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Fall Trayvon Martin: Todesschütze Zimmerman hatte engen Kontakt zur Polizei
REUTERS/Seminole County Sheriff's OfficeDer Todesschütze im Fall Trayvon Martin kannte die Polizisten von Sanford besser als bisher angenommen. So zeigen jetzt veröffentlichte Dokumente und Videos, wie George Zimmerman in Streifwagen mitfuhr. Und wie er durch das Polizeirevier lief - drei Tage nach seinen tödlichen Schüssen.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...834893,00.html
- #1 24.05.2012 12:00 von
Von "ob" kann wohl keine Rede mehr sein
Es war ja schon recht merkwuerdig, dass der Schuetze nicht verhaftet wurde. Noch merkwuerdiger war, dass der Polizeichef die vom Schuetzen vorgebrachte Selbstverteidigungsthese verteidigte.
Aus diesem Grund wurde beim Taeter (im Gegensatz zum Opfer) keine Blutprobe vorgenommen.
Zimmerman fuehlte sich wohl als Ueberpolizist, weshalb er auch meinte, die gleichen Rechte wie die Polizei zu haben.
Es ist irrelevant, ob Martin im ein paar auf den Kopf gehauen hat. Zimmerman hate sein Fahrzeig verlassen, den Jugendlichen 'zur Rede gestellt', die Konfrontation verursacht. Martin hatte jedes Recht, sich zu verteidigen.
Fuer jeden intelligenten Menschen war vorauszusehen, dass dieses Gesetz, auf das sich Zimmerman geruft, irgendwann einmal zu einer solchen Situation fuehren wuerde.
Dieses Gesetz war nicht nur ueberfluessig, denn sich selbst verteidigen durfte man schon immer. Das wussten die Initianten auch. Es ging ihnen aber darum , das "Recht auf Selbstverteidigung" weiter auszudehnen,damit die Waffentraeger (mit Bewilligung)mehr Handlungsraum erhielten. - #2 24.05.2012 12:20 von
Hä?
1) Als Mitglied der Bürgersecurity dürfen die schon mal mitfahren. Das ist in den USA nichts besonderes.
2) Wenn sich dann einer massiv über den Polizisten beschwert, dann hat der bestimmtKEIN gutes Verhältnis mehr zur Polizei und andersherum wird das genauso sein.
3) Nach einer Schußabgabe mit Todesfolge ist es normal, dass man zur Polizei muss und dort befragt wird. Man kann dort auch mal ganz alleine ohne Aufpasser aufs Klo oder Mittags zu Essen gehen, wenn das einer filmt, was soll das beweisen? Das man auch ohne Probleme auf einer Polizweiwache filmen kann???
Also langsam wirds lächerlich, was hier alles an den Haaren herbeigezogen wird... - #3 24.05.2012 12:23 von
USA und Rechtsprechung
da wundert nichts mehr. Auch nicht, wenn sich zeigt, daß Polizisten und Zimmermann bizarre Parties mit Kapuzen und Fackeln feiern.
- #4 24.05.2012 12:54 von
Skurrile Schussfolgerungen?
„Ich nutze die Kooperationsbereitschaft der Polizei aus, um sie dann bei ihren obersten Dienstherren als unfähig und zudem in aller Öffentlichkeit anzuschwärzen. Mich hat die Polizei ja nicht haben wollen“.
Glaubt denn einer hier, dass so jemand viele Freunde nach solch einer Aktion bei der Polizei hat?
Ich bin überzeugt, dass die Polizei eher die Möglichkeit genutzt hat, den Möchtegern-Rambo besonders genau unter die Lupe zu nehmen, bevor sie hat ihn gehen lassen. - #5 24.05.2012 13:05 von
Einige glauben an Schuld bis zum Beweis der Unschuld, und diese Leute wundern sich warum man sich mit Formalitäten wie "Beweissammlung", "Befragung" und "Gerichtsverfahren" aufhalten sollte. Denen können Sie auch nicht mit Fakten kommen, die haben sich ihre Meinung schon gebildet.
- #6 24.05.2012 13:27 von
Re: gutes Verhältnis mehr zur Polizei
Die Beschwerde war 2011 und dann auch noch gegen der Ex-Ex-Polizei-Chef, der zu dem Zeitpunkt schon abgetreten war.
