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Falsch verstandener Umweltschutz: Kirche des ökologischen Glaubens

Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820751,00.html
  1. #80

    Zitat von Koana Beitrag anzeigen
    Aber sei es drum - die Zeilen über den Biosprit sind nur zu wahr - allerdings wird es kaum einen Menschen geben, der dies negiert - vor allem unter jenen die sich Gedanken über unsere Umwelt machen.

    Was E-Mobilität betrifft, hatte man schon vor 100 Jahren den Slogan entwickelt, E-Mobilität für die Stadt, Verbrennungskutschen für den Überlandverkehr - das gilt heute noch genau so - wobei vor allem im Norden E-Moilität auch als Energiespeicherpuffer für alternative Energien genutzt werden könnten.
    Aber ist doch schön, dass Fleischi seine Yougourthbecher auswäscht, da braucht er doch jede Menge Wasser, der Gute.
    Ihnen ist schon bewusst, daß ein Accu nur eine begrenzte Anzahl von Lade- und Entladezyklen hat? Würden Sie die Lebensdauer ihres nicht allzu billigen Accus im E-Mobil gerne dadurch verkürzen, indem Sie ihn
    Ihrem örtlichen Ökostromanbieter als Speicherpuffer zur Verfügung stellen?
  2. #81

    Alter Hut

    Zitat von Vol1 Beitrag anzeigen
    "Dabei ist die Trennung kompletter Unsinn. Mal abgesehen davon, daß der Brennwert des Mülls durch den niedrigeren Plastikanteil immer geringer wird und deshalb mitunter Rohöhl in die Verbrennung gegeben wird, damit das Zeug im Heizkraftwerk überhaupt richtig brennt, rettet man mit der gesamten Joghurtbecher-Sortierung eines Menschenlebens rein gar nichts. Ein einziger Interkontinentalflug konterkariert eine........
    Seit ich vor ca 10 Jahren in der Kölner Innenstadt beobachten durfte, wie der Inhalt der nach Farbe getrennten Glascontainer und das Altpapier auf ein und derselben LKW-Ladefläche landeten, nehme ich dieses Ökogeschwurbel nicht mehr ernst. Es landen gern auch mal die eine oder andere Einwegflasche im Restmüll oder der Gartenmüll verschwindet unbesehen in der Papiertonne ...
  3. #82

    Die gute alte Mär vom

    Zitat von Koana Beitrag anzeigen
    Aber sei es drum - die Zeilen über den Biosprit sind nur zu wahr - allerdings wird es kaum einen Menschen geben, der dies negiert - vor allem unter jenen die sich Gedanken über unsere Umwelt machen.

    Was E-Mobilität betrifft, hatte man schon vor 100 Jahren den Slogan entwickelt, E-Mobilität für die Stadt, Verbrennungskutschen für den Überlandverkehr - das gilt heute noch genau so - wobei vor allem im Norden E-Moilität auch als Energiespeicherpuffer für alternative Energien genutzt werden könnten.
    Aber ist doch schön, dass Fleischi seine Yougourthbecher auswäscht, da braucht er doch jede Menge Wasser, der Gute.
    E-Mobil als Pufferspeicher. :-) Kicher. Eine Batterie verträgt ca. 1000 Ladezyklen, bis sie hin ist. Jedes mal Laden / Entladen ist also 1 promille Wertverlust des Batteriepreises. Bei optimistischen Annahmen wie 5000 € Batteriepreis 10 kWh nutzbarer Speicherkapazität also immerhin nur für die "Zwischenlagerung" von Strom 50 Cent pro kWh. Mathe ist halt ein Arschloch ;-)
  4. #83

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Kirche des ökologischen Glaubens - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Wenn Sie sich da mal nicht in die Hände der Öko-Inquisition begeben..
    Seit Jahrzehnten sparen wir unser Gewissen rein und zahlen es am Ende doch drauf, siehe auch z.B. Abwasserkanäle und deren Reinigung, weil einfach nicht genug Fließwasser vorhanden ist.

    Aber was tut man nicht alles, um nicht als Ketzer gebrandmarkt zu werden.

    Danke für diesen Artikel!
  5. #84

    der Wasser-'Verbrauch'

    Zitat von KnoKo Beitrag anzeigen
    Das Wasser sparen Unsinn ist, ist allerdings so ein alter Hut, dass ich kaum glauben kann, dass Einige das immer noch praktizieren.
    Dann kaufen Sie doch mal eine Wasch- oder Spülmaschine. Das ist fester Bestandteil des Kaufarguments überall in der Industrie.

