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Falsch verstandener Umweltschutz: Kirche des ökologischen Glaubens
Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.
http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820751,00.html
- #1 12.03.2012 12:01 von
Alles richtig, Herr Fleischhauer, trotzdem werden Sie nur auf taube Ohren treffen.
- #2 12.03.2012 12:12 von
- #3 12.03.2012 12:14 von
Yes
Wir folgen halt alle der Sandale. Das ändert sich auch nicht wenn jemand "böswillig" behauptet "...das sei doch bloß eine Sandale...!"
- #4 12.03.2012 12:15 von
Tja, das ist wie mit den Vitaminen. Viele, die jahrzehntelang konditioniert wurden, sind halt für stichhaltige Argumente nicht mehr empfänglich. Dazu gehört nämlich der Mumm, sich einzugestehen, dass man einem Irrglauben aufgesessen ist.
Das Wasser sparen Unsinn ist, ist allerdings so ein alter Hut, dass ich kaum glauben kann, dass Einige das immer noch praktizieren. - #5 12.03.2012 12:16 von
Halbwahres Geschwätz
> Der sicherste Weg nach oben in der Politik führt heute nicht mehr über das Finanz- oder Wirtschaftsministerium, sondern über das Amt des Umweltministers. Angela Merkel, Jürgen Trittin und Sigmar Gabriel - aus allen ist etwas geworden
So isses. Es liegt daran, dass das Thema Umwelt sehr komplex ist - wer sich im Umweltministerium behaupten kann, ist für "höhere" Aufgaben auch qualifiziert.
Was man von Herrn Fleischhauer nicht behaupten kann - er plappert munter Propaganda und banale Halbwahrheiten herunter, versteht es allerdings gekonnt, zwischen den Zeilen die Falschen anzuschwärzen (die Grünen sind schon lange gegen Biosprit - der Bauernverband steht in Wahrheit dahinter; ähnlich für E-Autos...). Wenn es einen Preis für mässig unterhaltsame Wahrheitsverdrehung gäbe: ich hätte da einen Kandidaten... - #6 12.03.2012 12:18 von
- #7 12.03.2012 12:28 von
intelligent verpackter Zynismus
Herr Fleischhauer vergißt bei seinem Artikel, dessen Fakten nicht zu leugnen sind, zweierlei:
Erstens sind weder Wirtschaft noch Politik noch Volk gerade groß darin, in Systemen zu denken - also fähig, schon in der Planung Randvariablen und die Auswirkungen auf das ganze System zu berücksichtigen. Statt dessen wird lieber alles linear gesehen - Beispiel Biosprit: spart CO2 (= gut), vernichtet aber landwirtschaftliche Nutzfläche (= schlecht - war zwar vorher abzusehen, wird aber einfach nicht berücksichtigt).
Zweitens schafft es das kapitalistische Wirtschaftssystem, aus Profitgründen jede noch so gut gemeinte Reform zu entschärfen oder zu unterlaufen - so daß oft (wie von Herrn Fleischhauer beschrieben) daß Gegenteil von dem rauskommt, was ursprünglich gemeint war. Das liegt aber nicht an den Ansätzen, sondern an unserem von Herrn Fleischhauer so heiß und innig geliebten politischen und wirtschaftlichen System.
Daraus dann den Schluß zu ziehen, daß man das im Verhältnis zu anderen Ländern hohe ökologische Durchschnittsbewußtsein doch lieber gleich beerdigen sollte, ist mal wieder einer seiner typischen Zynismen. Offensichtlich findet er es angenehmer, durch verschandelte Landschaften zu fahren, weil alle Leute ihren Dreck abladen, wo sie es ihnen gerade einfällt, wie es z.B. in vielen anderen Ländern durchaus noch üblich ist - hauptsache Freiheit! - #8 12.03.2012 12:29 von
kein Titel
Da hat er Recht. Diese neue Religion ist auch als "Church of Global Warming" bekannt. Auffallend ist, daß sich dort Umweltdenken mit Esoterik vereint. Wer Angst vor globaler Erwärmung hat, hat auch Angst vor "Elektrosmog" usw.
Das Katechismus enthält dann auch das komplette Programm von Bio-Essen, Mülltrennung, Anti-Atomkraft, Elektrosmog, Homöopathie bis zu Grauwasseraufbereitung. Selten trifft man nur eines dieser Merkmale an.
Zum Recycling wäre noch der Unsinn des Dualen Systems (Grüner Punkt) anzumerken. Statt uns unsere Wertstoffe von Verwertern abkaufen zu lassen, geben wir dem DSD noch Geld dazu. Und warum kann es das verlangen? Weil es ein staatliche garantiertes Monopol hat.
Dabei ist die Trennung kompletter Unsinn. Mal abgesehen davon, daß der Brennwert des Mülls durch den niedrigeren Plastikanteil immer geringer wird und deshalb mitunter Rohöhl in die Verbrennung gegeben wird, damit das Zeug im Heizkraftwerk überhaupt richtig brennt, rettet man mit der gesamten Joghurtbecher-Sortierung eines Menschenlebens rein gar nichts. Ein einziger Interkontinentalflug konterkariert eine lebenslange Bemühung.
Und wer seine Joghurt-Becher dann auch noch warm auswäscht, verbraucht dafür mehr Energie als er durch das Recyclung sparen kann.
Und sowieso enthält die gelbe Tonne einen Mischmasch aus verschiedenen Kunststoffarten, Verbundmaterialien und Metallen. Das muß immer noch mal maschinell getrennt werden und das funktioniert sogar sehr gut, viel besser als der Mensch es kann. Aber der Akt des manuellen Trennens hat eben auch seine religiöse Konnotation. Es ist ein Akt der Buße. Statt Rosenkränze zu beten, trennt man heute Müll.
Wer wirklich ökologisch sein will, müßte seinen Lebensstandard dramatisch auf dritte Welt-Niveau runterfahren. Und das heißt eben: gar kein Joghurt, kein Auto, kein Handy usw. Das will und schafft hier aber kaum einer. - #9 12.03.2012 12:30 von
Aha, die Grünen sind also gegen den Unsinn mit der Elektromobilität?
Dann schauen Sie mal:
Bundestagsfraktion Bündnis 90/Die Grünen
BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN Bundespartei - Dafür: Elektromobilität
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