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Falsche Silben: Babys überflügeln Erwachsene beim Regel-Lernen

dapd/ MPI/ CBSWenn Kleinkinder sprechen lernen, dann passiert das normalerweise in beeindruckendem Tempo. Deutsche Forscherinnen haben nun herausgefunden, dass die Babys Grundbausteine der Sprache schneller erkennen als Erwachsene.

http://www.spiegel.de/wissenschaft/m...855114,00.html
  1. #1

    1. Wen überascht das?
    2. Was stelle ich mit dieser bahnbrechenden Erkenntniss an?

    Immerhin - es waren nicht irgendwelche Forscherinnen: Nein, es waren deutsche Forscherinnen.
    Die einzige Entschuldigung für so etwas ist die Tatsache, dass jede These mal bestätigt sein will.
  2. #2

    Typisch

    Zitat von sailor60 Beitrag anzeigen
    1. Wen überascht das?
    2. Was stelle ich mit dieser bahnbrechenden Erkenntniss an?

    Immerhin - es waren nicht irgendwelche Forscherinnen: Nein, es waren deutsche Forscherinnen.
    Die einzige Entschuldigung für so etwas ist die Tatsache, dass jede These mal bestätigt sein will.
    Da haben wir wiedermal einen typischen Wissenschaftsmuffel. Es gibt doch immer wieder Ignoranten ohne Fantasie, denen jede wissenschaftliche Erkenntnis ein Greuel ist, wenn sie nicht sofort in die Teflonpfanne eingebaut werden kann. "Weil, dat kost ja allet unser Jeld!"

    Zu 1. Es heißt 'überrascht'. Und es ist schon eine beeindruckende Erkenntnis zur kindlichen Entwicklung. Hätten Sie bis zu Ende gelesen, dann hätten Sie gesehen, daß es auch um unterschiedliche Entwicklungsstände geht und Rückstände, die aufgeholt werden oder nicht.
    Zu 2. Das ist ein Schritt dahin, den Mechanismus des Sprachenlernens zu erforschen und vielleicht bei Erwachsenen zu beschleunigen, zu verbessern. Ebenso den oben erwähnten Kindern, bei denen es Rückstände gibt, zu 'normalem' Entwicklungsstand zu verhelfen.
  3. #3

    Dummkopf

    Zitat von sailor60 Beitrag anzeigen
    1. Wen überascht das?
    2. Was stelle ich mit dieser bahnbrechenden Erkenntniss an?

    Immerhin - es waren nicht irgendwelche Forscherinnen: Nein, es waren deutsche Forscherinnen.
    Die einzige Entschuldigung für so etwas ist die Tatsache, dass jede These mal bestätigt sein will.
    1. Forschung ist meistens hypothesengeleitet, daher ist eine "Ueberrschung" nicht das Ziel.
    2. Denken Sie lieber nicht darueber nach, was mit den Ergebnisses "angestellt" werden kann. Sie haben ja schon genug fuer die Woche geleistet! Sie waren kuerzlich schon vor dem Abgrund und versuchen jetzt ploetzlich mit zwei Fragen einen grossen Schritt nach Vorne zu machen....
  4. #4

    Ganz meine Meinung ...

    Zitat von sailor60 Beitrag anzeigen
    1. Wen überascht das?
    2. Was stelle ich mit dieser bahnbrechenden Erkenntniss an?

    Immerhin - es waren nicht irgendwelche Forscherinnen: Nein, es waren deutsche Forscherinnen.
    Die einzige Entschuldigung für so etwas ist die Tatsache, dass jede These mal bestätigt sein will.
    Auch mein erster Gedanke ... aber was soll's, man hat war veröffentlicht, egal, wie nützlich es ist. Am besten, man stellt jetzt noch fest, daß Senioren über 90 noch langsamer lernen ...

    Fällt mir gerade ein ... hieß es nicht in den 80ern, daß Kinder möglichst noch mit 4 Jahren anfangen sollten Fremdsprachen zu lernen, weil das in dem Alter so gut ins Hirn geht ? Das sollte auch nochmal jemand entdecken und auf SPON veröffentlichen.
  5. #5

    Zitat von misako Beitrag anzeigen
    Forschung ist meistens hypothesengeleitet, daher ist eine "Ueberrschung" nicht das Ziel.
    Jein. Es ist aber durchaus sinnvoll, kritisch zu hinterfragen, welche Hypothese eine Studie wert ist oder eben nicht. Wenn jeder sich das Ergebnis tatsächlich schon an den Fingern abzählen konnte, vielleicht eher nicht, es sei denn, die Hypothese der Forscher ist, dass es tatsächlich eine Überraschung geben könnte.

    Beim Lesen der Überschrift und Kurzzusammenfassung erschien es mir (selbst in der Forschung tätig), als ob das hier eines der leider viel zu häufigen Beispiele ist, wo mittelprächtige bis schlechte Forscher den Wald vor lauter Bäumen nicht sehen, sprich, so in den Details ihrer Arbeit verheddert sind, dass sie völlig aus dem Blick verlieren, sich Gedanken über ein relevantes Ziel zu machen bzw. sinnvolle Fragestellungen zu definieren.

    Wenn man im Artikel aber ein paar weitere Details dazu liest, scheint die Forschung etwas handfester: Da scheint es eher, als ob man versucht, Details in der Sprachentwicklung besser zu verstehen, Fehlentwicklungen zu detektieren u.ä., woraus man im Zusammenhang mit anderen Ergebnis verrmutlich irgendwann durchaus interessante neue Schlussfolgerungen ziehen und Anwendungen entwickeln kann.

