REUTERS/Seminole County Sheriff's OfficeDer Mörder des schwarzen Teenagers Trayvon Martin muss wieder ins Gefängnis. Ein Richter setzte am Freitag die Kaution von George Zimmerman aus. Er hatte falsche Angaben zu seinem Vermögen und seinem Reisepass gemacht.
http://www.spiegel.de/panorama/justi...836564,00.html
Die Bezeichnung "Mord" setzt nach deutschem Recht das Vorhandensein eines niederträchtigen Motivs voraus, z.B. Geldgier oder Hinterlist. Es ist eine höhere Stufe als "Totschlag" (z.B. bei Beziehungs- oder Alkohol-Taten häufig angewendeter Rechtsbegriff), als "Körperverletzung mit Todesfolge" (Körperverletzung war beabsichtigt, Todesfolge nicht) oder der sogenannte "Notwehrexzess" (in lebensbedrohlicher Lage wurden zu scharfe Mittel zur Abwehr angewendet).
Stimmt die Darstellung des Beschuldigten, wurde er mit dem Hinterkopf immer wieder auf den Boden geschlagen. Die Los Angeles Times berichtete, es gebe Zeugen für diese Darstellung. Seltsamerweise wurden erst jetzt die Fotos vom blutigen Hinterkopf des Mannes veröffentlicht. Das wäre bei uns typischerweise als todesähnliche Bedrohung im Sinne der Notwehr zu werten. Wichtig wäre auch die Frage, ob der später getötete wirklich, wie Zeugen angeblich aussagen, plötzlich auf Zimmerman zurannte, ihn zu Boden riss und mit der Maltraitierung des Kopfes begann.
Selbstverständlich steht die Beurteilung, ob jemand ein "Mörder" ist, nur dem Gericht zu. Vielleicht liegt eine Übersetzungsschwäche vor, das Amerikanische unterscheidet bei "murder" verschiedene Grade, "degrees". War nicht "murder third degree" mit "Fahrlässige Tötung" zu übersetzen?? Oder war das "fourth degree"?
Seltsam auch die Bezeichnung "weiß" für einen Latino, der einen deutschstämmigen Nachnamen trägt. Seltsam ein Präsident, der den Getöteten quasi zu seinem Sohn erklärt. Mitten im Wahlkampf eine Rassismus-Debatte, das klingt nach einer fadenscheinig hochgejubelten Masche der Democrats.
Die Aussage, er habe bedrohlich ausgesehen weil er einen Kapuzenpullover trägt, deutet nicht wirklich auf Notwehr nach deutschem Recht hin, aber vielleicht hatte der Junge ja eine Banane in der Bauchtasche.. Falls der Angeklagte freigesprochen wird, sollten die Eltern des Verstorbenen auf Schmerzensgeld klagen, damit der Angeklagte sich keine Munition mehr leisten kann.
zum hundersten mal... zimmermann hat sich NICHT den anordnungen der polizei widersetzt (widersetzt schreibt man uebrigens ohne "e" nachdem ersten "i"...)
a) der 911 dispatcher ist nicht die polizei
b) der 911 dispatcher hat nur gesagt "we don't need to do that"...
"wir muessen das nicht tun"...
ist schon lustig wie viele komplette falsche angaben hier rumfliegen....
Das ist doch mal eine gute Nachricht.
Da kann man sich diesen rechtsstaatlichen Kram mit Ermittlungsverfahren, Anklage, rechtlichem Gehör und Rechtsmittel eigenlich sparen.
In Zukunft entscheidet solche Fälle also nicht mehr der Rechtsstaat, sondern das gesunde Volksempfinden.
Starke Leistung!
nein, der kapuzenpulli hat ihn bloß zu einer "verdächtigen Person" gemacht, wie zimmermann angab, als er gefragt wurde warum er dem typebn hinterhergegangen ist, wie jemand jemand anderen in notwehr erschießen kann während derjenige grad auf dem rücken des anderen sitzt und den kopf in den boden donnert ist mir auch fraglich, denn es ist ja keine notwehr mehr auf jemanden zu schießen der von einem aufgestanden ist und einem den kopf nichtmehr in den boden rammt. schonmal versucht einen gezielten verhältnismäßigen schuss in diesem falle anzubringen? ich denke das kann perse ausgeschlossen werden, ebenso spricht gegen eine solche darlegung das gespräch welches das todesopfer unmittelbar vor der tötung über telefon geführt hat. aber okay, niemand würde auf notwehr plädieren wenn er jemanden getötet hat weil er nen kapu aufhatte ( ehrlichgesagt, wurde dieser umstand bloß in us americanischen medien aufgegriffen, ein moderator meinte er hätte selbst schuld nen kapu zu tragen, darauf wollte ich auch eigentlich hinaus, jemand unbewaffneten mit einer waffe abzuwehren ist nur in ganz bestimmten umständen verhältnismäßig und gerade in diesem fall ist es extrem stark zu bezweifeln.
Finde ich absolut überinterpretiert: Warum sollte er gerade schwarze Jugendliche meinen? Es könnten einfach Jugendliche sein, oder auch allgemein Kriminelle, was deutlich plausibler ist. 'Diese schwarzen Jugendlichen kommen immer ungestraft davon' macht wirklich wenig Sinn.
Zusätzlich unterschlagen Sie foglendes: "Martin, stated "these assholes, they always get away" and also said "these fucking punks"."
Nun ist 'punks' ganz sicher kein rassenspezifisches Schimpfwort und wenn überhaupt, bezeichnet es wohl eher eine weiße Subkultur.
Finde die Berichterstattung auch hier wirklich wenig objekiv. Bisher spricht nicht sonderlich viel dafür, dass Zimmerman aus rassistischen Motiven gehandelt hat und auch nicht, dass seine Aussage grundlegend falsch ist. Bis da kein URteil gesprochen ist, würde ich mich eher (auch mit Solidarität) zurückhalten.
In den USA diskutiert man auch munter, wie es zur Auswahl der Bilder gekommen ist, die in der Presse verwendet werden: Martin ist darauf viel jünger abgebildet (wirkt wie ein Kind, ist ja auch spektakulärer) und Zimmerman mit oragener Jacke sieht wie ein Krimineller aus. Man könnte darüber auch seriöser Berichten und gerade wenn man prinzipiell gegen verrückte Nachbarschaftsmilizen mit Knarren ist würde man sich wünschen, dass es nicht nötig ist diesen Punkt durch unseriöse und einseitige Berichterstattung zu verunglimpfen.
Joe