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Falsch verstandener Umweltschutz: Kirche des ökologischen Glaubens

Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.

http://www.spiegel.de/politik/deutsc...820751,00.html
  1. #30

    "Dabei ist die Trennung kompletter Unsinn. Mal abgesehen davon, daß der Brennwert des Mülls durch den niedrigeren Plastikanteil immer geringer wird und deshalb mitunter Rohöhl in die Verbrennung gegeben wird, damit das Zeug im Heizkraftwerk überhaupt richtig brennt, rettet man mit der gesamten Joghurtbecher-Sortierung eines Menschenlebens rein gar nichts. Ein einziger Interkontinentalflug konterkariert eine lebenslange Bemühung."

    In unserem Landkreis hat man diesen Schwachfug schon längst getopt!
    Der getrennte und gereinigte Müll wird zu 99,99% mit dem Auto zu einem "Wertstoffhof" gefahren...:-))
    Auf meine Frage, warum ich einen Jogurtbecher aus Polysterol in den Conrtainer für Putzmittel (weiße Farbe; meißt aus Polyäthylen) ist eine verbale Streitigkeit mit offenbaren Unterhaltungswert geworden...
    Vor knapp 6 Jahren hat man entgegen der Bürgermeinung für X-Millionen eine HighTech Verbrennungsanlage gebaut.
    Und jetzt raten sie mal, wohin die gesammelten Werke gebracht werden...;-)
  2. #31

    Umweltschutz

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Kirche des ökologischen Glaubens - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Ich habe den Autor in einer Diskussion erlebt, als es um den Atomausstieg ging und da mußte ich erkennen, dass ihm der "billige" Strom lieber ist, als der "teure" Atomausstieg. Das aber die Kosten des Atomstroms im Endeffekt höher sind, die Entsorgungskosten eingerechnet, schien ihn nicht zu interessieren. Deshalb nehme ich diesen Artikel auch nicht so Ernst, denn er scheint eher zu der Managerkaste zu gehören, die die freie Marktwirtschaft favorisieren, als vielleicht der Ökologie einen höheren Stellenwert zu geben. Mal sehen was heute in Assen festgestellt wird.....
  3. #32

    Klischees

    Die Deutschen als religös verklärte Umweltschützer? Das denken nur die Deutschen und fühlen sich gut dabei. Wenn man seinen Blick nach Skandinavien richtet, wird man feststelle, dass andere Volkswirtschaften mit dem Umwelt- und Tierschutz schon weiter sind.
    Wenn man hierzulande den Müll entlang den deutschen Strassen und Wegen sieht, die Müllkippen auf Parkplätzen in der Nähe von Fast Foodketten und die Mentalität von Autofahrern einfach ihren Müll während der Fahrt aus dem Fenster zu werfen, dann wird man feststellen, dass die Deutschen weder ein besonders sauberes Volk noch besondere Umweltschützer sind.

    Die Umweltgesetzgebung zwingt uns nur Mindestgrenzen einzuhalten. China z.B. ist dabei, nachdem es in weiten Gebieten kein Baum und kein sauberers Wasser mehr gibt und sich sogenannten "Krebsdörfer" entwickelt haben (die Anzahl Krebskranker in diesen Dörfern/Städte ist signifikant erhöht), seine Gesetzgebung sehr schnell an westliche Standards anzupassen. Auch um weiterhin wettbewerbsfähig zu sein.
  4. #33