    Vielleicht ist es also weniger die Fragestellung der Forscher, sondern die zu stark popularisierte SPON-Zusammenfassung, die die Studie trivial erscheinen lässt?
  6. #6

    Solche Studien

    sind 10 Mal gehaltvoller, als Verhaltensstudien an schwangeren Mäusen, deren Ergebnisse dann auf suchtgefährdete Jugendliche übertragen werden. Wir wissen so gut wie nichts über unser Gehirn und seine Entwicklung, da ist jedes kleine Detail ein wichtiges Stück, um das Puzzle vielleicht eines Tages lösen zu können.
  7. #7

    Grundbausteine?

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    ...dass die Babys Grundbausteine der Sprache schneller erkennen als Erwachsene.

    Falsche Silben: Babys überflügeln Erwachsene beim Regel-Lernen - SPIEGEL ONLINE
    Klar, erst lernen wir Grammatik, dann füllen wir dieses grammatikalische Gerüst mit Worten auf. Natürlich lernen nicht "wir" das, sondern "unser Gehirn". Oder???

    Dass dies die "Grundbausteine" des Spracherwerbs sein sollen, das ist eine Annahme. Erwachsene lernen Sprachen in Sprachkursen ja oft so.
    Dabei sollte uns komisch vorkommen, dass ja Grammatik auch ein sprachliches System ist. Es sollte uns auch komisch vorkommen, dass Sprachkurse, die explizit auf Grammatik verzichten, sehr gute Erfolge haben. Und es sollte uns komisch vorkommen, das das Verlassen der grammtikalisch korrekten Sprache neue Ausdruxmöglichkeiten eröffnet, a la "sie heiratete, gans in weiss". Anstatt "syntax error".

    Was ist, wenn die grammatikalischen Regeln gar nicht die "Grundbausteine der Sprache" sind?
    Dann wäre solche Forschung ein Artefakt.
    Wie etwa die Erkenntniss, dass Fliegen leichter fliegen lernen als Regenwürmer, sie überflügeln diese, sozusagen.
  8. #8

    Bei dem Autor,

    Herrn Seidler, scheint das mit der Silbenerkennung in der Grammatik auch nicht so richtig funktioniert zu haben.

    Sonst würde er nicht "Forscherinnen vom Max-Planck-Institut". sondern "Forscherinnen des Max-Planck-Instituts" schreiben.

    Aber die Nichtverwendung des Genitivs ist eben ein Markenzeichen der Forscherinnen des SPIEGELs.
  9. #9

    Kinder können noch lachen

    Zitat von sailor60 Beitrag anzeigen
    1. Wen überascht das?
    2. Was stelle ich mit dieser bahnbrechenden Erkenntniss an?

    Immerhin - es waren nicht irgendwelche Forscherinnen: Nein, es waren deutsche Forscherinnen.
    Die einzige Entschuldigung für so etwas ist die Tatsache, dass jede These mal bestätigt sein will.
    Babys haben nicht nur sprachlich ein unglaubliches Pensum zu erlernen, sondern auf allen Gebieten, nicht nur dem der Kommunikation. Das meiste lernen sie in den ersten beiden Lebensjahren, und komischerweise können sie das auch. Ihre Sensivität ist ungeheuer.
    Das hat etwas mit Not zu tun im Sinne von Notwendigkeit, mit Interesse, mit Motivation, mit Neugierde, mit Lebensfreude, Optimismus, Ehrgeiz, gute Laune.

    Und alle diese schönen Antriebe reduzieren sich über die Jahre, vornehmlich rein biologisch. Womöglich wußten schon Adam und Eva, daß man irgendwie abstumpft über die Jahre.
    In Deutschland hat man neben einer Reihe wissenschaftlicher Institute ein Presseorgan installiert, das den intellektuellen Fortschritt von Krabbelkindern bremsen und in erträgliche Bahnen leiten soll. Sie lassen sich dann problemlos bis ans Ende ihres Lebens einsetzen. Man muß Probleme reduzieren, um sie erfassen zu können.
    Und jetzt habe ich den Sermon gegen besseres Wissen doch gelesen. Und natürlich hat die Überschrift wenig mit dem Artikel zu tun. Ein rein semantisches Problem unterforderter Erwachsener. Es waren weniger Erwachsener, die anders reagiert haben als die paar Babys. Das läßt eine Menge Schlußfolgerungen zu.

    Babys und Kinder hören und sehen weit besser als Erwachsene, längst bekannt, ein biologisches Faktum. Sie können sogar viel besser denken, also verarbeiten, ihnen fehlen nur die notwendigen Begrifflichkeiten. So konnte ich als Kind mehrere deutsche Dialekte. Und hatte am Gymnasium Lehrer, die absolut keine Ahnung von der Sprachmelodie und dem Tonfall der Sprachen hatten, die sie uns beizubringen hatten. Es geht nicht nur um die Fähigkeiten des Sprechens und Hörens, es geht auch um das Interesse, und genau das haben diese lallenden Monster mutwillig und erfolgreich mit ihrer sprachlichen Inkompetenz demoliert. Man kann Hören und Sprechen üben. Und man kann auch als Erwachsener noch Untertöne hören, falls das Interesse vorhanden ist, und das Sprachgefühl.








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