    Seit Anbegin dieses Wasser-Spar-Fimmels argumentiere ich, das etwas, was sich in einem ewigen unausweichlichen Kreislauf befindet nicht 'verbraucht' werden kann.
    Im Gegenteil: jeder Tropfen, der diesem Kreislauf entnommen wird (sorry: 'gespart' wird) wird von den Komunen auf Grund der ensprechend gesenkten Verdünnung manuell durch die Rohre gejagt mit dem Resultat, das kein einziger Tropfen 'gespart' wird sondern die Gebühren steigen.

    Und dass das immer noch nicht reicht zeigt die kürzliche Meldung, dass unser Leitungswasser nun immer belasteter und somit untrinkbarer wird - bedauerlich.
    Ich kaufe jetzt wieder 'Trink'-Wasser aus der Einwegflasche - na denn prost!
  6. #85

    Nochmal Religion

    Zitat von Liberalitärer Beitrag anzeigen
    Ich habe in meinenm Leben noch keinen Liter Wasser verbraucht und habe das auch nicht vor. Ich pfege H2O Moleküle am Leben zu lassen. Ein sehr schöner Beitrag, aber das sind nur einige Beispiele.
    Nebelkerzen halte ich im Übrigen für typisches Handwerkszeug der transzendenten Liga.
  7. #86

    Das stimmt so nicht,

    Zitat von OWL-Dirk Beitrag anzeigen
    Fleischhauer hat wohl beim braven Altpapierentsorgen eine 10 Jahre alte Ausgabe von "Die 100 größten Umweltirrtümer" gefunden und glaubt nun, verständnis- und kenntnislos wie er auf diesem Gebiete.....
    er schreibt nicht, dass Umweltschutz sinnlos ist. Nur, dass manche Massnahmen kontraproduktiv sind. Hier bedarf es mehr Aufklärung! Ob das mit der Herstellung des Elektroautos und der mehr benötigten Herstellungsenergie von äquivalent 10.000 l Benzin stimmt, kann ich nicht beurteilen. Das hat sicher auch etwas mit Marktreife zu tun...
  8. #87

    Vieles richtig, aber...

    auch teilweise nur mit der rosa Brille angeschaut. Natürlich haben die aktuellen Elektroautos eine schlechtere Ökobilanz als eine Diesel-Smart. Nur erstens hatten die Verbrenner hundert Jahre Zeit für die technische Entwicklung und zweitens möchte ich mal wissen, wie hoch der Prozentsatz an Diesel-Smarts ist und wie es denn mit dem tatsächlichen, durchschnittlcihen CO2-Austoß der aktuell zugelassenen Fahrzeuge aussieht? Wenn ich mir da so die Blechlawine morgens anschaue, bezweifele ich, ob wir da mit 110 gCO2 auskommen. Und erst mit der Elktromobilität anzufangen, wenn der gesamte Strom Umweltfreundlich gewonnen wird, ist doch etwas kurzsichtig. Bei der Elktromobilität stehen wir immer noch am Anfang, also schön die Füße still halten und erst einmal abwarten, was nach der Pionierarbeit, die momentan in den ersten, rein elektrischen Serienfahrzeugen mündet, kommt. Denn ohne Anwendung einer Technologie auch kein Fortschritt.
    Die (Un)Weisheit vom Wasser sparen ist allerdings traurig aber wahr, aber es wird wohl keiner anfangen, mehr Wasser zu verbrauchen, wenn alle anderen nicht mitziehen.
  9. #88

    Krieg

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Kirche des ökologischen Glaubens - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Zitat: "Oder wie es mein Kollege Alexander Neubacher in seinem wunderbaren Buch "Ökofimmel" schreibt, das dieser Tage erscheint: "Früher hat Deutschland seinen Nachbarn den Krieg erklärt, heute, wie sie aus der Atomkraft herauskommen."

    Das ist doch ein großer Fortschritt oder?
  10. #89

    Ja......

    Zitat von OWL-Dirk Beitrag anzeigen
    Fleischhauer hat wohl beim braven Altpapierentsorgen eine 10 Jahre alte Ausgabe von "Die 100 größten Umweltirrtümer" gefunden und glaubt nun, verständnis- und kenntnislos wie er auf diesem Gebiete offensichtlich ist, seine Leser mit revolutionären Erkenntnissen beglücken zu können. Oder wie ist diese geist- und zusammenhanglose Aneinanderreihung von Banalitäten und uralten Hüten zu erklären?
    Und dann natürlich noch die grandiose Conclusio: Weil man beim Umweltschutz Fehler machen kann, sollte man es besser gleich lassen!
    Dem kann ich nur mit Dieter Nuhr entgegensetzen: "Wenn man keine Ahnung hat, einfach mal Fr...e halten!"
    ...vollkommen richtig und dem ist nichts mehr hinzuzufügen!
    Heiße Luft aus dem schwarzen Abwasserkanal....


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