanwaltschaft ermitteln und Anklage erheben.
... er hat schriftlich damit angegeben. (Lebenslauf) Er hat in einem Interview nicht widersprochen.
Da die betreffende Schule, an der er war, zu dieser Zeit gar keine dieser Diplome ausstellte (Studiengang existierte nicht) war das ganze ein Selbstläufer, ein ausser Kontrolle geratene Lüge
Er hat nichts "gefälscht"...
Er sollte, wenn er ein guter Autodidakt ist, als Assistent des neuen CEO weitermachen. (Zum Gehalt eines Buchhalters, was er in Wahrheit ja auch ist) Anschliesend kündigen.
Auffällig, dass in letzer Zeit immer mehr gefälschte Lebensläufe, Titel usw. auffliegen von Leuten die in hohe Posten gekommen sind. Irgendwie sind die ja da hingekommen ohne das was sie angegeben haben zu können auch wirklich zu können. Da fragt man sich, ob die geforderten Qualifikationen für diesen Beruf notwendig sind oder obs weniger nicht auch tun würde.
Wieso braucht dieser erfolgreiche Mensch den Nachweis, dass er "Computerwissenschaften" studiert hat? Er soll die Finanzen sanieren. Technikaffinität hat er doch schon bewiesen. Ich heiße die Mogelei nicht gut, verstehe aber langsam, weshalb es in einer Welt, in der Titel mit Kompetenz gleichgesetzt wird, zu solchen Dingen kommt.
Das Manöver des Anteileigners Loeb ist zu durchsichtig. Thompson sollte einen Zeitrahmen bekommen, in dem er beweist, dass er die gestellten Aufgaben bewältigen kann.
Es erstaunt mich immer wieder, dass in Fällen wo alles, aber auch wirklich alles, klar zu sein scheint es doch zu Diskussionen über übliche und selbstverständliche Vorgehensweisen kommt. Was soll das ?!
Wenn der Aufsichtsrat und die gesamte Firma Yahoo sich nicht der Lächerlichkeit preis geben will, dann tut sie das, und zwar ohne vorherige Diskussionen und Machtgerangel, was in solchen Fällen üblich und selbstverständlich ist.
Sollten die Eliten innerhalb der Firma Yahoo respektive der Aufsichtsrat sich nicht dazu durchringen können, werden die Verbraucher und Kunden dieser Firma wohl langfristig alle Mitarbeiter dieser Firma abstrafen müssen und sich im Zweifelsfall für Konkurenzprodukte entscheiden. Im Übrigen dürfte so ein Vorgang das Betriebsklima einer Firma entscheidend beeinflussen.
Amerika ist halt alles größer.
Während wir hier nur abgeschriebene Dissertationen vorweisen können, machen die gleich falsche Diplome.
Immer daran denken: ein MINT-Diplom ist der höchste akademische Grad, den man erreichen kann. Der geht nur über die Prüfungsordnung.
Doktortitel werden einfach so umhergeworfen.