Zitat von
kurt.
Was ist schlecht an gentechnisch veränderter Baumwolle? Oder, besser gefragt: Was ist daran schlechter als an "ökologischer" Baumwolle, deren Herstellung übrigens ökologisch gesehen aufgrund des immensen Wasser- und Flächenverbrauchs gar nicht so umweltverträglich ist? ...
Die Gentechnik ermöglicht es, Pflanzen zu schaffen, die mehr ihrer Ressourcen in für uns verwertbare Bestandteile umwandeln, die schneller wachsen, mehr Ertrag bringen, gegen Schädlinge resistenter sind und dadurch mit weniger Pestizideinsatz angebaut werden können, die robuster sind und dadurch auch in Regionen eingesetzt werden können, die bislang einer Bewirtschaftung verschlossen blieben, die mehr für den Menschen notwendige Stoffe enthalten als ihre "natürlichen" Pendants, von denen sie abgeleitet wurden und dadurch Regionen mit einseitiger Ernährung enorm helfen können, die keine Allergene mehr enthalten und dadurch Menschen mit Nahrungsmittelallergien neue Perspektiven geben.
Demgegenüber entpuppen sich die vielbeschworenen "Gefahren der Gentechnik" bislang als Chimäre. Kein Wunder: Kaum eine der breit eingesetzten Sorten ist in der Wildnis überlebensfähig, ob nun gentechnisch manipuliert oder nicht. Und hypothetische neue, für den Menschen unverträgliche oder giftige Bestandteile können genauso gut und mit tatsächlich deutlich höherer Wahrscheinlichkeit durch die ach so "sanfte" herkömmliche Züchtung entstehen, die übrigens mit Methoden wie radioaktiver Bestrahlung und Zugabe chemischer Kanzerogene zur Erhöhung der Mutationsrate arbeitet.