    Zitat von soulbrother Beitrag anzeigen
    "Früher hat Deutschland seinen Nachbarn den Krieg erklärt, heute, wie sie aus der Atomkraft herauskommen."
    Und das finden Sie jetzt schlecht, dass es nicht mehr wie früher ist, oder was möchten Sie uns mitteilen?
    Und dass Elektrofahrzeuge nur mit EE-Strom betrieben Sinn machen, war auch vor Veröffentlichung dieses Artikels bekannt.
    Fleischhauer:Leider hat diese Selbstkasteiung nur kaum keinen Effekt auf die Wasserrechnung. Mehr als 80 Prozent der Ausgaben der Wasserwerke entfallen auf Wartung und Instandhaltung der Kanalisation, und der bekommt es gar nicht gut, dass wir immer weniger von oben einleiten. Die Experten sind sich einig, dass es besser wäre, die Deutschen würden wieder mehr statt weniger Wasser verbrauchen.
    das ist das beste beispiel, wie ein konservativer die welt erklärt. verbrauche mehr und alles wird gut, verbrauchst du weniger, steigt der anteil von schei**e in der kanalisation!
    ich kasteie mich nicht, wenn ich weniger wasser verbrauche - ich verbrauche allerdings nur so viel, wie nötig ist. das regenwasser lasse ich zt versickern und den anderen rest nutze ich zur toilettenspülung, warum sollte ich jetzt mehr wasser verbrauchen?
    meine familie hat ein schlechtes gewissen bei ungezügelten wasserverbrauch - gegenüber denjenigen, die kein sauberes trinkwasser haben!
  5. #34

    Zitat von jj2005 Beitrag anzeigen
    Lieber Achim,
    Bitte immer auch das Kleingedruckte lesen:

    "Für uns Grüne ist klar: Elektromobilität leistet nur dann einen Beitrag zum Klimaschutz, wenn der Strom aus zusätzlichen erneuerbaren Energien gewonnen wird."

    Wobei ich Ihnen in der Sache recht gebe: E-Autos sind ziemlicher Quatsch. Jeder popelige Golf Turbodiesel schneidet besser ab. Aber die Details würden natürlich Bücher füllen, nein: Wälzer ;-)

    Was mich an Fleischhauer stört: Da wird ein hochkomplexes Thema mit der Axt zu purer ideologischer Propaganda reduziert - und da freut sich so mancher Forist, und viele blicken's einfach nicht. Kleines Beispiel: "Die Experten sind sich einig ... dass Wassersparen nichts bringt." Quatsch. Die Experten sagen, dass die heutigen Systeme oft überdimensioniert sind, und dass dann (und nur dann) dass Sparen kontraproduktiv ist. Wobei Fleischhauer wissen sollte, dass der Verbrauch im Haushalt nur einen kleinen Teil ausmacht - der Löwenanteil geht auf das Konto seiner ideologischen Freunde beim Bauernverband.
    Ihnen fällt schon auf, dass Sie Fleischhauer Recht geben?

    Wassersparen ist in der jetzigen Infrastruktur Kontraproduktiv. Die Aussage stimmt. Und da man wohl kaum tausende Kilometer Wasser- und Abwasserleitungen aus dem Boden reissen wird, um sie durch welche mit kleinerem Durchmesser zu ersetzten, wird das auch so bleiben.
  6. #35

    Zitat von WolfHai Beitrag anzeigen
    Dass Gesellschaften sich bemühen, ihre natürliche Umwelt gesund zu halten, ist erst einmal richtig.

    Im dogmatischen Umweltbewusstsein jedoch drückt sich eine kulturelle Prägung aus, die ich als bedrückend und als sehr deutsch empfinde: Der Zwang, alles richtig machen zu müssen und dann auch noch alle anderen auf die gleiche Linie zu bringen. Das eine bedeutet Zwang, das andere fehlendes ....
    Und sicher werden da jeden Tag neue Probleme ge(er)funden, ohne das es sich dabei um wirkliche Probleme handelt, damit der religiöse Glaube am Höhepunkt bleibt. Und damit die Auflagezahlen passen macht dabei die Presse freudig mit. Von Ehec redet heute niemand mehr, weil sich herausstellte, daß es seinen Ursprung in Biofood hatte.
  7. #36

    Zitat von adebalasser Beitrag anzeigen

    Aber: Früher hatte die Umwelt keine Lobby.

