Bitte was? Seit wann sind Nahrungsmittel nur "für die herrschende Klasse notwendig"? Ich rechne mich nicht zur "herrschenden Klasse", Sie etwa? Glauben Sie, ohne Essen überleben zu können? Was wollen Sie mir eigentlich sagen? Und wo habe ich geschrieben, dass man die Gentechnik einsetzen solle, um "neue Menschen" zu schaffen? Ich bin in der Tat der Meinung, dass die Gentechnik auch in der Medizin für neue Heilverfahren eingesetzt werden sollte, aber das hat mit dem Thema "Grüne Gentechnik" erstmal wenig zu tun.
Argumentationstheoretisch ist Ihr Argument keins: Sie verabsolutieren meine Aussage und übertreiben sie ins Extrem ("Wer Grüne Gentechnik will, will auch Frankensteins Monster erschaffen"), um darauf aufbauend dann ein Angstszenario zu konstruieren (sowas nennt man "argumentum ad metum"). Vergleichbare "Argumentation" wäre:
"Wer gegen die Abschaffung der Bundeswehr ist, will in Polen einzumarschieren."
"Wer es für gerechtfertigt hält, Mücken zu töten, der wird irgendwann auch vor Menschen nicht halt machen. Deshalb muss das Töten von Mücken verboten werden."
"Wer als Sozialhilfeempfänger selbst mit 600 Euro im Monat nicht auskommt, dem sollten wir nichts mehr geben, denn er würde auch mit 6000 Euro im Monat nicht auskommen."
Wie meinen? Was ist eine "einseitige Bevölkerung"? Was sind "Ober-Menschen"? Ist das diese "herrschende Klasse", die Ihrer Ansicht nach offenbar als einzige Nahrungsmittel braucht?von denen sie abgeleitet wurden und dadurch Regionen mit einseitiger - sprich noch nicht in ihrem kritischen Urteilsvermögen abgestumpften - Bevölkerung enorm helfen können, die keine Allergene mehr enthalten und dadurch den Ober-Menschen mit Kritik-Allergien neue Perspektiven geben."
Glauben Sie im Ernst, Gentech-Firmen würden Leute wie mich bezahlen, sich im Spiegel-Online-Forum mit zwei, drei Leuten zu streiten, die man eh nicht überzeugen kann? Tut mir leid, aber da überschätzen Sie Ihre (und auch meine) Relevanz maßlos.Oder war der Beitrag gesponsert??
Und mal anders gefragt: Selbst angenommen, ich wäre "gesponsert", würde das an der Validität meiner Argumente irgendetwas ändern? Wenn Hitler gesagt hätte, dass sich die Erde dreht, wäre das dann falsch gewesen, weil Hitler es gesagt hätte? Worauf ich hinaus möchte: Die Wahrheit eines Arguments bemisst sich ausschließlich nach der Wahrheit seiner Prämissen, nicht nach der Person desjenigen, der es vorträgt.



