APDoktor in "Ufologie" oder "Exorzismus" gefällig? Solche Fantasietitel vergibt ein US-Anbieter, erhalten konnte man sie auch über das Schnäppchenportal Groupon. In Deutschland bleibt der Vertrieb verboten, entschied jetzt ein Gericht. Die ulkigen Titel könnten mit echten verwechselt werden.
http://www.spiegel.de/unispiegel/stu...854929,00.html
Wer "Psychic Sciences" mit "Psychologie" verwechselt muß wohl Jurist sein, „differenzierte Fremdsprachenkenntnisse“ kann man dort sowieso nicht voraussetzen.
Wie hat es der Jurist Ludwig Thoma so treffend formuliert: „Er war ein guter Jurist und auch sonst von mäßigem Verstand“ (Der Vertrag).
Deutschlands Juristen, zum Kaputtlachen ….., was Besseres haben sie nicht zu tun.
... finde ich nach wie vor die schönere Schreibweise.
Ludwig Thoma ist allein schon wegen seiner bekannt antisemitischen Ausfälle kein Gütezeichen für Weisheit. Ich kann diesen knackigen Humor nur mir Grausen lesen.
Kann das jemand erklären? Ich meine das Geschäftsmodell. Wenn die „verkauften“ Titel „Fantasiegebilde und Scherzartikel“ sind, warum muss man dann Geld dafür bezahlen?
Ich hätte sonst die folgende Idee. Für 50 Euro bekommen Sie von mir eine persönlich unterschriebene Urkunde, die Ihnen erlaubt, sich „Pantoffelberater“ zu nennen. Da „Pantoffelberater“ keine geschützte Berufsbezeichnung ist, müsste das doch erlaubt sein, oder? Das einzige Problem ist, dass Sie sich auch ohne meine Erlaubnis „Pantoffelberater“ nennen dürfen. Ich fürchte daher, dass ich nicht viel verdienen würde.
Meiner Meinung nach sollten Titel nur im beruflichen Bereich verwendet werden dürfen. Im privaten Sektor hat kein Meister, Doktor oder Proffessor etwas zu suchen!
Wenn ich mir so manche Doctores h.c. anschaue, komme ich zu der Überzeugung, dass diese ihre Ehrenbezeichnung noch weniger verdient haben als jemand, der sich für ein paar Euro eine Dr. h,c. der Toilettenreinigung kauft.
treibt schon merkwürdige Blüten. Man könnte den Dr. der Psycic Sciences mit seinem albernen Titel ruhig gewähren lassen, aber er tritt in Konkurrenz zu den echten Doktoren, die den akademischen Grad in mühevoller und manchmal jahrelanger Arbeit erworben haben. Deshalb finde ich es richtig und wichtig, dass solcher Unfug gerichtlich unterbunden wird.
ach gott, da ist nur wirklich kein "Regelungsbedarf". Soll der Gesetzgeber regeln dass man ausserhalb des "beruflichen Bereichts" jemanden nicht mit Meister/Doktor oder sonstwie anreden darf. Wenn jemandes Stammtisch sich gegenseitig mit "Hochgelehrter Dr.Schnurz, ein Proesterchen auf ihre werte Gesundheit" anreden moechte, wohl bekomm's. Und wem dabei der Durst vergeht, sucht sich einen anderen Freundeskreis.