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Falsche Abrechnung von Medikamenten: AOK wirft Apotheken Rezeptbetrug vor
Schwere Vorwürfe gegen Apotheker: In großem Stil sollen sie Medikamente abgerechnet haben, die noch gar nicht dem Markt waren. Der Apothekerverband räumt "mögliche Fehler" ein - Schuld hätten jedoch*die Krankenkassen selbst.
http://www.spiegel.de/wirtschaft/ser...781334,00.html
- #1 19.08.2011 20:13 von
Abstrus!
Die Krankenkassen sind also schuld - wegen der Rabattverträge. Denn wegen der Abwicklung der Rabattverträge ist aufgefallen, daß die Apotheker Mist gemacht haben.
Wären also die Rabattverträge nicht, wären die Manipulationen der Apotheker gar nicht aufgefallen.
Aber darüber, daß in den eigenen Reihen massiv was schief gelaufen ist, macht sich der Apothekerverin keine Gedanken.
Dabei ist noch gar kein Wort darüber gefallen, wer von diesen Manipulationen oder Schlampereien profitiert hat!
Ich habe den Eindruck, hier werden erst mal ein paar Nebelkerzen geworfen und die Schuld auf andere geschoben, damit ein wenig Luft bleibt, um die Spuren der ganzen Geschichte zu verwischen.
Es wäre ja schlimm, wenn jemand auf die Idee käme, in diesem Selbstbedienungsladen mal aufzuräumen. So, wie die FDP derzeit unter Druck steht, könnte sie nämlich nicht viel für ihre Klientel tun. - #2 19.08.2011 20:28 von
- #3 19.08.2011 20:32 von garfield
Wie blöd muss man eigentlich sein, um so zu "argumentieren" wie die Apotheken.
Natürlich kann es ein, dass Rabattverträge über noch nicht lieferbare Medikamente abgeschlossen wurden. Das ist doch gar nicht der Punkt. Was ist daran übrigens verwerflich?
Natürlich dürfen Apotheken dann auch andere lieferbare Medikamente abgeben.
Aber sie müssen gefälligst dann auch das ausgegebene Medikament abrechnen. Und wenn sie es nicht tun, also betrügen, wo ist da auch nur die geringste Schuld der Krankenkassen?
Das scheint heute alltäglich zu sein, dass man auf den eigentlichen Kritikpunkt überhaupt nicht eingeht, sondern ein ganz anderes vermeintliches Schlachtfeld aufmacht. Aber diese dümmliche Masche merken doch eigentlich schon Realschüler. - #4 19.08.2011 20:35 von
Himmelschreiend...
...wie die Krankenkassen mit den Apotheken umgehen. Sie decken einfach auf, dass die Apotheken kräftig betrügen. Das geht so nicht, liebe Krankenkassen. Lasst das! Es geht doch um Arbeitsplätze...
- #5 19.08.2011 20:47 von
Der Patient ist der Dumme
Auch wenn es keiner glauben mag, das Spiel der AOK hat System. Eine neuer Rabattvertragsrunde - neue Medikamente für den Patient - mehrere (!!!) Rabattvertragspartner können das Arzneimittel nicht liefern.....und dann nach Möglichkeit noch Regress nehmen. Das ist die Erfahrung von vier Runden AOK-Rabattverträgen. Mal klappts bei den Arzneimitteln nicht, mal sind die Hilfsmittel. Ein Billigheimer, der nichts auf die Reihe bringt, soll die Inkontinenzversorgung liefern. Bravo. Das war die AOK Hessen! Preisverdächtig! Ein Lieferant für alles - fast nichts kann geliefert werden - AOK PLUS (Thüringen + Sachesen) Super! Das ist die Wahrheit. Die tägliche Wahrheit. Der Dumme ist der Patient.
Da sind die Ersatzkassen um längen besser organisiert. Da gibts sehr selten Probleme.
Und: die AOKs wehren sich gegen die Bekanntgabe der tatsächlichen Einsparungen und wollen gegen allen Widerstand ihre Verträge nicht offenlegen. Aus Erfahrung: Der Sarg ist zu, die Wittwe kiechert, der Gatte war AOK-versichert. Die gehen leider in Sachen Einsparungen über Leichen. Wer es nicht glaubt oder glauben will, die AOK macht den Einstieg in eine Planversorgung - der Patient interessiert nicht. Der AOK-Manager entscheidet was richtig ist. Hauptsache man kann wieder ein riesige Einsparvolumen melden. Und wenn ein Arzt auffällig wenige Rabattarzneimittel verordnet - droht man ihm mit Regress. Über die Folgeschäden von zwangsumgestellten Patienten und die Kosten erfährt man nichts. Das sind dann halt Krankenhauskosten....
Weiterso. Der Störfaktor im heilen AOK-System ist der Patient. - #6 19.08.2011 20:52 von
- #7 19.08.2011 20:55 von
Betrug? Von wem?
Nee, anders wird ein Schuh daraus:
Zitat:
>Der Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie zeigte sich von den AOK-Vorwürfen alarmiert. "Es ist zu befürchten, dass es diese Praxis der falschen Abrechnung von Rezepten nicht nur bei diesem einen Medikament gegeben hat", erklärte BPI-Hauptgeschäftsführer Henning Fahrenkamp. Möglicherweise würden Hersteller mit gesetzlichen Rabatten für Arzneien belastet, die gar nicht abgegeben würden. Das müsse wirksam unterbunden werden.<
Die Kassen schließen im Verborgenen ihre Rabattverträge ab, keiner kennt die Zahlen, auch nicht der Apotheker.
Und wenn bei der Umstellung auf neue Rabattverträge (1. Juni 11) die bevorzugten Firmen nicht in der Lage sind überhaupt zu liefern, dann muss der Apotheker ein Ersatz-GENERIKA (immer das möglichst günstige) abgeben. Ok, er sollte er einfach dokumentieren, sprich das abgebene Generika abrechnen. Man kennt ja leider nicht die Preise der Rabattverträge, diese variieren bei einem 10€ Produkt aber sicherlich im niedrigen Centbereich. Den Firmen, die auf den Rabattvertag mit der jeweiligen Kasse eingehen, wird ein entsprechender Mindestumsatz garantiert! Und nur deshalb regen sich die Kassen auf, denn sie können evtl. die Verträge nicht einhalten. Lieferprobleme einzelner Firmen interessieren da nur nebensächlich. - #8 19.08.2011 20:58 von
Rabattverträge abschaffen
So und wer kann nun gegen die Krankenkassen vorgehen ?
Weder Apotheken noch die Bevölkerung will die Rabattverträge. Die Apotheken mussten schon genug bluten. Also dann abschaffen der Rabattverträge - #9 19.08.2011 21:02 von
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