Zimmermann lief 3 Tage nach dem Vorfall frei im Polizeirevier umher. Es ist nicht üblich, sich jemand ganz ohne Begleitung herumlaufen kann. Er kommt maximal zum Empfang, ab da wird er immer von der Polizei begleitet.
Lächerlich ist nicht, was für Ungereihmtheiten langsam Stück für Stück herauskommen, sondern daß Leute, die nichmal richtig lesen können, meinen anderes für lächerlich erklären zu können... - #7 24.05.2012 13:41 von
Geltendes Recht
Es gibt ein Gesetz, nach dem man schiessen kann, wenn man sich bedroht fühlt.
George Zimmerman hatte sich daran gehalten, auch wenn er es war, der den Streit ausgelöst hat.
Er hat den Jugendlichen verfolgt, angesprochen -jener fühlte sich nun selbst bedroht- und in der Rangelei hat Zimmerman den Jugendlichen erschossen. Bin kein Juzrist, aber "Körperverletzung mit Todesfolge" anstelle von "Mord" würde ich schon einsehen.
Das Gesetz und die Gesellschaft sind schuld, dass Trayvon Martin sterben musste, nur weil er abends zum Kiosk wollte.
Michael Moore stelllt in seinem Film "Bowling for Columbine" ja auch nicht den Besitz von Waffen an sich in Frage -er hatte dies in seiner Jugend wohl selbst auch ein Gewehr- sondern er kritisiert eher die Gesellschaft, die ein solches Klima erzeugt, welches nun zum Massaker in Columbine geführt hat oder nun dazu dass ein Jugendlicher des abends von einem Möchte-Gern-Polizist der Nachbarschaftsstreife erschossen wird.
Michael Moore geht es dabei um die Erzeugung von Angst durch Medien, Politikern, Firmen die einem auf die Art alles mögliche verkaufen, sei es Einschaltquoten, Wählerstimmen oder Dinge zum Selbstschutz (Waffen, aber auch Sicherheitsschlösser oder Überwachungskameras).
Gegen Waffenbesitz an sich schien mir Michael Moore weniger zu sein, eher gegen die Erzeugung eines Bedrohungsklimas, wie z.B. nach Columbine, wo selbst Kindern wohl zugetraut wurde, zig Waffen in die Schulen zu schmuggeln. Eben duruch dieses würden US-Amerikaner wohl eher dazu neigen, erst mal zu ballern und dann zu fragen. - #8 24.05.2012 14:02 von
Berechtige Zweifel und Vorverurteilung
Zimmermann mag ja den Ex-Ex-Polizei-Chef angriffen haben. Er hat aber nicht die Polizei allgemein angriffen, sondern konkret die normalen Streifenbeamten, die lieber !ein Nickerchen machen!. Warum sollte ihn (dafür) der normale einfache "Beamte" schützen? Viel mehr noch, wieso sollte der aktuelle Polizei-Chef einen Grund haben. persönlich für die Freilassung eines beliebigen Verdächtigen zu intervenieren? Um sich für nichts, selber Schuld aufzuladen?
Vielleicht war er in den Restrooms, vielleicht hatte er vor ein paar Tagen etwas liegen gelassen und keiner konnte sich im Moment darum kümmern, obwohl dass nicht üblich ist. Vielleicht war ja gerade auch irgendeine Befragung beendet?
...
Vorverurteilen Sie Zimmermann nicht?
Wenn man ein Feindbild hat, kann man alles passend auslegen.
Auch hier gilt: Im Zweifel für den Angeklagten. - #9 24.05.2012 14:06 von
Stand your ground..nicht für alle
Ebenfalls in FL wurde eine Frau zu lebenslanger Haft verurteilt und konnte sich nicht auf ihr Selbstverteidigungsrecht berufen. Sie wurde von ihrem Ehemann bedroht, flüchtete in die Garage und gab einen Warnschuss Richtung Decke ab. Das war alles.
http://subzinfo.wordpress.com/2012/05/18/angela-corey-says-stand-your-ground-law-does-not-apply-to-marissa-alexander/
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