    Wie sah es noch Anfang der 80'er Jahre bei uns in DE aus? Umweltvernichtung, -vergiftung und -zerstörung nahezu in Chinesischen Ausmaßen. Tote Wälder, Flüsse und Seen massenweise.
    Dieser massive Zerstörungs-Trend konnte zum Glück gestoppt werden.
    Wo gab es denn in den 80ern in Deutschland tote Waelder? Ich habe keine gesehen...
    In den 80ern konnte man wenigstens noch Natur erleben. Heute ist alles abgesperrt.
  8. #37

    Öko

    Zitat von sysop Beitrag anzeigen
    Wenn es um den Umweltschutz geht, macht den Deutschen niemand etwas vor. Kein anderes Volk trennt so hingebungsvoll seinen Müll und spart so fleißig am Wasser. Leider nützt nicht alles der Umwelt, was wir zu ihrer Rettung unternehmen - und manches schadet ihr sogar.

    S.P.O.N. - Der Schwarze Kanal: Kirche des ökologischen Glaubens - SPIEGEL ONLINE - Nachrichten - Politik
    Hoffentlich bekommt Fleischhauer auch angemessene Provision, wenn er schon für das Buch seines Kollegen Werbung macht.
    Nicht überall, wo Öko draufsteht, ist auch Öko drin, diese Erkenntnis ist nicht gerade neu. Die Energiebilanz beim Elektroauto ist vor allem wegen der aufwendigen Batterien bisher nicht gut, das ist richtig. Verwendet man zur Herstellung ausschliesslich Strom aus regenerativen Quellen, ist zumindest die Umweltbilanz durchaus positiv.

    Der Wasserverbrauch in Deutschland ist nicht wegen einer etwaigen Ökoreligion moderat, sondern aufgrund wassersparender moderner Haushaltsgeräte und -einrichtungen sowie dem relativ hohen Wasserpreis, der viele zunehmend verarmende deutsche Bürger zum Sparen zwingt.

    Biosprit aus Mais oder Raps ist ein sozio-ökonomischer und ökologischer (Monokulturen) Irrweg, der schnellstens verlassen werden sollte. Es geht nicht an, dass Lebensmittelpreise weltweit steigen, damit Autofahrer weiter ihre Kisten billig heizen können.

    Die Zukunft sollte nach einer Übergangszeit dem Wasserstoff-Auto gehören, das mit einer unvergleichlichen Energie- und Ökobilanz aufwarten kann, wenn geeignete Wasserstoffträger serienreif sind.
  9. #38

    Zitat von mideal Beitrag anzeigen
    Super. I.d.R. halten Autos aber durchaus länger als 10 Jahre oder 200.000km. Auch von 5l/100km ausgegangen ist das vorsätzliches Verrechnen.
    Nein. Die durchschnittliche 'Lebenserwartung' eines Autos in Deutschland sind, so weit ich weiss (lasse mich gerne berichtigen), 6 Jahre.
  10. #39

    kein Titel

    Zitat von dennis_mundo Beitrag anzeigen
    Als Atheist wuerde ich mal ganz trocken einschaetzen, dass eine Religion, die mit unserer tatsaechlichen Lebensgrundlage zu tun hat, mir doch wesentlich sinnvoller erscheint als eine, die denkende und handelnde zwielichtige Charaktere (Gott etc) in mysterioesen Sphaeren vermutet.
    Die etablierten Religionen haben aber den Vorteil, den Drang nach Spirituellem und Esoterischem in definierte Bahnen zu lenken und dadurch Extremen vorbeugen bzw. Extreme auch wieder abzufedern. Der Esoterik-Wildwuchs, der sich derzeit mit Bio und Öko vereint, erzeugt ein wildes Durcheinander. Ich würde das mal mit den evangelikalen Splitterkirchen in den USA vergleichen. Jeder nimmt beliebig irgendwas in seinen Kanon auf. Jeder entwickelt seine eigenen Sakramente. Am Ende verrennen sich die Leute völlig in ihrer Gedankenwelt, lehnen alles andere als Bedrohung ab und nehmen intellektuelle Einflüsse nur noch nach einer Gesinnungsprüfung wahr.


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